Wenn Katzen ihre Menschen attackieren | GELIEBTE KATZE Magazin

Wenn Katzen ihre Menschen attackieren

Füße und Hände sind die häufigsten Opfer von aggressiven Katzen, plötzlich und unerwartet ihre Wutausbrüche am Menschen aus. Dagegen kann man allerdings einiges unternehmen. Hier die Ratschläge unserer Experten.
 
© Ariusz Nawrocki / iStockphoto
Mit aggressiven Katzen spielen.
Benny wartet, bis seine Menschen aufgestanden und auf dem Weg ins Bad sind. Mal von einem Schrank aus, mal aus der Türecke, mal aus einem Regalversteck springt er gegen die nackten Beine oder die bloßen Schultern und verhakt sich mit Krallen und Zähnen. Genauso blitzschnell, wie er attackiert hat, ist er auch wieder verschwunden. Seine Dosenöffner sind ratlos, denn eigentlich ist Benny ein Schmusekater. Wie auch Pia, die ihre Angriffe allerdings ankündigt. Mit lautem Miauen macht sie auf sich aufmerksam, umstreicht die Beine und beißt urplötzlich zu.

Wenn Urinstinkte ausbrechen

Alle Katzen werden mit einem gewissen Aggressionspotenzial, das sie zum Überleben brauchen, geboren. Schließlich sind sie Raubtiere, Revierverteidiger, äußerst temperamentvolle Hochzeiter. Die Kater liefern sich erbitterte Rivalengefechte, die Weibchen scheuen auch Angriffe gegen stärkste Gegner nicht, wenn ihre Babys in Gefahr sind. Alle diese Instinkte ruhen auch in unseren Haus- und Wohnungskatzen und wollen ausgelebt werden. Wo kein Artgenosse, keine Beute, kein Schützling als „Punching-Ball“ herhält, muss der Mensch dran glauben.

Ablenkung und Umkonditionierung

Die besten Mittel gegen solche Attacken aus dem Hinterhalt: Verwirren Sie Ihre Katze. Ein Hartgummiball, der kräftig auf den Boden gestoßen wird und dann selbstständig auf und ab hüpft, lenkt genauso ab wie ein Plüschtier, das Sie weg von sich schleudern. Schenken Sie Ihrem Streithammel ein großes weiches Plüschtier (ohne Augen und Nieten), mit dem Sie Scheinattacken durchführen, bis die Katze dieses Untier regelrecht hasst.

Mit aggressiven Katzen spielen

Führen Sie regelmäßige Spielperioden ein, drei- bis viermal täglich je 5 - 10 Minuten, immer um die gleiche Uhrzeit. Lassen Sie Ihre Katze dann toben und heizen Sie sie gründlich auf. Ihre Attacken dagegen ignorieren Sie, wenden sich angewidert ab und lassen sich nicht provozieren. Wenn Ihre Katze nur an bestimmten Orten angreift, stellen Sie dort in die Nähe eine gefüllte Wasserpistole oder Blumenspritze und duschen Ihre Angreiferin schweigend ab. Wenn die Attacken vorwiegend beim Kommen oder Gehen stattfinden, verlassen Sie ruhig und schweigend den Raum bzw. das Haus nach einem Angriff und geben Sie dem Tier die Chance, sich zu beruhigen. Vermeiden Sie laute Worte, Strafen, aufgeregtes Anschreien. Das stimuliert die Katze höchstens, statt sie zu beruhigen.
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