Katzen auf der Bühne: Spaß oder Tierquälerei?

Das Moskauer Katzentheater ist auf Deutschlandtournee. Neben lustigen Clownauftritten sind etwa 20 Katzen auf der Bühne zu sehen, die verschiedene Kunststücke aufführen. Tierschützer schlagen Alarm!  
 
 
Katzentheater © Shutterstock.com/VAUko
Der feste Sitz des Moskauer Katzentheaters ist in Russland.
Aktuell tourt das Moskauer Katzentheater wieder durch Deutschland. Nach Dresden und Berlin folgen in den nächsten Tagen Auftritte in Hilden, Bonn, Hünfeld, Schweinfurt und Reichenbach. Der Name der aktuellen Show lautet „Meine lieben Katzen“.
 
In der 2 x 40 minütigen Aufführung „tanzen die Katzen auf dem Seil, balancieren Bälle auf ihren Nasen, machen Pfotenstände, springen aus gewaltigen Höhen und überwinden zielsicher komplizierte Irrgärten“ wie es in der Programmbeschreibung heißt.
Neben 20 Katzen kommen auch 2 Hunde zum Einsatz. Gründer des Moskauer Katzentheaters ist Yuri Kuklachev, der selbst als Clown arbeitete, bis er das Moskauer Katzentheater gründete. Zum Einstudieren der Kunststücke mit den Katzen braucht es in erster Linie „geduldige Beobachtung, Verständnis und Liebe“, so Kuklachev. Zwei Assistenten und ein Tierarzt kümmern sich nach Angaben des Veranstalters hinter der Bühne ständig um das Wohl der Katzen.
 

Tierschützer schlagen Alarm

Unter Tierschützern gilt das Moskauer Katzentheater als höchst umstritten. Schon im Jahr 2012 versuchte die Tierrechtsorganisation PETA ein Gastspielverbot für das Moskauer Katzentheater zu erwirken, scheiterte jedoch. PETA und andere Tierschutzorganisationen weisen darauf hin, dass der ständige Ortswechsel bei den Katzen nur zu Angst und Stress führen kann. „Wer Katzen beibringt, mit brennenden Fackeln zu hantieren, Puppenwagen zu ziehen oder im Glitzerkostüm Handstand zu machen, der ist kein Tierfreund“, so PETA-Kampagnenleiterin Carola Schmitt.

Katzenfreunden wird dringend empfohlen, Veranstaltungen dieser Art nicht zu unterstützen.