7 Zeichen dass sich die Katze wohlfühlt
Entspannte Stubentiger

7 untrügliche Zeichen, dass sich Ihre Katze wohlfühlt

Vielen Katzenhaltern fällt es gerade zu Beginn schwer, zu erkennen, ob sich die Katze fühlt. Doch keine Sorge, es gibt ein paar ganz eindeutige Hinweise, die das verraten.
 
 
Katze fühlt sich wohl udn liegt auf dem Rücken © fotolia.com / bernanam oglu
Die entspannte Rückenlage mit abgestreckten Extremitäten ist nur ein Beweis dafür, dass eine Katze sich sehr wohlfühlt.
Bei Katzen ist es ähnlich wie bei allen anderen Haustieren: Wenn man zuvor noch nie eines hatte, fällt es einem in den ersten Monaten ziemlich schwer, zu erkennen, wie sich das Haustier fühlt. Das gilt eben ganz besonders für die von vielen als geheimnisvoll angesehenen Katzen. Doch keine Sorge, es gibt ein paar deutliche Hinweise, die Ihnen, ganz besonders natürlich in Kombination, verraten, dass Ihr Stubentiger sich geradezu "pudelwohl" fühlt.

1. Sie liegt beim Schlafen wie "Pik-Sieben"

Sie kommen in den Raum und Ihre Katze liegt da, auf Couch, Fensterbank oder DVD-Regal, wie „Pik-Sieben“, wie ein „Schluck Wasser in der Kurve“, einfach so lässig-locker, dass man durch Zusehen lachen könnte . Sie liegt auf dem Rücken, hat vielleicht noch die Pfoten in alle Himmelsrichtungen von sich gestreckt? Das ist schon ein eindeutiger Hinweis, dass es dem Tier gut geht, dass es sich wohlfühlt und trotz Ihrer Anwesenheit (Katzen bekommen auch im Schlaf mit, dass Sie ins Zimmer kommen) keine unsicheren Gefühle hegt. Noch besser ist es, wenn der Mitbewohner sich dazu nicht irgendwo verkriecht, sondern so offen in der Gegend liegt, dass Sie ihn jederzeit ergreifen könnten.

Das liegt an folgendem: Würde die Katze sich in irgendeiner Weise gefährdet fühlen, würde sie sich niemals dort zur Ruhe betten, wo Feinde problemlos an sie herankämen. Ganz sicher nicht würde sie dabei ihre weiche, gefährdete Bauchseite ungeschützt präsentieren. Macht sie jedoch genau das, ist sie entspannt.

2. Sie hat ein schönes und gepflegtes Fell

Dieser Punkt ist für Sie besonders wichtig, denn er sagt nicht nur etwas über die Zufriedenheit Ihrer Katze, sondern auch deren körperliche Gesundheit aus. Schauen Sie sich Ihre Katze mal genau an: Sieht das Fell fast aus wie frisch poliert? Schimmert es so richtig, dass Lichtquellen ein wenig reflektiert werden? Ist es zudem auch noch schön dicht ohne kahle Stellen und fühlt sich beim Darüberstreichen so richtig samtig weich an?

Katze stößt mit dem Kopf
© fotolia.com / chalabala
"Bumm, ich mag dich". Der Kopfstoß der Katze gegen das menschliche Bein ist ein echter Liebes- und Wohlfühlbeweis.

Herzlichen Glückwünsch, diese Katze ist absolut stressfrei. Sie hat, nicht nur momentan, sondern seit geraumer Zeitkeine Angstsituationen erlebt, keine Kämpfe und auch sonst nichts, was in irgendeiner Weise ihr generelles Seelengleichgeweicht beeinflussen würde. Auch in Sachen Ernährung machen Sie alles richtig, sie bekommt alle essentiellen Fettsäuren mit ihrem jetzigen Diätplan geliefert, trinkt keine normale Milch trotz Laktoseintoleranz, darauf deuten der Glanz und die Weichheit der Haare hin. Haarausfall indes ist fast immer ein Zeichen von Stress, ist es hingegen matt oder sogar struppig, können auch ernstzunehmende Krankheiten die Ursache sein .

3. Sie stößt Sie fest mit dem Kopf an

Sie kommen gerade von der Arbeit nachhause, die Jacke hängt noch nicht ganz am Kleiderhaken und schon spüren Sie an der Wadengegend einen gar nicht so kleinen Stoß. Nanu, war das die Katze? Ja, das war sie. Sie sollte der Knuff, auch wenn er sich gar nicht so sanft anfühlte, dennoch zum Lächeln bringen. Denn dann freut sie sich richtig, Sie zu sehen. Der Stoß mit dem Kopf ist Teil eines ausgeklügelten, subtilen Systems der felinen Körpersprache . Je fester er ist, desto fester ist auch die Freundschaft.

Übrigens: Stupst die Katze nicht, sondern reibt sie nur den Kopf (teils auch den ganzen Körper) an Ihrem Bein, ist das eine schwächere Reaktion. Sie kennt Sie noch nicht, zeigt aber mit dieser Geste, dass sie das gerne ändern will, sie nimmt dabei Ihren Geruch an und gibt etwas von ihrem an Sie ab.

