Somali

Die Somali ist eine relativ junge Rasse mit sehr alten Wurzeln, herausgezüchtet aus einigen jener Abessinier, die in den 1950er Jahren aus England in die USA geschickt wurden. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Somali.
 
© Schanz
"Zarpa’s Liberty Valance" wurde als Haustier des Androiden Data in der Serie "Star Treck: The Next Generation" weltberühmt!

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze 3 - 3,5 kg; Kater 4 - 5 kg
  • Felllänge: Halblanghaar
  • Fellfarben: wildfarben, blau, sorrel, beige-fawn, jeweils auch mit Silber
  • Augenfarbe: bernstein, grün oder gelb
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: hoch
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: hoch

Aussehen

Die standardgerechte Somali entspricht insgesamt ihren „Urahnen“, den Abessiniern, kann aber manchmal etwas größer und schwerer werden: Mittelgroß, mittellang, fest, geschmeidig und muskulös mit sehnigen, elegant-langen Beinen in Proportion zum Körper. Der keilförmige Kopf ist breit an der Stirn und weich in den Konturen; die mittellange Nase zeigt im Profil eine sanfte Kurve; die Ohren sind breit am Ansatz und verhältnismäßig groß; die Augen groß und mandelförmig; der Schwanz ziemlich lang und gut behaart; das mittellange Fell ist besonders fein, dicht und weich im Griff, darf an den Schultern kürzer sein. Eine schöne Halskrause und Höschen werden bevorzugt – die im Fellaufbau befindliche Jungtiere noch nicht haben und bei den Erwachsenen meist erst mit dem Winterfell ihre volle Pracht erlangen. Das rassetypische Ticking erlaubt bei der Felllänge der Somali bis zu sieben Haarbänder und kann bis zur vollen Ausfärbung etwa zwei Jahre brauchen. Details zum Ticking und den farblichen Besonderheiten siehe Abessinier – mit welchen sie außerdem hin und wieder gekreuzt werden.

Wesen und Charakter

Somalis sind wie ihre Vorfahren ausgesprochen heitere, liebevolle, anhängliche und ungemein intelligente Katzen, die man nicht alleine halten sollte, weil sie dann leicht verkümmern. Eine kleine Gruppe oder zumindest ein adäquat fideler Partner sind ideal, ein netter Hund dazu oder Kinder kein Hindernis - und ein möglichst großer Kratzbaum als Tribut an ihre Spiel- und Kletterfreude.

Haltung und Pflege

Die Pflege ist relativ einfach, darf aber nicht vernachlässigt werden, d. h. je nach Alter und Fellbeschaffenheit reicht einmal wöchentliches Kämmen, zur Zeit des Fellwechsel häufiger. Die ausgewogene, hochwertige Ernährung sollte dem individuellen Bewegungsdrang entgegenkommen und auf das Alter abgestimmt sein, damit die Katze bis in die reifen Jahre agil und beschwerdefrei bleibt.

Krankheitsanfälligkeiten

Somalis sind vitale Katzen, die bei entsprechender Haltung gesundheitlich sozusagen nichts so leicht aus den Pfötchen kippen lässt und die den Tierarzt überwiegend nur beim Impfen sehen. Hinsichtlich Erbkrankheiten können sie aber genauso belastet sein wie die Abessinier (siehe diese).

Herkunft und Geschichte

Die Somali ist eine relativ junge Rasse mit sehr alten Wurzeln, herausgezüchtet aus einigen jener Abessinier, die in den 1950er Jahren aus England in die USA geschickt wurden und unter ihrem kurzen Haarkleid das Gen für Langhaar im Erbgut trugen - weil sowohl zu Beginn der Katzenzucht schlechthin als auch nach den Kriegswirren notgedrungen auch Langhaariges zum Wiederaufbau herangezogen werden musste. Während die Engländer die flusigen „Kuckuckskinder“ in den Abessinier-Würfen lange negierten, fand 1965 die US-Züchterin Evelyn Mague (Lynn-Lee’s) das Kitten mit dem flaumigen Pelzchen inmitten seiner kurzhaarigen Geschwister so hinreißend, dass sie beschloss, mithilfe interessierter Züchterkollegen eine neue Rasse zu kreieren: Die Somali.
Die „Füchslein“ machten schnell Furore und in der Showsaison 1977/78 begeisterten satte 125 Somalis das amerikanische Publikum. Ein Jahr danach holte ein deutscher Züchter die ersten Somalis wieder zurück nach Europa, weitere 30 folgten und sorgten in mehreren Ländern für eine erste Zuchtbasis. Seit 1982 in der FIFe anerkannt, werden sie heute weltweit gezüchtet. Trotz ihrer unvergleichlichen Attraktivität, die ihnen auch auf Shows höchste Ehren einbringt, kamen sie an die Beliebtheit ihrer Vorfahren, der Abessinier, aber nie heran.

Hätten Sie’s gewusst?

Bei vielen Rassen ranken sich allerlei blumige Legenden um ihre Entstehung, die Somali-Story ist da vergleichsweise nüchtern. Dafür kann die „American Pet Fox“ nebst unzähliger heiterer Geschichten über ihre einzigartige Persönlichkeit mit Hollywood aufwarten: „Zarpa’s Liberty Valance“ wurde als Haustier des Androiden Data in der Serie „Star Treck: The Next Generation“ weltberühmt!
 

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