Beliebte Rassekatzen

Die 10 beliebtesten Katzenrassen: Von Britisch Kurzhaar bis Siamkatze

Die Katze ist des Deutschen liebstes Haustier. Doch welche Katzenrassen sind besonders gefragt? Wir stellen Ihnen die 10 beliebtesten Katzenrassen vor.
 
Beliebte Katzenrassen von Britisch Kurzhaar bis Siamkatze © shutterstock.com
Die Katze ist des Deutschen liebstes Haustier
Über 12,5 Mio. Katzenhalter gibt es in Deutschland. Laut einer AWA-Studie von 2018 sind Katzen damit der Deutschen liebstes Haustier und liegen in der Beliebtheitsskala noch vor dem Hund auf Platz 1. Aber warum ist das so? Katzen sind reinlich und pflegeleicht und benötigen nicht viel Platz – vorausgesetzt sie haben genug Auslauf und ausreichend Beschäftigung. Doch Katzen gelten auch als unabhängig, werden als Überlebenskünstler angesehen und sind überaus selbstständig. Vielen Menschen sind sie damit ein großes Vorbild, wie das Rheingold Institut bei einer Untersuchung im Auftrag des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft e.V. herausfand. Zu den beliebtesten Katzenrassen gehören:In diesem Artikel stellen wir Ihnen die 10 beliebtesten Katzenrassen näher vor und geben Ihnen Hinweise zum Wesen und zur Pflege.


Britisch Kurzhaar (BKH)

Britisch Kurzhaar Katzen sind in der Regel erfrischend natürlich und unkompliziert. Sie gelten als sehr anpassungsfähig und sind aufgrund ihrer liebevollen Toleranz ideale Partner sowohl für Singles als auch für Familien mit Kind und Hund. Das Wesen der Britisch Kurzhaar Katze ist eher ruhig und unaufdringlich. Sie kommt daher als Einzelkatze gut zurecht, weiß aber auch einen Katzenfreund sehr zu schätzen. Im hohen Alter und bei Übergewicht ist die Britisch Kurzhaar nur schwer zu motivieren und kann bei wenig Beachtung sogar seelisch verkümmern.

Britisch Kurzhaar Katze
Die Britisch Kurzhaar gilt als unkompliziert und anpassungsfähig. © shutterstock.com

Die Britisch Kurzhaar gilt als pflegeleicht. Aufgrund der dichten Unterwolle gehört regelmäßige Fellpflege durch Kämmen und Bürsten aber zum Pflichtprogramm. So beugen Sie filzigen Knoten oder sogar schmerzhaften Platten, die ein Tierarzt nur unter Narkose entfernen kann, vor.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Britisch Kurzhaar .


Maine Coon

Die Maine Coon Katze ist ein echter Riese und gilt als größte Hauskatze der Welt. Maine Coon Katzen sind äußerst gesellig und aktiv. Sie liebt interaktives Spielen mit ihrem Menschen. In der Regel kommt sie gut mit Hunden und Kindern zurecht und passt daher auch in große und aktive Familien. Obwohl sie groß und wild erscheint, ist sie sanft und gutmütig. Die Maine Coon ist sehr menschenbezogen, ohne jedoch aufdringlich zu sein. Manche sind Schoßkatzen, die meisten bevorzugen es jedoch, ihren Menschen nur zu begleiten.

Maine Coon Katze
Die Maine Coon ist der Riese unter den Katzen. © shutterstock.com

Die Maine Coon hat halblanges dichtes Fell, einen buschigen Schwanz und innen an den Spitzen kräftig behaarte Ohren (Luchspinsel). Ebenfalls charakteristisch für die Maine Coon sind ihre großen runden Pfoten. Das macht eine regelmäßige Fellpflege notwendig. Im Vergleich zu anderen Halblang- oder Langhaar-Katzen ist die Fellpflege aber etwas weniger aufwendig und die Maine Coon haart auch nicht ganz so stark. Gegebenenfalls muss auch bei der Krallenpflege nachgeholfen werden.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Maine Coon .


Norwegische Waldkatze

Die Norwegische Waldkatze ist sehr menschenbezogen und gesellig. Mit sanften Gurrlauten plaudert sie auch gern mal mit ihrem Halter. Oft sind diese Katzen bis ins hohe Alter verspielt und haben viel Temperament. Ebenso wie das Spiel genießen sie aber auch die Schmusestunden mit der Familie. Ihre Spielfreude, die souveräne Toleranz und der ausgeprägte Spieltrieb der Rasse machen sie zu beliebten Gefährten für Kinder. Für Einzelkatzenhaltung eignet sich die Norwegische Waldkatze eher nicht. Norwegische Waldkatzen halten sich gern im Freien auf – und das bei jedem Wetter. Ein katzensicherer Balkon oder Zugang ins Freie sollten vorhanden sein.

