Junge Katze zu alten Katze - wirklich so ideal?

Alte und junge Katzen können oft gut miteinander gehalten werden, doch es gibt dabei auch einiges zu beachten. Erfahren Sie hier, wie eine gemeinsame Haltung von einer alten und einer jungen Katze funktionieren kann und was Sie als Besitzer besser vermeiden sollten.
 
Junge und alte Katzen können oft gut zusammen gehalten werden. © karinvanklaveren / Dreamstime
Junge und alte Katzen können oft gut zusammen gehalten werden.
Eine gemeinsame Haltung von jungen und alten Katzen kann sehr gut funktionieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Mutter und eigenes Junges oder um zwei fremde Katzen handelt. Denn es geht vor allem darum, ob die ältere Katze gut mit Artgenossen zurcht kommt oder nicht: Lebt die Katzenmütter normalerweise als Einzelkatze, so kann sie ihre Jungen trotzdem nach einigen Monaten verstoßen. Im Gegensatz dazu gibt es auch ältere Katzen, die sehr gut mit fremden und jungen Artgenossen zurechtkommen. Wenn man bereits eine ältere Katze hat und sich eine junge dazu holen möchte, sollte man dennoch auf einige Dinge achten. 

Junge Katzen aus dem Tierheim

Einjährige Katzen, die keine „Ach wie süß!“-Rufe mehr hervorlocken, landen häufig im Tierheim. Diese Katzen können jedoch gut als Zweitkatze geeignet sein. Ihr Vorteil ist, dass sie mit anderen Katzen bereits gut sozialisiert, aber noch immer lernwillig und anpassungsbereit sind. Es lohnt sich, gezielt nach einer solchen Katze zu suchen. Mit einem Jahr sind Katzen agil, kräftig und verspielt, nur nicht mehr ganz so übermütig und tollpatschig wie ein halbes Jahr zuvor. Und die ältere Erstkatze ist möglicherweise froh, wenn sie keine allzu große Nervensäge ertragen muss.

Erziehung der jungen durch die alte Katze

Kätzchen genießen wie Hundebabys einen Welpenschutz, doch nur solange sie wirklich klein sind und auch nicht immer. Sie müssen sich sehr bald an die Spielregeln der erwachsenen Katzen halten. Diese lernen sie ungefähr vom dritten Lebensmonat an, bis sie etwa ein Jahr sind, wobei die Lernphase nie ganz abgeschlossen ist. Diese Lehr- und Lernzeit kann hilfreich dafür sein, eine junge und eine alte Katze zusammen zu bringen, denn die ältere Katze akzeptiert eine junge, die sie noch nach ihren Regeln "erziehen" kann, womöglich besser als eine ebenfalls ausgewachsene Katze.

Extreme Charaktere besser vermeiden

Problematisch kann es werden, wenn die Erstkatze kein wirklicher Chef ist und sich nun einem Konkurrenten in den besten Flegelmonaten gegenübersieht. Es gibt viele solcher Fälle, die dann damit enden, dass die Erstkatze ganz verstört ist. Menschen sollten ihre ältere Erstkatze daher niemals vernachlässigen, nur weil eine süße, kleine Katze eingezogen ist. Nehmen Sie sich als Besitzer daher ganz bewusst Zeit für Ihre ältere Katze.

Das Ziel sollte immer der häusliche Frieden sein. Und den erhält man sich durch das gute Kombinieren der Charaktere. Zu einer zurückhaltenden Altmieze passt besser ein schüchternes Jungtier. Eine dominante Erstkatze kommt auch mit einem frecheren Kätzchen klar.

Besser ist es, keine extremen Charakterunterschiede zu paaren, also einem Rambo-Kater kein verschrecktes Katzenkind vor die Nase zu setzen. Auch eine ruhige alte Katze und eine freche, aufgedrehte Jungkatze passen nicht zusammen. 
Mehr zum Thema