Augenerkrankungen bei Katzen erkennen

Trübung, Blinzeln, Rötung oder Tränenfluss: Krankheiten am Auge geben sich meist deutlich zu erkennen. Wichtig ist dann, rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen, bevor bleibende Schäden entstehen und die Sehfähigkeit leidet. Lesen Sie, woraus Sie dabei achten müssen. 
 
Auge der Katze ist krank. © shutterstock
Achten Sie als Katzenhalter auf typische Anzeichen für Augenkrankheiten.
Unter den Sinnesorganen der Katzen nimmt das Auge eine besondere Stellung ein: Es hilft dabei, sich in ungewohnter Umgebung zu orientieren, zeigt genau die Richtung an, in der Nahrung zu finden ist oder aus der sich drohende Gefahr nähert. Als klassisches Raubtier ist sie in besonderem Maße auf ihr Augenlicht angewiesen.

Schnelles Handeln rettet das Augenlicht der Katze

Laut Statistik ist bei etwa jedem 15. Patient einer durchschnittlichen Kleintierklinik das Auge betroffen. Da im Grunde jeder einzelne Bereich des Auges – von der Hornhaut bis zum Augenhintergrund – betroffen sein kann, gibt es sehr viele verschiedene Augenerkrankungen und entsprechend viele Therapiemöglichkeiten. Fast alle Erkrankungen haben jedoch gemeinsam, dass möglichst rasch etwas unternommen werden muss, um die Sehfähigkeit nicht dauerhaft zu gefährden.

Auf diese Symptome müssen Sie achten

Als Katzenhalter sollten Sie deshalb auf typische Anzeichen für Augenerkrankungen achten:
  • Rötungen
  • Trübungen
  • deutlich sichtbare Blutgefäße im Bereich des Auges
  • alle Unterschiede im Erscheinungsbild beider Augen
Unterschiede im Erscheinungsbild beider Augen sind abgesehen von unterschiedlichen Pupillenfarben, die gelegentlich vorkommen, stets ein Hinweis auf Erkrankungen. Wenn es sich die Katze gefallen lässt, sollten Sie bei derartigen Anzeichen das Auge kontrollieren, indem Sie den Kopf umfassen, das Unterlid festhalten und das Oberlid vorsichtig hochziehen.

Bei einer Bindehautentzündung beispielsweise ist vermehrter Tränenfluss oder Augensekret manchmal das einzige Zeichender Erkrankung, mitunter kommen Reiben am Auge, Lichtscheue und Blinzeln hinzu. Diese Symptome können aber auch auf einen Fremdkörper oder eine Verletzung der Hornhaut hinweisen. Häufig trübt sich die Hornhaut an der verletzten Stelle ein und bei längerem Bestehen des Prozesses wachsen auch Blutgefäße vom Augenrand her ein. Der große Vorteil derartiger Veränderungen ist, dass sie auch für den Laien relativ leicht als krankhaft zu erkennen sind.
 

Bei Veränderungen am Auge unbedingt zum Tierarzt 

Wenn Sie die Augen Ihrer Katze kontrollieren, sorgen Sie für gute Beleuchtung und achten Sie auf alle Unregelmäßigkeiten. Vergleichen Sie anschließend die beiden Augen miteinander. Gelegentlich wird die Untersuchung dadurch erschwert, dass sich das dritte Augenlid vor das Auge schiebt und die Sicht verdeckt. Ist das Auge verändert oder verletzt, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen, idealerweise mit der Zusatzbezeichnung „Augenheilkunde“, der Ihrem Tier helfen kann. Das gilt auch für alle Notfälle am Auge, seien es nun Fremdkörper, Verletzungen, schmerzhafte Zustände oder plötzliches Erblinden. 
 

Die häufigsten Anzeichen für Augenerkrankungen

Die häufigsten Anzeichen für Augenerkrankungen sind leicht zu erkennen und sollten als Alarmsignal dienen:
  • Bei der Bindehautentzündung zeigt das Auge Rötung, Sekretfluss und Schmerzhaftigkeit, zu erkennen an Reiben, Lichtscheue und Blinzeln.
  • Blutspuren im Auge können von Unfällen, aber auch von einer Entzündung oder Infektion herrühren.
  • Ist die Iris entzündet, ist sie meist etwas dunkler und rötlicher gefärbt. Das Auge ist sehr schmerzhaft und das Tier meidet das Licht. Als Folge können sich Fibringerinnsel bilden.
  • Trübungen können sowohl außen auf der Hornhaut als auch im Inneren, vor allem in der Linse, auftreten. Während die Trübung der Hornhaut meist gut behandelbar ist, lässt sich eine Linsentrübung, auch Katarakt genannt, kaum rückgängig machen. Sie kann aber Hinweise auf andere Erkrankungen geben, beispielsweise Diabetes mellitus.
  • Bei einer krankhaften Erhöhung des Augendrucks, dem „Grünen Star“, ist die Pupille meist geweitet, erkennbar im Vergleich mit dem zweiten Auge bzw. dadurch, dass sie sich bei Lichteinfall nicht verengt.
  • Unterschiede im Erscheinungsbild beider Augen sind stets ein Hinweis auf eine Erkrankung.
  • Bei plötzlichem Erblinden weigern sich die Tiere zu gehen oder stoßen in unbekanntem Terrain gegen Hindernisse. Ursache können neben Grünem Star unter anderem auch erbliche Schäden der Netzhaut sein.
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