Katzentoilette

Die richtige Katzenstreu für die eigene Katze finden

Die Katzentoilette sollte immer sauber, groß genug und gut zugänglich sein. Doch auch die Art der Einstreu entscheidet, ob die Katze diesen Ort gerne aufsucht. Neben der persönlichen Vorliebe sollten die Eigenschaften der Streusorten beachtet werden. Wir stellen die gängigsten Einstreusorten und ihre Vor- und Nachteile vor.
 
 
Rote Katze auf dem Katzenklo © Stock Adobe/minoandriani
Welche Einstreu die beste ist, hängt von der Katze ab.
Katzen sind sehr reinliche Tiere. Sie mögen Schmutz nicht und finden es eklig, wenn etwas mieft. Deshalb ist es wichtig, dass die Katzentoilette stets sauber ist. Aber welche Streu verwenden? Es gibt viele unterschiedliche Produkte, die allesamt ihre Vor- und Nachteile haben. Soll es besonders umweltfreundlich und ergiebig sein? Oder leicht händelbar, wohlriechend, hochwertig? Letztlich entscheidet vor allem einer, welche Streu verwendet wird: Ihre Katze. Denn nicht jede Katze mag jede Streu. Wir haben die gängigsten Arten für Sie zusammengestellt.
 
 

Klumpstreu aus Mineralien

Der Klassiker der Katzenstreu ist mineralische Katzenstreu. Diese besteht in der Regel aus Bentonit, einer Mischung aus verschiedenen Tonmineralien. Bentonit entsteht, wenn vulkanische Asche verwittert, und hat als Hauptbestandteil Montmorillonit, der sich dadurch auszeichnet, dass er viel Wasser aufnehmen kann. So kommt es, dass die Bentonit-Streu klumpt, wenn die Katze darauf pinkelt. Hier gibt es viele verschiedene Angebote. Zum Beispiel unterscheiden sich die diversen Streumarken darin, wie groß die Körnung ist. Je kleiner die Körner der Streu, desto kleiner auch die Klumpen. Eine praktische und ergiebige Sache, denn es müssen nur regelmäßig die Klumpen entfernt werden, nur ungefähr einmal in der Woche der gesamte Inhalt. Allerdings gibt es auch Einwände zu dieser Art von Streu: Manche Experten vermuten in ihr Schadstoffe, die zu Blasenentzündungen  führen können, der Feinstaubanteil dagegen zu Atemproblemen und im schlimmsten Fall sogar zu Krebserkrankungen. Für Kätzchen, die Körner ins Mäulchen nehmen, ist Klumpstreu sehr gefährlich, da die verschluckten Streuteilchen auch im Magen klumpen.
           
Vorteile:
  • Nimmt extrem viel Flüssigkeit auf.
  • Schließt Geruch ein.
  • Ist relativ preiswert.
  • Ist überall erhältlich.
 
Nachteile:
  • Verrottet nicht, da grundsätzlich nicht wasserlöslich.
  • Muss fachgerecht entsorgt werden.
  • Hat viel Gewicht.
  • Gefährlich bei Katzen, die die Streu fressen, da diese auch im Magen klumpt.

Klumpstreu im Katzenklo
Klumpende Katzenstreu nimmt besonders viel Flüssigkeit auf.        ©Adobe Stock/jozsitoeroe

 

Streu aus Pflanzenfasern

Absolut im Kommen ist natürliche Katzenstreu. Diese kann aus Pflanzenfasern bestehen, aus Mais, Rübenschnitzeln, Zellulose oder aus Holzfasern. Auch Strohstreu gibt es bereits. Die Qualität ist unterschiedlich: Die Streu gibt es in fein und grob, in klumpend und nichtklumpend. Ein Vorteil ist die Umweltfreundlichkeit und Unbedenklichkeit für Katzen, auch die Entsorgung ist super: Anders als Mineralstreu, die in den Hausmüll muss, kann Pflanzenstreu in den Biomüll. Achten Sie auf Bioqualität, dann schadet sie der Katze nicht und es ist okay, wenn Kitten ein paar kleine Stückchen verschlucken. Deshalb sollte kein Leim enthalten sein. Die Streu ist nicht teuer, allerdings auch nicht so ergiebig wie Mineralstreu und sie muss öfter erneuert werden. Dafür besteht sie aus nachwachsenden Rohstoffen. Ein Problem ist die relativ feine, leichte Konsistenz der Streu. Die Fasern bleiben leicht im Fell hängen und werden durch die Wohnung getragen. Aber: Aus diesem Grund müssen Sie auch beim Kauf nicht schwer tragen.
 
