Katzen - ihr Schlaf und ihre Träume | GELIEBTE KATZE Magazin

Katzen - ihr Schlaf und ihre Träume

In Deutschland sind Katzen die beliebtesten Haustiere. Rund 11,5 Millionen leben in Haushalten, denn die Haltung ist nicht sehr problematisch. Es liegt nahe, sich mit den Gewohnheiten der Tiere zu beschäftigen, sie sind ja Familienmitglieder und Spielgefährten.
 
Katze schläft © animals-digital.de
Da das Schlafen bei Katzen einen großen Teil des Tages einnimmt, führt es immer wieder zu Beobachtungen und Einschätzungen durch den Menschen. Viele Tierhalter finden es interessant und entspannend, den Katern und Kätzchen zuzusehen. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, ob Ihre Katze träumt?

Wann und wie oft schläft mein Stubentiger?

Am Morgen sind die meisten Tiere wach und erforschen aktiv ihr Revier. Die folgenden Ruhezeiten variieren stark und sind abhängig vom Alter und Temperament der Katze, von der Sättigung, der Jahreszeit und den sexuellen Interessen. Durchschnittlich werden zwei Drittel des Tages verschlafen, bei jungen und alten Katzen auch deutlich mehr. Im Winter oder bei Regen verbringen die meisten Tiere überdurchschnittlich viel Zeit mit Schlafen. Nickerchen werden aber auch mal ausgelassen, wenn das Liebesleben gerade auf Hochtouren läuft oder der Hunger gestillt werden soll. Wild lebende Katzen, die selbst auf die Jagd gehen müssen, schlafen weniger als Hauskatzen. Die beliebten Tiere sind von Natur aus nachtaktiv. Sie passen ihre Schlafzeiten aber den Gewohnheiten der Menschen an. Vor allem Katzen, deren Besitzer arbeiten gehen, schlafen am Tag viel und wollen Nähe, wenn die Familie da ist. Wenn die nötige Auslastung und Beschäftigung tagsüber fehlt, will das Tier möglicherweise nachts aktiv sein. Damit Mensch und Tier überein kommen, kann es günstig sein, mehrere Kätzchen zu halten, die miteinander spielen. Eine starke Zuwendung in den Nachmittags- und Abendstunden genügt häufig auch. Freigänger behalten oft die Gewohnheit, nachts unterwegs zu sein. Insbesondere bei beginnender Dämmerung gehen viele Tiere auf Wanderschaft. Wenn Sie Ihren Freigänger aber nur tagsüber aus dem Haus lassen, kann sich auch dieser Rhythmus umstellen und an ihren eigenen anpassen.

Wie sieht der geeignete Schlafplatz aus?

So verschieden wie Katzen sind, wählen sie sich auch ihren Schlafplatz. Einige bevorzugen es ruhig, fast höhlenartig, andere mögen die Fensterbank. Es darf ruhig ein warmer Platz und oft auch etwas erhöht sein. Die Schlafhaltung richtet sich nach der Umgebungstemperatur. Als Halter können Sie dem Tier ein Körbchen oder einen Karton bereitstellen. Hat sich ein Tier einen Ort ausgesucht, den der Halter eher nicht wünscht, kann er mit attraktiver Gestaltung durch Decken und Leckerli eine andere Stelle anbieten. Die Größe des Schlafplatzes sollte es ermöglichen, dass sich die Katze ausstrecken kann. Decken und Kissen werden gern angenommen. Schlafende Katzen strahlen Gemütlichkeit aus, wenn sie sich an ihrem Platz sicher fühlen.

Wie schläft meine Katze?

Phasen im leichten Schlaf wechseln sich mit Tiefschlafphasen ab. Dabei kann sich das Gehirn erholen. Die leichten Schlafphasen der Katzen erstrecken sich über jeweils etwa 30 Minuten. Eigentlich sind diese Abschnitte eher ein Dösen. Sie können durch schnelles Aufschrecken unterbrochen werden, da vieles aus der Umgebung weiter wahrgenommen wird. Eine sich daran anschließende Tiefschlafphase dauert etwa sieben Minuten und nimmt über den Tag verteilt ungefähr vier Stunden ein. Geschieht das Aufwachen eines Tieres durch eine mögliche Gefahr, zum Beispiel ein Geräusch, ist es sofort hellwach. Ansonsten ist das Wachwerden ein längerer Prozess mit Strecken und Gähnen. Die Schlaflänge variiert von Tier zu Tier, ist auch nicht jeden Tag gleich.

Können Katzen träumen?

Bei schlafenden Katzen bewegen sich die Ohren und Augen, zucken die Pfötchen und der Schwanz. Mitunter geben die Stubentiger auch Laute von sich. Seit vielen Jahren befassen sich Forscher damit. Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und Messungen wird davon ausgegangen, dass Katzen wie auch andere Säugetiere im Tiefschlaf träumen. Diese Phase bezeichnet man auch als REM-Phase (Rapid Eye Movement) , was sich auf schnelle Augenbewegungen bezieht. Der Traum erfüllt wahrscheinlich sogar eine wichtige Funktion bei der Gesunderhaltung. Im Wachzustand strömt eine große Menge an Reizen auf die Tiere ein und verbraucht viel Energie, die beim Schlafen wieder aufgetankt wird. Da Katzen ja aber nicht von ihren Träumen berichten können, sind diese Thesen nicht wirklich zu beweisen. Menschen sollten die Ruhezeiten der Tiere akzeptieren und spielen und streicheln auf später verschieben. Nur bei ausreichender Erholung sind die Stubentiger anschließend für Aktivitäten bereit. Insbesondere ausgelassene Tiefschlafzeiten müssen nachgeholt werden. Nicht nur das Leben mit einer Katze ist interessant, auch das Beobachten ihres Schlafes. Sollte noch kein Tier zu Ihrer Familie gehören, haben Sie jetzt vielleicht Lust bekommen, auch die Träume beobachten zu wollen. Besuchen Sie eines der zahlreichen Tierheime, wo viele Tiere ein schönes Zuhause suchen.
 
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