Die Geburt der Kätzchen

Einer der aufregendsten Momente eines jeden Katzenzüchters: die Geburt des Katzennachwuchses. Meist machen die Katzenmamas sowieso alles alleine. Dennoch ist die Rolle des Katzenbesitzers nicht zu unterschätzen. Erfahren Sie hier alles über die Geburt bei Katzen und was Sie dabei beachten sollten.
 
Das sollten Sie bei der Katzengeburt beachten! © animals-digital.de
Das sollten Sie bei der Katzengeburt beachten!
Ist der Tag gekommen, an dem die werdende Katzenmama wirft, wird sie sich meist an einen Ort zurückziehen, an dem sie sich sicher fühlt. Nicht immer ist es das Plätzchen, das Sie ihr dafür vorbereitet haben – es kann auch der Wäschekorb oder der Kleiderschrank sein. Auch nach dem Wurf kann es noch vorkommen, dass die Katzenmutter ihr Versteck immer wieder wechselt. Meistens werden die jungen Kätzchen schon nach einem Tag in ein neues Versteck getragen. Bieten Sie Ihren Katzen deshalb mehrere kuschelige Höhlen an, in die sie umziehen kann.

Das sollten Sie bei der Katzengeburt beachten

Der ganze Geburtsvorgang dauert zwischen zwei und sechs Stunden. Hat auch das letzte Kätzchen das Licht der Welt erblickt, legt sich die Katzenmutter zur Seite und putzt sich. Während des Geburtsvorgangs muss man der Katze eigentlich keine Hilfestellung geben. Sie putzt ihre Kleinen selber und beißt auch die Nabelschnur ab. Auf folgende Dinge sollten Sie dennoch achten:
  • Die Katzenmutter muss ihrem Nachwuchs die Näschen ablecken, damit die Kätzchen atmen können.
  • Die Nabelschnur sollte noch ein bis anderthalb Zentimeter abstehen. Würde sie zu kurz abgebissen, könnte sie sich entzünden.
  • Die Nachgeburt fressen die meisten Katzenmütter auf, das ist völlig normal. Zählen Sie aber mit – es darf nämlich nichts in der Kätzin zurückbleiben.
  • Die erste Milch, die die Kleinen von ihrer Mama bekommen, ist sehr wichtig: Die sogenannte Kolostralmilch ist besonders gehaltvoll und stärkt das Immunsystem der jungen Kätzchen. Sollte eines der Kleinen nicht sofort die Zitze finden, können Sie es ruhig anlegen. Nach anderthalb Tagen bekommen die Jungen normale Milch von ihrer Katzenmama.

Komplikationen bei der Katzengeburt

Es ist wichtig, dass Ihr Tierarzt vor der Geburt informiert ist. So ist er vorbereitet und kann schneller reagieren, falls etwas bei der Geburt nicht in Ordnung ist. Die meisten Geburtsschwierigkeiten wurden bei Rassekatzen beobachtet. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Komplikationen bei der Geburt wie zum Beispiel:
  • Becken der Katzenmutter zu eng gebaut
  • Katze bekommt keine Wehen
  • zu große, missgebildete oder tote Katzenwelpen
Kontaktieren Sie sofort den Tierarzt, wenn Sie merken, dass nach einer Stunde Presswehen immer noch keine Welpen geboren sind und die Katzenmutter immer abgeschlagener wirkt, Fieber hat oder ein übel riechender Scheidenausfluss bemerkt wird. Versuchen Sie, bei all dieser Aufregung dennoch gelassen zu bleiben. Ihre Nervosität könnte sich sonst auf Ihre Katze übertragen, und manchmal werden Geburtsstörungen erst durch Stress verursacht.

Nach der Geburt der Kätzchen

In den ersten zwei Wochen braucht die frischgebackene Katzenmamautter vor allem eines: Ruhe. Ihre Aufgaben als Katzenbesitzer in dieser Zeit sind folgende:
  • Katzenmutter und Nachwuchs rundum pflegen
  • Futter bringen
  • für Sauberkeit sorgen
  • Katzentoilette in der Nähe aufstellen
  • kuscheln, streicheln etc.
Beim Kuscheln sollten Sie jedoch vorsichtig sein. Meist duldet die Katzenmutter nur die nächsten Bezugspersonen in der Nähe ihrer Babys. Beachten Sie daher Folgendes:
  • Fremde Personen sollten erst nach etwa vier Wochen an die Katzenwelpen herangelassen werden.
  • Kinder sollten nur unter Aufsicht mit dem Katzennachwuchs spielen und ihn in den ersten Wochen sogar nur anschauen dürfen.
Von Woche zu Woche werden die kleinen Kätzchen aber auch immer frecher und spielen dann gerne mit den Kindern. Bei all dem gemeinsamen Spaß muss allerdings das Schlaf- und Ruhebedürfnis des Katzennachwuchses immer an erster Stelle stehen und respektiert werden.

Geschlecht der Kitten bestimmen

In den ersten zwei bis drei Tagen lässt sich die Geschlechtszugehörigkeit von Katzenbabys am leichtesten bestimmen. Verpasst man diesen Moment, wird es wochenlang nicht gut zu erkennen sein. Bei kleinen Katern ist die Entfernung von Geschlechtsteil bis zum After mit ca. 1,5 Zentimetern größer als bei einem Weibchen, bei dem Vagina und After ganz eng beieinander liegen.

Schon gewusst?

Am seltensten innerhalb eines Katzenwurfs sind eineiige Zwillinge. Fast immer ist jedes der Katzenkinder im Mutterleib aus einem eigenen befruchteten Ei geschlüpft. Nicht unbedingt müssen die Babys Vollgeschwister sein. Gerade Familienkatzen, die ihr Revier in Vororten oder ländlichen Gebieten mit vielen anderen Katzen teilen, werden innerhalb ihrer wenigen fruchtbaren Tage von mehreren Katern begattet, so dass ihre Würfe aus Halbgeschwistern bestehen. In herrenlosen Katzenkolonien dagegen gibt es einen Platzhirsch, der sein alleiniges Recht auf Familiengründung rund um die Uhr erbittert verteidigt.
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