Streicheln Sie Ihre Katze glücklich | GELIEBTE KATZE Magazin
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Streicheln Sie Ihre Katze glücklich

Köpfchen kraulen, Nacken massieren, über den Rücken fahren, Bauch streicheln – wissen Sie, welches die liebsten Schmusezonen von Katzen sind? Eine Forscherin hat's untersucht.
 
Diese Streicheleinheit wird Ihre Katze lieben © animals digital
Katzen zeigen, wenn ihnen die Streicheleinheit gut ut
Die neuseeländische Psychologin Susan Soennichsen untersuchte, an welchen Körperstellen Katzen Liebkosungen am meisten schätzen. Dazu verordnete sie wissenschaftlich kontrollierte Streicheleinheiten für neun Hauskatzen.


Vier Körperregionen standen im Mittelpunkt des Interesses

An drei der Teststellen befinden sich auch Duftdrüsen, die von der Katze zur Markierung eingesetzt werden: der Schwanzansatz, das Gebiet um Lippen und Kinn sowie die Schläfenregion (am Kopf zwischen Auge und Ohr). Die vierte Körperstelle durften sich die Streichler im Dienste der Wissenschaft selbst aussuchen – sie durfte allerdings nicht in der Nähe der Duftdrüsen liegen. Jede Region wurde pro Schmusestunde je fünf Minuten sanft massiert. Über insgesamt zwölf Kuschelstunden – jede an einem anderen Tag – beobachteten die Wissenschaftler die Reaktionen der Katzen auf die Liebkosungen an den verschiedenen Körperregionen.


Schnurren heißt „Mach weiter!“

Treteln, Sich-am-Menschen-Reiben, das Schließen der Augen und in diesem Zusammenhang auch das Schnurren werteten die Untersucher als Zeichen dafür, dass die Katze die Zärtlichkeiten genießt. Verhalten wie Sich-Putzen, Sich-Kratzen und Gähnen verzeichneten die Forscher als neutrale Reaktion. Abwehrhandlungen wie Fauchen , Kratzen, Beißen, aber auch Schwanzschlagen und Lidflattern gingen – wer hätte das gedacht – als Protest in die Unterlagen ein.


Das Ergebnis

Am liebsten haben Katzen das Streicheln der Schläfenregion. Platz zwei der Skala der katzogenen Zonen teilen sich das Gebiet um die Lippen und die Körperstelle, an der sich keine Duftdrüsen befinden, und am wenigsten schätzten die Katzen das Kraulen um die Schwanzregion.

Text: Barbara Welsch


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