Diese Geheimnisse hat Ihre Katze vor Ihnen

Katzen sind kleine Geheimniskrämer auf Samtpfoten, ihr Verhalten bleibt uns oft ein Rätsel. Doch nun enthüllen wir ihre verborgenen Gedanken. Diese 10 Geheimnisse hat Ihre Katze vor Ihnen.
 
 
Graue Katze auf rosa Hintergrund © Stock.adobe.com/Ruslan Grumble
Auch Katzen haben Geheimnisse.
Jeder hat Geheimnisse, auch unsere Katzen. Viele würden sie uns auch mitteilen, doch nicht immer verstehen wir die Sprache unserer Katzen richtig. Deshalb haben wir hier die 10 größten Geheimnisse unserer Katzen für Sie aufgedeckt.
 

1. Ich miaue nur, damit du nach meiner Pfeife tanzt.

Katzen verstehen einander auch ohne Worte, aber wir Menschen brauchen manch­mal den ein oder anderen lautstarken Hinweis. Deswegen miauen sie bevorzugt in unserer Gegenwart und ergattern so unsere Aufmerksam­keit! Miauen in verschiedenen Tonlagen ist für die Katze-Mensch­-Kommunikation unverzichtbar. Die Frequenzen bewegen sich dabei im gleichen Bereich wie menschliches Babyge­schrei.
 

2. Ich schnurre auch, wenn es mir mal nicht so gut geht.

Schnurren  kann viel bedeuten. Nicht immer drückt die Katze damit Zufriedenheit und Wohlbehagen aus. Die sanften, gleichmäßigen Vibrationen beruhigen sie auch in Angst-­ und Stresssituationen, lindern ihre Schmerzen und sorgen dafür, dass Knochenbrüche schnel­ler heilen. Auch wenn Katzen großen Kohldampf haben, schnurren sie, meist in Verbindung mit einem Maunzen, damit wir auch schnell ihren Napf auffüllen.
 
Katze schnurrt
Katzen schnurren auch bei Schmerzen. ©stock.adobe.com/katyamaximenko
 

3. Ich bin ein Kontrollfreak und schätze meine Routinen.

Für uns mag es so aussehen, als bestehe das Leben einer Katze nur aus Schlafen, Fressen, Spielen und Putzen, aber in Wirklichkeit ist ihr Tagesab­lauf gut durchstrukturiert. Routinen sind der Katze wichtig und sie möchte wissen, was auf sie zukommt. Bitte ändern Sie die Strukturen der Katze nicht von heute auf morgen – zum Beispiel indem Sie ihr Katzenklo umstellen oder ihr eine fremde Katze vor die Nase setzen. Katzen brauchen Zeit, um sich an neue Umstände zu gewöhnen.
 

4. Ich will dich nicht ärgern, wenn ich auf den Teppich pinkle.

Wenn Katzen ihr Geschäft an einem anderen Ort als auf dem Katzenklo verrichte, dann haben sie dafür einen guten Grund. Es kann an ganz banalen Dingen liegen, zum Beispiel weil das Klo muffelt oder die Streu unangenehm unter den Pfoten pikst. Vielleicht steht das stille Örtchen an einem viel zu lauten Ort. Oder die Katze hat sich eine Blasenentzündung eingefangen und verbindet das Klo mit Schmerzen und den weichen Teppich nicht. Bei Unsauberkeit  immer die Ursache herausfinden!
 

5. Kratzen und Klauenwetzen ist nicht nur ein Zeitvertreib für mich.

Das Kratzen an rauen Oberflächen dient nicht nur der Instandhaltung der wichtigsten Werkzeuge einer Katze – ihrer Krallen –, sondern sie mar­kiert dadurch auch ihr Revier. Kratzen ist für Katzen sehr wichtig und ein natürliches Verhalten! Wenn man ihr keinen geeigneten Kratzbaum  zur Verfügung stellt, sucht sie sich eben selbst einen – das Sofa zum Beispiel.
 
Katze kratzt am Sofa
Krallenwetzen gehört zum Katzenalltag. ©stock.adobe.com/shootingtheworld
 

6. Mein Futternapf darf nicht einfach irgendwo stehen.

Katzen legen viel Wert auf Etikette und Sauberkeit, auch bei ihren Mahlzeiten. Ihr Futternapf gehört nicht in die Nähe des Katzen­klos und sollte zudem einige Meter vom Was­sernapf entfernt stehen. Die Vorfahren unserer Katzen waren Wüstenbewohner und verputzten ihre erlegte Beute nur selten in der Nähe von Wasserstellen, um diese nicht zu verunreinigen. Unsere Katzen haben diesen Instinkt bis heute beibehalten.
 

7. Ich hopse sofort auf den Tisch, wenn du das Haus verlässt.

Immer, wenn die Tür hinter uns ins Schloss fällt, tut die Katze alles, was wir ihr normalerweise ver­bieten: Sie hüpft auf den Tisch, spaziert über das Regal, klettert auf der Kommode herum und knabbert ein wenig an den Zimmerpflan­zen. Das können wir leider nicht verhindern! Deshalb sollten wir alle giftigen Pflanzen, zerbrechliche Dekogegenstände und teures Geschirr außerhalb ihrer Reichweite aufbewahren.
 

8. Anstarren ist ein No-Go für mich, Blinzeln ein Liebesbeweis.

Starren ist unter Katzen wirklich unhöflich! Das gegenseitige Anstarren ist in der Katzensprache ein stilles Kräftemessen, mit dem Katzen untereinander Streitigkeiten klären. Wer zuerst wegschaut, verliert. Auch, wenn wir unserer Katze damit nur unsere Zu­neigung zeigen wollen, ist es für sie sehr unange­nehm. Lieber sollten wir sie langsam anblinzeln – das gefällt ihr besser und vielleicht zwinkert sie sogar zurück. Ein echter Liebesbeweis!
 
Katze blinzelt
Jeder sollte seiner Katze einfach mal zuzwinkern. ©stock.adobe.com/shootingtheworld
 

9. Ich bin manchmal ganz gerne alleine.

Nicht jede Katze mag den Trubel eines Mehrkat­zenhaushalts. Sicher, es ist toll, einen Spielka­meraden zu haben, aber jeder von uns braucht auch einmal Zeit für sich und einen sicheren Rückzugsort. Und – ganz wichtig – die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lieblingsmenschen. Wenn wir also eine Katzen-­WG eröffnen, solltest wir jedem schnurrenden Mitbewohner die glei­che Zeit zum Spielen und Kuscheln schenken, damit es nicht zu Eifersüchteleien im Mehrkatzenhaushalt  kommt.
 

10. Für mich bist du eine große, zerstreute Katze auf zwei Beinen.

Unseren Katzen fällt schnell auf, dass wir – obwohl wir groß und stark sind – noch keine einzige Maus gefan­gen haben. Aber das ist kein Problem, die Katze zeigt uns gerne, wie das geht. Soll heißen: Sie bringt uns so lange eine Jagdtrophäe nach der anderen und legt sie auf den Fußabtreter oder unser Kopfkis­sen, bis auch eine tollpatschige Riesenkatze wie wir das Jagen gelernt hat. Bis dahin dürfen wir im Gegenzug weiterhin die Futterdosen öffnen und unsere Katze kraulen. Ein super Deal, oder?