Mit den Augen blinzeln besänftigt Katzen | GELIEBTE KATZE Magazin
Beschwichtigungs-Verhalten

Mit den Augen blinzeln besänftigt Katzen

Eine Beschwichtigungsgeste, die allen Katzen gemeinsam ist, aber von anderen Tierarten (wie z.B. dem Hund) nicht korrekt verstanden wird, ist das Blinzeln.
 
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Katzen halten den Gegenüber fest im Blick

Direktes Anstarren gilt bei sehr vielen Tierarten als aggressiv, weshalb z.B. Hunde den Kopf zur Seite legen oder aneinander vorbeischauen und wir Menschen oft genug unseren Blick „senken“. Katzen tun das nicht: Sie richten Augen, Ohren und Nase aufs Gegenüber und halten dessen Blick fest. Um klarzumachen, dass sie damit keinerlei böse Absicht verbinden, blinzeln sie. Der Vorteil: Auch mit halb geschlossenen Lidern oder rhythmisch geschlossenen Augen verlieren sie den Blickkontakt nicht, sehen also, ob das Gegenüber seinerseits friedlich oder feindlich „schaut”.


Blinzeln besänftigt Katzen

Das Blinzeln lernen die Babys durch Zuschauen sehr schnell, sie trainieren es bei Konfrontationen mit den Geschwistern und perfektionieren es bei Begegnungen mit fremden Katzen. Das gegenseitige Anblinzeln besänftigt zwei Katzen, die miteinander ein zu enges Körbchen teilen, und ­verhindert einen Disput über den Besitzanspruch. Blinzeln kann auch Spannungen auflösen, die sich in einer Kolonie aufgebaut haben. Und es dient als blitzschnelle Eintrittskarte, wenn das Mitglied einer Gruppe nach kurzer Abwesenheit wieder Eingemeindung begehrt.
Auch fremden Menschen gegenüber versuchen Katzen durch Blinzeln zu signalisieren, dass sie nicht auf Streit aus sind. Bei der eigenen zweibeinigen Familie tun sie das nicht so oft. Weil sie blitzschnell durch Beobachtung gelernt haben, dass wir Menschen den offenen direkten Blickkontakt lieben und einem fordernden Augenpaar, das uns verfolgt, bis es unseren Blick eingefangen hat, nicht widerstehen können.
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Fotos: 
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