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Katzentransport im Auto: 10 Tipps, wie es ohne Stress klappt

Transportkorb da, Katze weg – kommt Ihnen das bekannt vor? Falls ja, können Ihnen diese 10 Tipps für einen stressfreien Transport Ihrer Katze bestimmt helfen.
 
 
Katze in Transportbox © stock.adobe.com/Africa Studio
Für viele Katzen ist die Transportbox Staatsfeind Nr. 1.
Viele Katzen geraten schon in Panik, wenn sie nur ihre Transportbox erblicken. Sie ergreifen die Flucht und können nur unter Stress eingefangen und in die Transportbox verfrachtet werden. Doch das geht auch anders! Mit etwas Geduld und Konsequenz können Sie Ihrer Katze die Transportbox schmackhaft machen und ihr den Transport im Auto so stressfrei wie möglich gestalten. Diese 10 Ratschläge sollten Sie dazu beachten:
 

1. Bevor es losgeht

Die Wahl der Transportbox ist entscheidend: Sie muss groß genug sein, damit sich die Katze darin aufrichten und umdrehen kann. Boxen, die sich nach oben hin öffnen lassen, sind für Katze und Tierarzt gleichermaßen praktisch: Der Doktor kommt leichter an die Katze, und diese empfindet das Herausheben von oben als weniger bedrohlich wie das Hineingreifen von vorne.
 

2. Nutzen vor Optik

Halbrunde Weidenkörbe sind trotz aller eleganten Optik weniger zu empfehlen, da sie meist nur nach vorne zu öffnen sind und das Herausnehmen der Katze in Stress ausarten kann. Obendrein lassen sie sich auch viel schwerer reinigen als Transportboxen aus Kunststoff.
 
Katze in Weidekorb
Weidenkörbe lassen sich nur von vorne öffnen.  ©stock.adobe.com/Antje Lindert-Rottke
 

3. Duftspur

Die Transportbox sollte nicht nach Artgenossen riechen – das empfinden viele Katzen mit ihrem feinen Geruchssinn als störend. Pheromon-Sprays aus dem Zoofachhandel können zusätzlich helfen, damit sich die Katze wohler fühlt. Sprühen Sie dazu einfach die Box, darin liegende Decken und gegebenenfalls Ihre Hände mit dem Spray ein, bevor es mit dem Transport losgeht.
 

4. Licht aus, Ruhe an

Dunkelheit vermittelt Sicherheit und Geborgenheit: Legen Sie eine Decke als Sichtschutz über den Korb. Das kann aufgeregte Katzen beruhigen. Wichtig: Die Luftzirkulation sollte weiterhin gewährleistet sein.
 

5. Katzenalltag

Damit die Transportbox gar nicht zum Staatsfeind Nr. 1 wird, sollten Sie Ihre Katze früh daran gewöhnen und viele positive Erfahrungen damit verknüpfen. Bieten Sie Ihrer Katze die Box als zusätzliche Schlafstätte an und belohnen Sie Ihre Katze immer dann, wenn sie die Box aufsucht. Beginnen Sie dieses Training jedoch immer mit einer neuen Box und nicht etwa mit der, die von der Katze bereits mit schlechten Erfahrungen verknüpft wird.
 
Katze liegt in Transportbox
Die Transportbox sollte ein sicherer Rückzugsort sein. ©stock.adobe.com/FurryFritz
 

6. Achtsamkeit

Versuchen Sie nie, Ihre Katze unter Stress oder Zeitdruck in die Transportbox zu bewegen. Das geht mit Sicherheit schief und eine Katze vergisst so schnell nichts! Legen Sie den Termin beim Tierarzt so, dass Sie genug Zeit haben und Wartezeiten kurz ausfallen. Bleiben Sie vor, während und nach dem Transport entspannt – Ihre Katze wird es Ihnen danken.
 

7. Boxenstopp

Sichern Sie die Box im Auto so, dass die Katze nicht bei jeder Bremsung durchgerüttelt wird. Vermeiden Sie den Transport im geschlossenen Kofferraum. Auf langen Touren sind Pausen unerlässlich. Bieten Sie Ihrer Katze regelmäßig frisches Wasser und etwas Futter an. Passen Sie dabei jedoch unbedingt auf, dass sie Ihnen nicht entwischt!
 
Katze im Auto
Im Auto muss die Transportbox gut gesichert sein. ©stock.adobe.com/Lightspruch
 

8. Schlummer-Sound

Laute Musik während der Fahrt kann Katzen zusätzlich stressen. Weichen Sie lieber auf leise Klassik oder spezielle Tiersound-Systeme aus, wenn Sie Ihre Katze durch Töne beruhigen möchten. Auch wenn es klar sein sollte: Lassen Sie Ihre Katze im Sommer nie alleine im Auto zurück, egal wie kurz Ihr Besorgungsweg auch sein mag.
 

9. Die Pille davor

In Absprache mit dem Tierarzt können kleine Nervenbündel ein Beruhigungsmittel erhalten, das leicht dösig macht und die Strapazen des Transports erleichtert. Derlei Mittel müssen rechtzeitig, meist eine Stunde vor Transportbeginn, verabreicht werden. Sie sollten der letzte Ausweg sein, wenn Katzen sich allzu sehr in ihre Panik hineinsteigern.
               
Katze nimmt Beruhigungsmittel
Bei langem Transport können Beruhigungsmittel sinnvoll sein. ©stock.adobe.com/ Валерий Цымбалюк
 

10. Der Tag danach

Wieder daheim geben Sie Ihrer Katze Zeit zum Akklimatisieren. Halten Sie sie vorerst getrennt von Artgenossen, bis sie den Gruppengeruch wieder angenommen hat. Andernfalls können ihre Mitbewohner sie als „fremd“ einstufen und aggressiv auf sie reagieren – eine weitere negative Erfahrung, die leicht vermeidbar ist.