Katzenfutter: Wie Sie für Ihren Stubentiger das richtige Futter finden

Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Katzenleben. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Nährstoffen kann dem Wohlbefinden schaden und im schlimmsten Fall Krankheiten auslösen. Erfahren Sie hier, worauf es bei Katzenfutter ankommt.
 
Katze frisst Nassfutter aus dem Napf © pixabay


Die natürliche Nahrung als Vorbild

Um herauszufinden, welche Vitalstoffe ein Tier benötigt, ist der Blick auf das natürliche Nahrungsverhalten elementar. Katzen sind zunächst Fleischfresser und nehmen über ihre Beutetiere einen Großteil der erforderlichen Flüssigkeit auf. Wilde Katzen jagen bis zu zehn Mäuse täglich. Hätten sie freien Zugang zu Futter, bevorzugen sie es mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, statt wenige große. Bis zu 16 Portionen sind keine Seltenheit. Darüber hinaus sind Katzen gegenüber Dehydration und Durst weniger empfindlich, als es beispielsweise bei Hunden der Fall ist. Katzen, die ausschließlich mit Trockenfutter ernährt werden, trinken häufig zu wenig Flüssigkeit, was jedoch für ihre Gesunderhaltung wichtig wäre. Ihr Instinkt sieht ständiges Trinken einfach nicht vor.

Der Gehalt an Feuchtigkeit in Trockenfutter beträgt oft unter zehn Prozent. Nassfutter hat einen deutlich höheren Wassergehalt und kann einem Mangel vorbeugen. Trockenfutter ist hingegen weniger anfällig für Keime und kann den Katzen länger zur Verfügung gestellt werden, ohne den Verderb zu riskieren. Aufgrund der individuellen Vor- und Nachteile ist eine Kombination aus Trocken- und Nassfutter ratsam. Dies gilt sicherlich nicht für alle Katzen, da jedes Individuum eine sorgsame Überprüfung seiner Ansprüche an die Ernährung erfordert. Aber als Orientierung kann ein Mix aus 40 Prozent Trockenfutter und 60 Prozent Nassfutter dienen. Mit Nassfutter wird der Flüssigkeitshaushalt optimiert und Trockenfutter stellt sicher, dass die Tiere viele kleine Portionen fressen können.

Schwarze Katze jagt Maus


Entscheidend beim Futterkauf: Bezeichnung als Alleinfuttermittel

Konventionelles Katzenfutter unterliegt zahlreichen Vorschriften, um den Bedarf an Vitalstoffen decken zu können und die Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Katzenhalter müssen jedoch eine Sache ganz genau im Auge behalten: Nämlich ob es sich um ein "Alleinfuttermittel" oder ein "Ergänzungsfuttermittel" handelt. Diese beiden Produktgruppen unterschieden sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe wesentlich.

Alleinfuttermittel
Alleinfuttermittel sind so zusammengesetzt, dass der Tagesbedarf gedeckt werden kann, ohne Defizite befürchten beziehungsweise ausgleichen zu müssen. Rechnerisch betrachtet, ist die Gesundheit der Katze mit einem Alleinfuttermittel gesichert. Da Eintönigkeit aber nicht dem natürlichen Fressverhalten entspricht, ist Abwechslung empfehlenswert.

Ergänzungsfuttermittel
Bei derartig deklarierten Produkten sind bestimmte Substanzen in erhöhter Form enthalten. Der Nährstoffbedarf einer Katze kann nicht allein mit diesem Mischfuttermittel gedeckt werden. Wie der Name bereits erklärt, ist es lediglich als Ergänzung konzipiert.

Laut bild.de sind unter anderem Katzenfutter der Marken Applaws, MAC’s, Catz finefood, AniForte und Animonda empfehlenswert. Das Testportal hat verschiedene Alleinfuttermittel verglichen und erleichtert Verbrauchern die Kaufentscheidung abhängig vom individuellen Bedarf mit einer übersichtlichen Gegenüberstellung. Sämtliche Produkte im Vergleich sind frei von Zucker, ein Bestandteil, der in Katzenfutter generell nichts verloren hat. Der Fleischanteil liegt zwischen 52 und 97 Prozent.
 

Wesentliche Bestandteile einer gesunden Ernährung

Auf dem natürlichen Speiseplan der Katze stehen diverse Kleintiere wie Mäuse, Fische, Vögel sowie Insekten. Diese Beutetiere liefern den Jägern viel Eiweiß und Fett. Aber auch Wasser. Zudem sind im Verdauungstrakt der Beute teilweise Getreide, Ballaststoffe und Rohfaser enthalten. Der Energiebedarf der Katze wird vorwiegend durch Proteine, also Eiweiß gedeckt. Sie benötigen sogar mehr davon als Hunde. Dementsprechend wichtig ist eine hochwertige Eiweißquelle im konventionellen Futter. Für Abwechslung und zur Deckung des Nährstoffbedarfs ist das Füttern mehrerer Fleischsorten sinnvoll. Keine Eiweißquelle kann alles abdecken. Besonders empfehlenswert sind folgende Fleisch- und Fischsorten:
  • Huhn
  • Ente
  • Kalb
  • Pute
  • Rind
  • Forelle
  • Lachs
  • Seelachs
  • Thunfisch
  • Makrele
Vorsicht geboten, ist hingegen bei Schweinefleisch. Es darf keinesfalls roh gefüttert werden, weil Schweine den Virus der Aujetzky-Krankheit in sich tragen. „Bei Hunden und Katzen verläuft die Infektion mit dem AK-Virus immer tödlich“, schreibt beispielsweise das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachen unter tierseucheninfo.niedersachsen.de .

Katze frisst Trockenfutter

Tierisches Eiweiß ist generell unverzichtbar im Katzenfutter, weil einige essentielle Aminosäuren wie Arginin und Taurin ausschließlich darin vorkommen. Eine vegetarische Ernährung ist keine Option für Katzen. Elementar ist eine ausreichende Versorgung mit Taurin. Diese Aminosäure ist bei Katzen ein wesentlicher Bestandteil für
  • gesunde Augen,
  • ein starkes Immunsystem,
  • eine einwandfreie Funktion des Herzmuskels und
  • ein solides Nervensystem.
Wie viel Eiweiß Katzen im Detail benötigen, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören ihre Aktivität, das Alter, die Lebensumstände und ihr individueller Gesundheitszustand. Eine trächtige und säugende Katze hat einen anderen Bedarf als ein ausgewachsenes Tier.

Katzenfutter für Jungtiere

Neben Eiweiß und Fett zur Versorgung mit Stickstoff, Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren können Kohlenhydrate in kleinen Mengen gefüttert werden. Aber: Für Katzen sind Kohlenhydrate nicht essenziell, zu viel davon verursacht Durchfall . Reis, Kartoffeln und Nudeln in stark begrenzten Mengen und stets in gründlich gekochter Form werden in der Regel vertragen.


Gutes Futter für Senioren, Jungtiere und Co.

Wie bereits betont, ist eine ausgewählte Eiweißquelle entscheidend. Egal, ob alte, kranke, fitte oder junge Katzen . Dennoch gibt es natürlich Unterschiede. Beispielsweise benötigen Tiere mit Freigang mehr Energie als reine Hauskatzen, Senioren hingegen weniger als Tiere im Wachstum. Auch mögliche Krankheiten nehmen Einfluss auf die Ernährung. Stubentiger mit Nierenproblemen verlangen nach anderem Futter als Jungtiere mit bestem Gesundheitszustand. Die Produktbeschreibungen der Hersteller informieren über Fütterungsempfehlungen und aufmerksame Katzenhalter können anhand dessen bereits eine sorgfältige Auswahl treffen. Die Rücksprache mit einem Tierarzt bringt Klarheit und ist grundsätzlich ratsam.

Quelle der Bilder unter pixabay.com: meineresterampe; suju; Surprise; congerdesign
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