Angst vor dem Nachbarskater | GELIEBTE KATZE Magazin

Angst vor dem Nachbarskater

Unter der Rubrik „Leser helfen Lesern" in unseren Zeitschriften „Geliebte Katze" und „Ein Herz für Tiere" können die Leser Kontakt mit anderen Tierfreunden aufnehmen, um Tipps und Ratschläge bitten, sich austauschen und gegenseitig helfen.
 
© animals-digital.de
Monika Moolgavkar und ihre Familie haben folgendes Problem: Ihre kleine Katze (zehn Monate alt) hat große Angst vor dem Nachbarskater. Sie darf tagsüber ins Freie, traut sich aber kaum noch in den Garten, denn der Nachbarskater hat es tatsächlich auf die Kleine abgesehen.

Hier einige der Antworten:

Das Problem ist wohl, dass der Nachbarskater zuerst da war und sich nun als „Platzhirsch“ ansieht. Da ist es ihm erst mal egal, ob die „Neue“ Männlein oder Weiblein ist ... Das ­Beste wäre ja eigentlich, den Nachbarskater von eurer Mieze fernzuhalten. Das ist ja aber bei Freigängern nun eben nicht möglich. Daher mein Rat: Ladet den Kater zum ­Essen ein, gemeinsames Fressen verbindet! Am Besten, ihr sprecht euch mit den Besitzern des Katers ab, dass er kleine Mengen Futter bei euch erhält. Und wenn sie einverstanden sind, läuft das dann so: Zu den Zeiten, zu denen eure kleine Mieze rausgehen möchte, bereitet ihr zwei Futterschüsseln vor. Dann geht ihr mit der Katze und den Schüsseln nach draußen. Die Schüsseln werden erst in sehr großem Abstand zueinander aufgestellt. Ihr bleibt bei der, aus der eure Kleine frisst, stehen und redet dabei mit ihr. Kommt der Kater, zeigt ihr ihm „seine“ Schüssel. Geht es gut (kann manchmal mehrere Anläufe benötigen), werden die Schüsseln nach und nach immer näher zusammengestellt, bis die beiden schließlich nebeneinander fressen. Auch wenn sie nicht die dicks­ten Freunde dadurch werden sollten, aber sie werden sich tolerieren ... Bei einer meiner früheren Freigängerkatzen hat das geklappt.
(Josephine Drazan, per E-Mail)

Leider haben Sie nicht geschrieben, ob der Nachbars­kater kastriert ist. Wenn ja, wunder mich sein Verhalten etwas, denn dann dürfte er eigentlich nicht aggressiv sein. Wenn er potent ist, ist es klar, dass die kleine Katze Angst vor ihm hat. Am sinnvollsten wäre es wahrscheinlich, wenn Sie Ihren Garten so absichern, dass der Kater nicht mehr hineinkommt, also mit einem Katzenzaun. Oder, falls das zu schwierig ist, könnten Sie überlegen, Ihrer Katze einen abgesicherten Bereich im Garten zur Verfügung zu stellen. Falls Sie sich mit den Nachbarn gut verstehen, könnten SIe sich auch auf bestimmte „Ausgeh-Zeiten“ einigen – allerdings werden sich die Tiere kaum ganz genau daran halten ...
(S. Frey, München)

Wasser schreckt nach meiner Erfahrung wirklich die meis­ten Katzen ab. Deshalb würde ich vielleicht versuchen, mich „auf die Lauer“ zu legen. Wenn Sie den Kater auf frischer Tat ertappen, wie er Ihrer Kleinen auflauert, dann spritzen sie ihn mit dem Wasserschlauch nass. Wenn ihm das ein paar Mal passiert ist, vergeht ihm hoffentlich die Lust, die kleine Katze zu erschrecken. Ansonsten könnten Sie sich erkundigen, ob der Kater kastriert ist. Falls nicht, dann reden Sie mit Ihren Nachbarn und fragen Sie, ob sie den Eingriff vornehmen lassen wollen.
______________________________________________________________
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren