Ernährung von Jungkatzen

Die richtige Ernährung bildet den Grundstein für ein langes, gesundes Leben von Katzen. Diese beginnt bereits bei der Fütterung der Katzenmutter während der Trächtigkeit und Säugephase. Auch die gesunde Ernährung der Babykatzen ist essentiell für ihre künftige Gesundheit. Erfahren Sie hier alles zur richtigen Ernährung von Jungkatzen.
 
Junge Katzen richtig ernähren © shutterstock
Die richtige Ernährung junger Katzen beginnt schon mit der Ernährung des Muttertiers.
Die ersten drei Wochen nach der Geburt werden Katzenbabys ausschließlich durch Muttermilch ernährt. Während der Aufzucht, wenn die Babys anfangen, sich für Essbares jenseits der Muttermilch zu interessieren, beginnt die Rolle des Katzenbesitzers. Zuerst ist das der Züchter, nach dem dritten Monat dann der neue Besitzer. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Kitten das Futter erhalten, das für ihre Entwicklungsphase geeignet ist.

Grundsätzlich sollte ein Kätzchen bis zum Abschluss der Wachstumsphase Kitten-Nahrung serviert bekommen, aber nicht darüber hinaus. Außerdem sollte auf die richtige Futtermenge geachtet werden, damit die Kitten nicht schon von klein auf an Übergewicht und damit verbunden Gesundheitsproblemen leiden. Da die Entwicklung von Rasse zu Rasse und von Katze zu Katze unterschiedlich abläuft, auch innerhalb eines Wurfes, ist bei der Fütterung auch der gesunde Menschenverstand gefragt.

Futter in den ersten Lebenswochen der Kitten

In der vierten Lebenswoche reduzieren sich die Saugakte auf etwa sieben innerhalb von 24 Stunden. Je nach Anzahl der Welpen und körperlichem Zustand der Katzenmutter sollte spätestens ab diesem Zeitpunkt „feste“ Nahrung angeboten werden. Wird diese akzeptiert, sollten Sie die besondere Fütterung für die Mutter während der Schwangerschaft und Säugephase langsam wieder an die normale Ernährung anpassen.
  • Erfahrungsgemäß ist zu Beginn Breinahrung am besten (ideal ist Kittenaufzuchtmilch oder Sahne, 1 : 2 mit warmem Wasser verdünnt), angereichert mit Hafer- oder Reisschleim (aus dem Humanbereich).
  • Zusätzlich kann geschabtes Fleisch, gekochtes, passiertes Hühnchen oder etwas Dosennahrung, sämig verdünnt mit warmem Wasser, extra gereicht oder unter den Brei gemischt werden – achten Sie auf Abwechslung!
Stellt sich Durchfall ein, hilft zumeist mehr Wasser im Brei. Durch die tägliche Gewichtskontrolle können Sie prüfen, ob die Kätzchen weiter zunehmen oder das Gewicht konstant bleibt. Gibt sich das nach spätestens zwei Tagen nicht oder ein Kätzchen nimmt ab, müssen Sie sofort den Tierarzt konsultieren.

Die ersten Fressversuche der Babykatzen

Katzenbabys saugen im Liegen mit erhobenem Köpfchen, beim Futteraufnehmen auf dem Teller müssen sie aber den Kopf senken. Manche haben das sofort heraus, manchen muss man das zeigen: zum Beispiel einen kleinen Löffel dicht unter die Nase halten, und wenn sie dran lecken, langsam senken.

Sie können dem Kleinen auch etwas davon auf die Lippen streichen, ein winziges Fleischkügelchen seitlich ins Mäulchen schieben oder das Köpfchen sachte nach unten drücken, wenn das Katzenkind mit dem fremd riechenden Zeug nichts anfangen kann. Bleiben Sie geduldig, wenn’s nicht gleich klappt  und kontrollieren Sie immer das Gewicht der Kätzchen. 

Ernährung von Kitten ab der 10. Woche

Da der Energie-, Eiweiß- und Vitaminbedarf kleiner Kätzchen im Alter von zehn bis zwölf Wochen sehr hoch ist, werden rund 90 Prozent der Energie für das Wachstum benötigt und nur vier bis neun Prozent beim Spielen „verbraucht“. Deshalb sollten Sie nur biologisch hochwertige Nährstoffträger verwenden.

Bis zur zwölften Woche sollte ein gesundes, lebhaftes Kätzchen rund um die Uhr Zugang zum Futter haben, danach kann langsam auf fünf- bis bleibend dreimal täglich umgestellt werden, wobei die Morgen- und die Abendmahlzeit reichlicher ausfallen sollten.

Wechselt ein Kätzchen zum neuen Besitzer, wird der Züchter eine Futterliste mitgeben. Viele Kätzchen scheinen diese Gelegenheit zu nutzen, alles Gewohnte plötzlich weniger toll und schmackhaft zu finden. Das ist nicht weiter schlimm, Sie können ruhig Alternativen ausprobieren:

  • Wird alles gut vertragen, dürfen Sie kreativ sein, solange Sie das Futter abwechslungsreich gestalten. Ideal wäre, Frisches mit (Kitten-)Fertigfutter im Verhältnis 50 : 50 abzuwechseln oder beides zu mischen, weil dann kaum Mineralstoffe und Vitamine zugesetzt werden müssen. Achtung bei Vitaminpaste: Sie kann stark sättigen und die Katze mangels Hungergefühl heikel werden lassen.
  • Vermeiden Sie reine Trockenfuttermahlzeiten, da der tägliche Wasserbedarf eines Jungtiers um 50 Prozent höher ist als der einer erwachsenen Katze!
  • Frisches Wasser extra ist ein Muss!
  • Verdünnte Sahne und/oder Leckerchen in Maßen sind erlaubt.

Das Ende der Kitten-Ernährung

Mit Eintritt der Geschlechtsreife kann die Jungtierentwicklung als abgeschlossen betrachtet werden. Mittlerweile haben die Kleinen schon mit dem Futter für die „Großen“ Bekanntschaft gemacht, und deshalb werden Babybrei und Aufbaunahrung endgültig nicht mehr benötigt.

Bei vielen Katzenrassen  setzt die Geschlechtsreife im Alter von etwa sechs bis acht Monaten ein, bei Siamesen zumeist früher und bei Spätentwicklern sowie großen Rassen wie der Maine Coon in der Regel deutlich später.

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