Norwegische Waldkatze
Die Norwegische Waldkatze ist nicht für Einzelkatzenhaltung geeignet. © shutterstock.com

Norweger sind große Katzen mit halblanghaarigem Fell. Weiche dichte Unterwolle wird überlagert von langen, leicht fettigen Grannenhaaren. Dennoch ist das Fell, ausgenommen im Frühjahr, wenn die Katze ihr Haarkleid stark abwirft, recht pflegeleicht. Regelmäßiges Kämmen (während der Abhaarsaison sogar täglich!) ist aber Pflicht.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Norwegischen Waldkatze .


Siamkatze

Die Siamkatze ist schlank und geschmeidig, muskulös und elegant zugleich. Sie besticht mit mandelförmigen, leuchtend blauen Augen und sehr kurzem glänzendem Seidenhaar. Die Siamkatze zeugt von hinreißendem Charme, bemerkenswerter Intelligenz und ungewöhnlicher Anhänglichkeit. Sie ist sehr willensstark und mit viel Durchsetzungskraft gesegnet. Ihren Menschen liebt sie so sehr, dass sie dessen Aufmerksamkeit mit niemandem teilen will. Weitere Katzen oder andere Tiere im Haushalt duldet die Siamkatze daher nicht. Die Siamkatze ist sehr stimmgewaltig, das könnte geräuschempfindliche Nachbarn gegebenenfalls stören.

Siamkatze
Die Simakatze hat gern ungeteilte Aufmerksamkeit - ansonsten kann es auch schon mal zu Eifersuchtdramen kommen. © shutterstock.com

Für die freiheitsliebende Freiluft-Fanatikerin sollte unbedingt Zugang ins Freie gewährt werden – immer aber mit der Möglichkeit, sich sofort an ein warmes und trockenes Plätzchen zurückzuziehen.  Denn Kälte und Nässe verträgt die Siamkatze gar nicht und sollte nach einer unfreiwilligen Dusche auch immer trocken gerubbelt werden.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Siamkatze .


Perserkatze

Die Perserkatze hat ein langes Haarkleid mit dichter Unterwolle und buschigem Schwanz. Doch das Plüschkatzen-Image täuscht. Denn hinter dem weichen und rundlichen Körper verbirgt sich ein willensstarker, intelligenter Charakter, der meist erreicht, was Katze will. So wird der Perserkatze auch durchaus nachgesagt, ein Dickkopf zu sein. Im Wesentlichen ist die Perser aber sehr freundlich und zutraulich – zeigt ihre Gefühle allerdings nur denjenigen, die zu ihrem engsten Freundeskreis gehören. Ein Wirbelwind ist die Perserkatze nicht gerade, sie ist eher sehr ruhig und gemütlich und daher bestens für die Wohnungshaltung geeignet. Ein kuscheliger Schlafplatz und viele Streicheleinheiten weiß sie sehr zu schätzen.

Perserkatze
Die Perserkatze ist ruhig und gemütlich. © shutterstock.com

Das lange Fell der Perser ist aufwendig und anspruchsvoll in der Pflege. Es muss fast täglich gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Bei manchen Perserkatzen mit extrem kurzen Nasen tränen die Augen oftmals stark, sodass auch diese täglich mit einem feuchten Tuch oder Wattepad vorsichtig gesäubert werden sollten.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Perserkatze .


Ragdoll

Mit ihrem dichten, weichen Fell aus mittellangen bis langen Haaren wirkt die Ragdoll auf den ersten Blick wie ein zum Leben erwecktes Plüschtier. Ragdolls sind als äußerst sanft und gutmütig bekannt. Doch auch wenn sie eher ruhige Katzen sind, wird es mit ihnen nie langweilig. Denn die verspielte Ragdoll ist sehr oft zu Späßen aufgelegt. Die Ragdoll ist freundlich, ausgeglichen, neugierig und anhänglich. Einem geliebten Menschen folgt sie auf Schritt und Tritt. Lange allein lassen dürfen Sie sie daher nicht. Bestenfalls hat sie auch einige Artgenossen um sich herum und auch mit Kindern kommt die Ragdoll gut zurecht.

Ragdoll Katze
Die Ragdoll will nicht lange alleine bleiben. © shutterstock.com

Freilauf in einem gesicherten Garten macht der Ragdoll viel Freude. Nur in der Wohnung zu leben macht ihr aber auch nichts aus, solange sie genug Aufmerksamkeit bekommt und ihr ausreichend Beschäftigung geboten wird. Das lange, dichte Fell der Ragdoll erfordert regelmäßige Fellpflege durch Bürsten und Kämmen.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Ragdoll .


Savannah Katze

Die Savannah Katze ist eine große, schlanke und anmutige Katze mit auffälligen großen dunklen Tupfen auf einem kontrastierenden Untergrund, wodurch sie ihrem wilden Ahnen, dem Serval (Afrikanische Wildkatze) sehr ähnelt. Auch im Verhalten zeigt sie deutliche Ähnlichkeiten zu ihrem wilden Verwandten. Die Savannah faucht deutlich häufiger als die durchschnittliche Hauskatze, wobei das auch mal aus freudiger Erregung passieren kann. Freude zeigen einige Savannahs auch, in dem sie ihr Fell am Rücken und Schwanz aufstellen, so wie es der Serval tut.

