Das können Katzen nicht ausstehen

Lass das, ich hass das! Die 14 größten Don´ts im Katzenhaushalt

Ab jetzt wird Rücksicht großgeschrieben! Machen Sie Ihre Wohnung zur „störfaktor-freien“ Zone für Ihre Katze und schenken Sie ihr ein Zuhause, in dem sie sich auch wirklich wohlfühlen kann!
 
 
Getigerte Katze maunzt in die Kamera © shutterstock.com/ Stanimir G.Stoev
Katzen zeigen an, wenn ihnen etwas nicht passt.
Im Alltag von Katzen gibt es manchmal etwas, das sie stört. Sie weisen darauf meistens mit angelegten Ohren und einem unsicheren Blick hin oder versuchen zu gehen. Nimmt der Katzenhalter diese Anzeichen über längere Zeit aber nicht wahr, kann das im schlimmsten Fall zu „Problemverhalten“ bei der Katze führen. Deshalb liegt es an uns, diese Störfaktoren für unsere Katze so schnell wie möglich zu beseitigen!
 

1. Veränderungen? Nein danke!

Ob Zuwachs in der Familie, ein neuer Partner oder ein anderer Kratzbaum – Veränderungen erfordern bei Katzen immer eine Umstellung. Und gerade sensible Katzen sind darüber oft nicht erfreut.
Tipp: Üben Sie sich in Geduld. Gewöhnen Sie Ihre Katze Schritt für Schritt an die neue Situation und bieten Sie ihr gegebenenfalls eine Übergangs-Alternative. Lassen Sie zum Beispiel den alten Kratzbaum stehen, bis Ihre Katze sich auf den neuen Baum traut.
 

2. Unsauberes Katzenklo? Igitt!

Die Katzentoilette sollte jederzeit sauber und geruchsfrei sein. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass die Katze das Klo verweigert und ihr Geschäft direkt daneben verrichtet. Denn  Stubenreinheit  ist wesentlich an eine saubere Katzentoilette geknüpft!
Tipp:Befreien Sie das Katzenklo mindestens zwei Mal am Tag von kleinen und großen Klumpen. Reinigen Sie zudem regelmäßig die Toilettenschale.
 

 3. Innere Konflikte? Ich bin nicht dein Psychologe!

Katzen tun uns gut. Das beweist auch eine Studie des Psychologen Professor Dr. Reinhold Bergler. Er fand heraus, dass Katzenhalter in schlimmen Krisen wie Arbeitslosigkeit oder dem Verlust des Partners weniger psychotherapeutische Hilfe benötigen und besser mit der Bewältigung des Problems klarkommen als Menschen ohne Katze. Trotzdem gilt: Ein Katzenhalter, der ständig traurig und verzweifelt ist, kann seine Katze damit belasten.
Tipp: Nehmen Sie die Hilfe Ihrer Katze an – lassen Sie sich trösten und beginnen Sie mit Unterstützung Ihrer Katze positiv in die Zukunft zu sehen.
 

4. Anhaltende Langeweile? Wie öde!

Auch wer zwei Katzen hat und viel unterwegs oder berufstätig ist, sollte sich jeden Tag mindestens eine Stunde Zeit für seine Katze nehmen. Unterforderung und Langeweile machen nicht nur unglücklich, sie bringen Katzen auch auf dumme Gedanken. 
Tipp:Wer länger nicht zu Hause ist, sollte sich um einen  Katzensitter  kümmern oder Nachbarn sowie Freunde bitten, die Katze zu besuchen.
 

5. Heute etwas lauter? Ich hasse Lärm!

Psst, nicht so laut! Katzenohren sind sehr empfindlich. Die Tiere nehmen weitaus leisere und höhere Töne als Menschen wahr. So vernehmen sie selbst hochfrequente Geräusche mit bis zu 65.000 Hertz. Menschen hören hingegen nur bis zu einer Frequenz von 18.000 Hertz. Vermeiden Sie deshalb so viel Lärm wie möglich.
Tipp: Wer laut Musik hören will, der sollte zum Kopfhörer greifen.
 

6. Grober Umgang? Da hört der Spaß auf!

Niemand mag es, wenn grob oder ungeschickt mit ihm umgegangen wird – auch Katzen nicht. Sollte es Ihrem Besuch jedoch an Übung im Umgang mit einer Katze fehlen, können Sie als Vorbild fungieren. Das gleiche gilt auch für  Kinder , die mit der Katze Kontakt haben. 
Tipp:Vermitteln Sie stets, dass man so sanft zu einer Katze sein muss, wie sie es selbst ist.
 

