Sphynx

Im Jahre 1966 wurde im Wurf einer Hauskatze ein durch Mutation haarloses Katerchen geboren. Das Interesse von Katzenzüchtern war sofort geweckt. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Sphynx.
 
© Kirill Vorobyev / iStockphoto
Schon die Azteken sollen sich vor Hunderten von Jahren haarlose Katzen gehalten haben.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 3,5 - 7 kg; Kater: 3,5 - 7 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: alle Farben
  • Augenfarbe: alle Farben
  • Ursprungsland: Kanada

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: gering
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die Sphynx ist eine mittelgroße, muskulöse Katze. Ihre Erscheinung wirkt stämmig, aber niemals dick sondern stets elegant. Ihre Beine sind mittellang und passen proportional zum Körper, wobei die Hinterbeine länger sind als die Vorderbeine. Der Schwanz ist schlank, am Ansatz breit, und läuft spitz zu. Der Kopf wirkt rund, ist jedoch etwas länger als breit. Die Backen sind ausgeprägt, das Kinn ist stark. Die Ohren sind groß und offen. Am Ansatz sind sie breit, die Spitzen sind abgerundet. Der Ohreninnenraum ist haarlos. Die Augen sind mittelgroß und zitronenförmig, die Farbe soll die der Haut ergänzen. Obwohl die Sphynx scheinbar kein Fell hat fühlt man bei Berührungen doch einen leichten Flaum. Eine faltige Haut ist erwünscht, besonders zwischen den Ohren und um die Schultern herum. Die Sphynx gibt es in allen Farben.

Wesen und Charakter

Die Sphynx ist sehr freundlich und anhänglich. Sie liebt ihren Menschen abgöttisch und kann dabei manchmal regelrecht aufdringlich werden. Sie ist temperamentvoll und verspielt. Manchmal weiß sie dabei nicht, wo ihre Grenzen liegen, und kann sehr frech werden. Die intelligente Katze lässt sich jedoch leicht erziehen. Die Sphynx ist verschmust und gesellig und kuschelt gerne mit ihrem Menschen.

Haltung und Pflege

Aufgrund ihres spärlichen Fells muss bei der Haltung von Sphynx-Katzen auf einiges geachtet werden. Für die Freilaufhaltung sind sie nicht geeignet, da sie stets eine warme Umgebung brauchen. Im Sommer genießen es die Katzen sehr, in der Sonne zu legen, allerdings besteht hier Sonnenbrandgefahr. Genießt diese Katze ein Sonnenbad, muss sie mit geeigneter Sonnencreme geschützt werden. Da die Sphynx das ganze Jahr wegen des Mangels an Fell mehr Körperwärme verliert als „normale“ Katzen und somit mehr Energie verbraucht, muss sie verhältnismäßig mehr Futter bekommen. Die gesellige Sphynx fühlt sich in Katzengesellschaft am wohlsten, eine Mehrkatzenhaltung macht sie glücklich.

Krankheitsanfälligkeit

In der Regel ist die Sphynx, wenn auf ihre speziellen Anforderungen bei der Haltung geachtet wird, nicht anfälliger für Krankheiten als Katzen im Fellmantel. Ein gewisses Risiko stellt der recht kleine Genpool da, der oftmals zu Inzucht und damit verbundenen Mängeln führt. Verantwortungsvoll Züchter wissen das jedoch zu vermeiden. Wie alle anderen Katzen kann natürlich auch sie an regulären Krankheiten erkranken. Dazu gehören Erkrankungen der oberen Atemwege und bakterielle Infektionen in Magen und Darm. Um das Risiko einzuschränken, sollte die Orientalin gegen Krankheiten wie Katzenschnupfen und -seuche geimpft werden.

Herkunft und Geschichte

Schon die Azteken sollen sich vor Hunderten von Jahren haarlose Katzen gehalten haben. Das erste „Beweisfoto“, das die Existenz Alien-artiger Katzen ohne Fell dokumentiert, entstand allerdings erst 1902, ebenfalls in Mexiko. Die Rasse der Sphynx hat ihren Ursprung allerdings nicht südlich der USA, sondern nördlich, in Kanada. Im Jahre 1966 wurde im Wurf einer Hauskatze ein durch Mutation haarloses Katerchen geboren. Das Interesse von Katzenzüchtern war sofort geweckt. Bereits fünf Jahre später, 1971, wurde diese neue Rasse von der CFA (Cat Fanciers Association) anerkannt. Heut erfreut sich die nackte Sphynx wachsender Beliebtheit, obwohl sie immer noch sehr selten ist.

Hätten Sie's gewusst?

Obwohl Liebhaber der Sphynx auf ihre gesunden, glücklichen Tiere schwören, gelten sie bei Tierschützern als Qualzucht. Nicht nur das spärliche Fell, das den von Katzen heißgeliebten Aufenthalt an der Frischluft meist nicht zulässt, sondern vor allem auch das häufige Fehlen der Schnurrhaare schränken diese Tiere stark ein. In § 11 b des deutschen Tierschutzgesetzes sind Qualzuchten wie die Sphynx verboten, daher darf diese Katze in Deutschland nicht gezüchtet werden.
 

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