Savannah Katze
In der Savannah Katze steckt eine echte Wildkatze! © shutterstock.com

Die Savannah ist eine sehr temperamentvolle, aktive und selbstbewusste Rasse. Um glücklich zu sein benötigt sie ein großzügiges Lebensumfeld und viel Beschäftigung. Mindestens eine temperamentvolle Zweitkatze ist Pflicht, damit sich die intelligente und soziale Katze nicht langweilt. Außerdem benötigt die Savannah viel Platz mit Zugang in ein großzügig bemessenes Gehege oder einen ausbruchssicheren Garten. Für unkontrollierten Freilauf sind Savannah Katzen aber völlig ungeeignet, denn sie haben einen starken Jagdtrieb. Von der Haltung der Savannah Katze in einem Haushalt mit Kleinnagern, Vögeln und Fischen ist daher dringend abzuraten. Die Savannah wird mit Rohfutter ernährt.
 
Bitte beachten Sie: Die Savannah ist äußert anspruchsvoll in ihrer Haltung. Je nach Generation tritt das Wildtier in ihr mal mehr mal weniger hervor. Das lässt sich nicht vorhersagen. Für die Haltung von Savannah Katzen der Generation F1 bis F4 gelten besondere Halterbestimmungen und die Haltung ist ggf. meldepflichtig. Erkundigen Sie sich bei einem Tierarzt oder der Naturschutzbehörde.

Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Savannah Katze .


Bengalkatze

Bengalen sind lebhafte und sehr selbstbewusste Katzen, dabei sehr clever und erfindungsreich. Sie lernen schnell und "sagen" auch, was Ihnen gefällt oder nicht, sie können sehr redewillig sein. Bengalen haben noch ihre natürlichen Instinkte. Sie klettern gerne und lieben das Wasser.


Bengalkatzen fordern viel Aufmerksamkeit. © shutterstock.com

Die Bengalen sind eine selbständige Rasse, fordern aber viel Aufmerksamkeit von ihrem Besitzer. Die Katze ist sehr verspielt und hat einen großen Bewegungsdrang. Die Bengal braucht daher unbedingt einen großen Kratzbaum in der Wohnung und viel Abwechslung. Auch ein gut abgesicherter, großer Balkon oder ein gesicherter Garten sind ratsam. Das kurze, seidige Fell der Bengalkatze ist nicht sehr pflegeaufwendig, sollte aber regelmäßig gebürstet werden, um Haarbällchen zu reduzieren.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Bengalkatze .


Heilige Birma

Die Heilige Birma ist anschmiegsam, relativ ruhig, gutmütig mit einem verspielten, heiteren und sehr sanften Naturell. Familienfreundlich und gesellig kommt sie auch mit Kindern oder einem netten Hund gut zurecht und fühlt sich auch solo wohl, wenn ihr genügend Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit geschenkt wird.

Heilige Birma
Die Heilige Birma komt auch mit Kindern und Hunden gut zurecht. © adobe.com - von vadimborkin

Trotz ihres langen bis halblangen Fells ist die Heilige Birma ausgesprochen pflegeleicht. Denn sie hat nur wenig Unterwolle. Kamm und Bürste werden trotzdem regelmäßig gebraucht, vor allem zur Zeit des Fellwechsels.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Heiligen Birma .


Hauskatze

Die Hauskatze gibt es in allen erdenklichen Variationen und Fellfarben. Was den Züchter von Edelkatzen nicht gerade froh stimmt, freut Fans der Hauskatze um so mehr: Denn jede Generation der Hauskatze überrascht mit ungeahntem Farbenreichtum. Und auch ihr Wesen lässt sich, anders als bei Rassekatzen, nicht vorhersehen. Doch eines haben Hauskatzen alle gemeinsam: Sie sind sehr bewegungsfreudig, unabhängig und lieben die Freiheit.

Hauskatze
Die Hauskatze gibt es in allen erdenklichen Varianten. © shutterstock.com

Freilauf sollte man ihr daher ermöglichen. Hat sich die Hauskatze erstmal an die Ausflüge ins Freie gewöhnt, gibt sie sich nicht mehr damit zufrieden, nur noch in der Wohnung zu leben. Soll eine Hauskatze also als reine Wohnungskatze gehalten werden, muss sie das von Anfang an gewöhnt sein.  Das Fell der Hauskatze ist in der Regel pflegeleicht. Ein gelegentliches Bürsten reicht meistens aus.
 
Weitere Informationen zur Haltung und Pflege der Hauskatze lesen Sie in unserem ausführlichen Rasseportrait zur Hauskatze .
 

Welche Katze ist die Richtige?

Sie wollen sich eine Katze anschaffen und wissen nicht genau, welche? Tipps und Hilfestellung bei der Entscheidung finden Sie in unserem Artikel „Welche Katze passt zu mir?“ .