4. Sie schnurrt wie ein Motor

Das Schnurren der Katze ist wohl das selbst unter absoluten Laien am meisten bekannte Zeichen dafür, dass es einer Katze gut geht. Deshalb brauchen wir es hier auch gar nicht weiter auszuführen.
Allerdings trotzdem noch ein kleiner Hinweis: Das gilt uneingeschränkt nur, wenn die ganze Situation um sie herum gerade ruhig und entspannt ist. Geht es in Ihrer Wohnung jedoch gerade hektisch zu, sind viele unbekannte Leute anwesend, kann es auch sein, dass Ihre Samtpfote schnurrt, um sich selbst zu beruhigen. Wie Forscher auch herausfanden, gibt es sogar ein bettelndes "Bittschnurren" , das Sie daran erkennen, dass es wesentlich höher klingt.

Katze fühlt sich wohl und schnurrt
©  fotolia.com / New Africa
Augen zu, den Schnurr-Motor eingeschaltet, hier fühlt sich die Katze sichtlich wohl.

5. Sie plappert regelrecht

Von wegen stumme Katzen, die nur miauen können. Tatsächlich sieht es so aus, dass die Kuschelfreunde sogar ein ganzes Arsenal an Lauten machen können. Das reicht vom feinen Maunzen bis zu regelrechtem Gurren. Für Sie als Herrchen oder Frauchen sind die allermeisten davon abermals ein Zeichen dafür, dass es dem Tier in der aktuellen Situation gutgeht.

Zwar nicht direkt, denn die Laute bedeuten, dass das Tier Ihre Aufmerksamkeit erregen will. Aber sie signalisieren in dieser Situation, dass die Katze Sie als ihre Ansprechperson akzeptiert hat und dass sie Ihnen so sehr vertraut, dass sie mit ihrem quietschenden Maunzen sagen möchte "hey, ich habe Hunger, gib mir bitte was".

6. Sie trampelt auf Ihnen herum

Katzen sind kuriose Wesen. Wenn sie knurren, sind sie gutgelaunt und da verwundert es auch nicht, dass sie in gleicher Stimmungslage auf ihrer Bezugsperson herumtrampeln. Zumindest wirkt dieses, in der Fachsprache als "Treteln" bzw. "Milchtritt" bezeichnete Tapsen auf allen vier Pfoten auf der Stelle so.

Der Hintergrund ist der, dass sich Ihr Tier gerade, nicht nur in der Situation, sondern auch auf Ihnen so wohlfühlt, dass ihm dabei direkt wieder seine Kinderstube einfällt . Mit dem Treteln regen Katzenbabys normalerweise am Mutterbauch die Zitzen zur Milchabgabe an. Zwar weiß Ihre Katze, dass sie die jetzt nicht mehr bekommt, erst recht nicht bei Ihnen. Die Bewegung ist bei großer Zuneigung und höchstem Wohlfühlfaktor jedoch immer noch im Hinterkopf verankert. Wenn sie das macht, sollten Sie übrigens mal einen genauen Blick auf ihr Maul werfen: Sabbert sie ein wenig dabei? Dann fühlt sie sich gerade so „mamawohl“ bei Ihnen, dass sie sich sogar noch vorstellt, gerade Milch zu trinken und das lässt ihr das Wasser im Maul zusammenlaufen.

Allerdings: Wenn Ihre Katze in der Regel auch noch dazu neigt, an Dingen oder Ihren Fingern herum zu nuckeln, kann das auch ein Signal dafür sein, dass sie als Kind zu früh von ihrer Mutter getrennt wurde und nun Heimweh hat. Doch keine Panik, falls Ihre Katze aus verantwortungsvollen Händen stammt, etwa Züchtern, können Sie davon ausgehen, dass nicht zu früh getrennt wurde und Ihr Tier Sie tatsächlich bloß so liebt wie seine Mama.

Katze fühlt sihc wohl und liegt auf dem Kratzbaum
© fotolia.com / margitsusanne
Wenn die Fellnase trotz Hektik um sie herum auf ihrem Kratzbaum thront, dann ist alles in bester Ordnung.

7. Sie sitzt auf ihrem Thron und beobachtet

Dieser Punkt ist ein regelrechter Lackmustest dafür, wie gut Ihre Katze in Ihr häusliches Umfeld integriert ist. Besonders, wenn neue Dinge dazukommen und/oder es gerade chaotisch zugeht. Wäre die Katze nämlich ängstlich und unsicher, würde sie Ihr Heim nicht auch als ihr Heim akzeptieren, würde sich dann in die tiefste Ecke verkriechen und dort abwarten, bis sich alles wieder beruhigt hat.

Sitzt sie aber auf dem besten Platz in der „Arena“, auf der höchsten Stelle ihres Kratzbaumes, oben auf dem Regal und schaut sich das Spektakel an, ist sie ein zufriedenes Tier, welches einfach mit Neugierde anschaut, wie Sie gerade Einkäufe hereintragen oder ein Regal aufbauen. Der Gipfel ist dann erreicht, wenn der Stubentiger sich von seinem Thron herab mitten ins Geschehen begibt. Sie steckt die Nase in die Einkaufstüten? Spaziert durch die Kartons? Besser könnte es nicht laufen.
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