Vorteile:
  • Ist besonders umweltfreundlich, da zu 100% abbaubar.
  • Leicht zu tragen.
  • Nimmt Geruch und Feuchtigkeit gut auf.
 
Nachteile:
  • Ist relativ teuer.
  • Ist ungeeignet bei Durchfall.
  • Saugfähigkeit von Marke zu Marke unterschiedlich.
 
Natürliche Katzenstreu
Natürliche Einstreu ist besonders umweltfreundlich.    ©shutterstock.com/Maryia_K

 

Silikatstreu

Eine echte Alternative ist Silikatstreu. Es handelt sich um ein Material, das zum Beispiel im menschlichen Hygienebereich eingesetzt wird, also unbedenklich und hygienisch ist. Silikatstreu klumpt nicht, existiert in verschiedenen Körnungen und staubt meist wenig. Angeblich bindet das Material Keime recht gut. Der Nachteil: Silikatstreu muss relativ häufig gewechselt werden und ist nicht ganz billig. Für Katzen, die mit dem Material klarkommen, ist es aber eine sehr saubere Sache. Jedoch stört manche Katzenhalter der Lärmpegel beim Verscharren der Streu und die Tatsache, dass sich Flüssigkeit oft am Boden der Katzentoilette ansammelt, obwohl die Streu eigentlich oben sauber aussieht. Auch verfärbt sich das Silikat gemäß den Hinterlassenschaften, was manche Katzenhalter nicht so prickelnd finden. Manche Katzen mögen die Art der Körnung nicht. Der Split ist relativ scharfkantig, was den Tieren an den Pfoten wehtun kann. Für Kitten ist sie nicht ideal, da sie zum Verschlucken animiert und im Körper stark saugt. Dafür ist sie umweltfreundlich und darf zumeist in die Biotonne.
 
Vorteile:
  • Absorbiert große Mengen an Flüssigkeit und Gerüchen.
  • Ist relativ staubarm.
  • Ist kompostierbar.
 
Nachteile:
  • Ist relativ teuer.
  • Bleibt an den Katzenpfoten hängen.
  • Gefährlich für Katzen, die das Granulat fressen: saugt stark.
 
Silikatstreu
Silikatstreu ist sehr saugstark und wird auch in Babywindeln verwendet. ©shutterstock.com/Axel Bueckert

 

Vorsicht bei Katzenstreu mit Duft

Mittlerweile werden verschiedene Arten von Katzenstreu auch parfümiert angeboten. Aber Achtung: Was für den Menschen angenehm ist, ist für den Geruchssinn der Katze  noch lange nicht gut. Eine Supernase wie die Katze riecht den Zitrus- oder Blümchenduft weit intensiver als der Mensch, der diese Gerüche schätzt, was nicht unbedingt für die Katze gilt. Wer schon einmal Parfüm aufgelegt und beobachtet hat, wie sich die Katze angeekelt abwendet, der weiß, dass Miezen viele für uns schöne Gerüche nicht mögen. Deshalb, auch wenn es für die menschliche Nase schön ist: Bitte kein Babypuder-Duft bei der Streu.
 

Entscheidungshilfen bei der Wahl der richtigen Streu

Wie finden Sie nun die richtige Streu? Schauen Sie Ihrer Katze zu, und zwar klammheimlich, denn am stillen Örtchen will sie meistens ihre Ruhe haben. Beobachten Sie, wie sie sich auf der Toilette verhält – daraus können Sie vieles „lesen“. Passt einem kleinen Tiger eine Streu überhaupt nicht, kann es durchaus passieren, dass er sich weigert, auf das Katzenklo zu gehen – und sich stattdessen eine Alternative im Haus sucht. Unsauberkeit ist die Folge. Dann sollten Sie die Art der Streu schleunigst wechseln.