Wenn Katzen fauchen | GELIEBTE KATZE Magazin

Wenn Katzen fauchen

Katzen fauchen, wenn sie Angst haben und sich in die Enge getrieben fühlen. Sie fauchen auch, wenn sie mit der Handlung eines Artgenossen nicht einverstanden sind, weil er sich z.B. ihrer Beute nähert, sich am Kratzbaum die Höhle krallen will.
 
© animals-digital.de
Das Fauchen ist angeboren.
Um diesen stimmlosen Droh- und Abwehrlaut zu erzeugen, öffnet die Katze das Maul, zieht die Oberlippe nach oben, wölbt die Zunge hoch und stößt kurz und kräftig Luft aus. Im Gegensatz zum Schnurren geschieht das Fauchen ausschließlich beim Ausatmen, weshalb erregte Katzen vorher bereits tief einatmen, sich damit quasi aufrüsten. Je schneller sie dann ausatmen, umso kräftiger, aber kürzer ist das Fauchen. Bei blitzartig explosiv ausgestoßener Luft verbindet die Katze Fauchen mit Spucken.

Fauchen ist angeboren

Schon wenige Tage alte Katzenkinder fauchen leise, wenn sie sich verunsichert fühlen. Später perfektionieren die Jungkatzen das Fauchen, indem sie es mit Körperstellung und Mimik koordinieren. Beim Fauchen vor Schreck macht eine Katze meistens einen angedeuteten Katzenbuckel, lässt aber Augen, Ohren und Schnurrhaare auf den Gegner gerichtet. Bei Abwehrfauchen gegenüber Artgenossen legt sie die Ohren zurück und stellt sich auf ihre Zehenspitzen, wobei sie gleichzeitig die Nacken-, Rücken- und Schwanzhaare sträubt. Vor einem ernsthaftem (z.B. Katerkampf) Angriff drohen Katzen nicht nur mit Fauchen, sondern verbinden es mit straff nach hinten gelegten Ohren, entblößten Zähnen, zu schmalen Schlitzen geschlossenen Augen und einem tiefen, stimmhaften Knurren, das unmittelbar vor dem Angriff in schrilles Kreischen übergeht. Alle Katzen verstehen den Sinn des Fauchens, deshalb können Sie es zur Erziehung gut nutzen. Blasen Sie Ihrer Katze, wenn Sie etwas Verbotenes tut, kurz mitten ins Gesicht. Das hätte auch ihre Mutter getan, der Verweis kommt deshalb korrekt an.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren