Ernährung

Katzen-Fütterungsregeln auf dem Prüfstand

Wie werden Katzen richtig gefüttert? Zu dieser Frage gibt es wohl so viele Meinungen wie es Katzenbesitzer gibt. Jeder hat im Laufe der Zeit eigene Erfahrungen gesammelt, die teilweise unterschiedlicher nicht sein können. Hier ein kleiner Überblick über häufige Mythen zur Katzenfütterung und was daran wirklich dran ist.
 
Katzen sind keine Vegetarier! © Ginasmith / Fotolia
Katzen sind keine Vegetarier!
Die richtige Ernährung von Katzen ist wichtig. Spätestens im Alter machen sich Fehlentscheidungen bei der Fütterung bemerkbar, und auch die Lebenserwartung hängt in erheblichem Maße von der richtigen Ernährung ab. Doch was ist eigentlich gesunde Ernährung für Katzen? Bei dieser Frage gehen die Meinungen häufig auseinander. Wir erklären, was an den Mythen um die Katzenernährung wirklich dran ist.

1. "Der Hunger ist der beste Koch"

Der Spruch "Der Hunger ist der Beste Koch" trifft auf Katzen nicht zu. Wenn Sie nur gefüttert werden, wenn sie starken Hunger haben, werden ihre Reserven angegriffen. Das kann Krankheiten zur Folge haben. Es ist wichtig, dass eine Katze täglich die benötigte Menge an Futter und Nährstoffen aufnimmt! 

2. Ein Hungertag pro Woche

Der berühmte „Hungertag pro Woche“ ist nicht geeignet für Katzen, erst recht nicht wenn sie übergewichtig sind. Katzen brauchen ihre Nährstoffe täglich, das ist sehr wichtig! Eine Ausnahme gibt es nur, wenn die Katze häufiger erbrochen hat und ihr Magen gereizt ist. Dann kann, nach Absprache mit dem Tierarzt, ein Fasten über 24 Stunden helfen, dass der Magen sich wieder beruhigt. Dann muss die Katze aber sehr viel trinken.

Außerdem ist es keine Lösung, das nicht gegessene Katzenfutter bis zur Unkenntlichkeit auf dem Teller zum Zwecke der Erziehung und damit die Katze nicht heikel wird liegen zu lassen. Das führt zum einen zur Frustration, sowohl bei der Katze als auch beim Besitzer und zum anderen kann sich die Katze damit auch den Magen verderben. Doch wenn sie auch das frische Futter stehenlässt, sollten Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen, denn mangelnder Appetit ist häufig ein Vorbote von Krankheiten , und Fasten oder Abmagerung kann schnell lebensbedrohlich werden.

3. "Rohes ist ungesund für Katzen"

Das stimmt nicht. „ Barfen “ kann eine Alternative zum Fertigfutter sein. Wichtig dabei ist lediglich, dass Sie sich genau informieren, welche Nährstoffe Ihre Katze braucht und was sie nicht fressen darf. Stellen Sie mit einem Tierarzt oder Ernährungsexperten einen individuellen Speiseplan auf.

4. "Innerhalb einer Gruppe muss jede Katze sehen, wo sie bleibt."

Hoffentlich ist das nicht Ihre Einstellung! In einem Mehrkatzenhaushalt sollte der Besitzer dringend darauf achten, dass alle Katzen ausreichend Futter bekommen. Jede Katze sollte ihren eigenen Futternapf haben. Mittlerweile gibt es auch schon automatisierte Futterautomaten, die sich nur bei einer bestimmten Katze öffnen.

5. "Vegetarische Ernährung kann man durch Zusatzstoffe ausgleichen."

Dieser Mythos stimmt nicht! Im Gegenteil: Eine vegetarische oder gar vegane Ernährung ist für Katzen Tierquälerei! Der Organismus einer Katze ist auf Fleischnahrung aufgebaut, im Unterschied zu Menschen oder Hunden sind Katzen keine Allesfresser, sondern reine Fleischfresser! Wenn Sie Vegetarier oder Veganer sind und sich nicht „überwinden“ können, Fleisch zu füttern, sollten Sie keine Katze halten.

Wie oft sollen Katzen gefüttert werden?

Eine Mahlzeit pro Tag – dieser Grundsatz kommt aus der Hundehaltung und hat in der Katzenernährung nichts verloren. Katzen sind nämlich langsame Esser und brauchen Ruhe dabei. Aufgrund ihres natürlichen Beuteverhaltens nehmen sie zudem mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag zu sich. Deshalb sollten Sie ihre Katze mindestens zweimal täglich füttern und auch eine kleine Nachtmahlzeit reichen, um den Stoffwechsel im Lot zu halten – selbst wenn die Katze übergewichtig ist. In diesem Fall geht es nicht um das „Wie viel“, sondern um das „Was“.
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