7. Völlig überfordert! Was soll ich bloß tun?

Es gibt Situationen, die Katzen überfordern – auch wenn es für uns in diesem Moment keinen „sichtbaren Grund“ dafür gibt. So kann eine Katze beispielsweise Angst bekommen, wenn aufgeweckte Kinder zu Besuch sind. Hier liegt die Ursache oft in der fehlenden Erfahrung. Jetzt gilt es, Fingerspitzengefühl zu beweisen: Setzten Sie Ihre Katze keinesfalls unter Druck.
Tipp: Wecken Sie auch bei Dritten Verständnis. Erklären Sie den Kindern, dass die Katze bestimmt zu ihnen kommt, sobald und wenn sie das möchte.
 

8. Störenfriede? Sorry, ich schlafe!

Zugegeben, Katzen sind kleine Schlafmützen. Sie  schlafen und träumen  durchschnittlich 15 bis 20 Stunden pro Tag – Senioren und Kitten noch mehr. Vor allem in der Tiefschlafphase sollten sie nicht gestört oder geweckt werden. Denn jetzt schüttet ihr Körper Hormone aus, die für die Zellerneuerung von Bedeutung sind und das Immunsystem stützen. So bleibt Katze gesund und fit!
Tipp: Nutzen Sie die Zeit und machen Sie selbst eine kleine Pause.
 

9. Spiel ohne Erfolg? Das macht keinen Spaß!

Spiel und Jagd stehen für Katzen in unmittelbarem Zusammenhang. Wie beim Jagen ist es für sie wichtig, beim Spielen Erfolg zu haben – etwas in den Pfoten halten zu können. Sonst wird der Katze schnell das Vergnügen am Spiel genommen.
Tipp:Meiden Sie häufiges Spielen mit Laserpointer.
 

10. Schimpfen? Bringt absolut nichts!

Schimpfen führt zu nichts und ist oft ungerechtfertigt. Eine Katze hat schließlich nicht die Absicht, ihren Menschen zu ärgern, wenn etwas zu Bruch geht oder sie auf den Teppich pinkelt. Es gilt, einen kühlen Kopf  zu bewahren und zu überlegen, was zu diesem Verhalten geführt haben kann.
Tipp: Gehen Sie der Ursache auf den Grund und schaffen Sie sie für Ihre Katze aus der Welt.
 

11. Laute Konflikte? Damit hab ich nichts zu tun!

Lärm und Disharmonie – beides mögen Katzen ganz und gar nicht. Doch ein lautstarker Streit bringt genau das mit sich. Er verunsichert Katzen und macht ihnen Angst. Schlimmer noch: Manchmal fühlen sich Katzen angesprochen und meinen, mit ihnen würde geschimpft.
Tipp: Ab und zu ist ein Streit nicht zu vermeiden. Denken Sie trotzdem immer an Ihre Katze. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben. Oder verlassen Sie den Raum.
 

12. Neue Regeln? Wieso denn das?

Heute so und morgen so – wie soll ich das verstehen? Eine Frage, die Katzen ihren Menschen sicherlich stellen würden, wenn es um neue Regeln geht. Beschränken Sie sich bei Verboten auf das, was Ihre Katze einhalten kann und was Ihnen wirklich wichtig ist. Verbote, die natürliche Bedürfnisse betreffen, sollte es nicht geben. So darf einer Katze das Herumtollen zur körperlichen Auslastung beispielsweise nicht verwehrt werden.
Tipp: Legen Sie Regeln von vornherein fest – und bleiben Sie dann auch dabei.
 

13. Gerüche? Das stinkt mir!

Empfinden Sie jeden Duft als angenehm? Nein? Katzen auch nicht. Vor allem penetrante Gerüche wie frisch aufgetragenes Parfum, Essig, Rauch oder stark riechende Raumerfrischer können sie nicht leiden. Verständlich, wenn man bedenkt, dass ihre Nase zehn Mal mehr geruchsempfindliche Zellen besitzt als die menschliche.
Tipp: Wer unbedingt Raumduft verwenden will, sollte auf einen dezenten Geruch setzen. Hierfür eignen sich unter anderem Raumduft-Stäbchen. Aber Vorsicht: Bitte stellen sie den Diffuser an einen Platz, der für ihre Samtpfote auf keinen Fall zu erreichen ist.
 

14. Sterile Wohnung? Wie ungemütlich!

Katzen lieben es zwar sauber, aber „sterile“ Wohnungen, in denen wenige Möbel sind und nichts herumsteht, empfinden sie als langweilig. Hier gibt es nichts zu entdecken und es sind keine guten Versteckmöglichkeiten vorhanden.
Tipp: Lassen Sie doch auch mal einen schmutzigen Socken liegen.
 
 
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