Körpersprache

Stimmungsbarometer Schwanz bei Katzen

Ihr Schwanz ist für Katzen nicht nur Kletterhilfe, sondern auch Stimmungsbarometer. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Schwanzstellung Ihrer Katze richtig deuten.
 
Katzenschwanz © shutterstock / schankz
Der Schwanz ist wichtig für die Kommunikation unter Katzen.
Zeige mir deinen Schwanz und ich sage dir, wie du tickst: Schon die jüngsten Katzenkinder wissen das. Der Katzenschwanz ist für die innerartliche Kommunikation unabdingbar.

Weil er auf weite Sicht deutlich zu erkennen ist, dient er Katzen als Fern-Signal, um die Grundstimmung eines Artgenossen auszumachen. Je näher dann Katzen aufeinander zugehen, desto mehr verraten Schwanz und Schwanzspitze über die gegenseitigen Launen. Auch uns Menschen gegenüber bedienen sich Katzen ihrer Schwanzsprache.
 

Schwanzstellungen richtig deuten

Schwanz senkrecht nach oben getragen, mit nach vorne (zum Körper) gedrehter Spitze:
Ihre Katze freut sich zwar, Sie zu sehen, doch ein Rest Unsicherheit bleibt: Genau das bedeutet der aufrechte Schwanz mit gebogener Spitze, ähnlich einem Fragezeichen. Mieze ist hin und her gerissen zwischen verschiedenen Emotionen wie Freude, Erregung und Vorsicht.

Schwanz senkrecht nach oben, leicht bebend getragen:
Ein aufrecht getragener Schwanz mit gerader Spitze steht für Offenheit, Selbstbewusstsein und eine freundliche Grundstimmung. Achten Sie auf die Schwanzspitze: Ein kleines Zucken markiert besonders fröhliche Momente. Jetzt ist die beste Zeit für Spielen und Schmusen!

Ein lässig nach unten getragener Schwanz mit nach oben gebogener Spitze:
Entspannte Katzen halten ihren Schwanz in einer neutralen oder niedrigen Position. Eine leicht erhobene Schwanzspitze am Ende eines waagerecht gehaltenen Schwanzes bedeutet zudem so viel wie: „Lass mich in Ruhe, ich habe gerade Wichtigeres zu tun!“

Ein Schwanz mit zuckender Schwanzspitze:
Ein sich hin und her bewegender Schwanz (egal ob ganz oder nur die Spitze) deutet auf Erregung hin. Egal ob innere Unruhe, Stress oder ein bevorstehender Jagdsprung: Hinter dieser Schwanzstellung kann vieles stecken. Ist der Schwanz erhoben und zittert leicht, ist dies ein Zeichen von freudiger Erregung – oder der erste Schritt einer müffelnden Reviermarkierung.

Ein gesenkter und gesträubter Schwanz:
Er steht für Furcht. Angst ist ein starker Instinkt und macht Katzen unberechenbar. Besteht keine Ausweichmöglichkeit, kann die Katze die Flucht nach vorne antreten und angreifen. Geben Sie einer ängstlichen Katze Freiraum. Druck ist ein absolutes No-Go.

Ein aufgerichteter, gesträubter Schwanz:
Diese Stellung dient vor allem einem Zweck: so groß und bedrohlich wie möglich zu erscheinen. Potenzielle Feinde sollen so in die Flucht geschlagen werden. Begleitet von einem heftigen Fauchen und zurückgelegten Ohren wird so jedem klargemacht: Verzieh dich, oder es knallt!
 
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