Snowshoe

Wie bei vielen anderen Rassenentstehungsgeschichten stand auch am Anfang der Snowshoe eine Fügung des Zufalls – und natürlich auch ein Quäntchen Glück. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Snowshoe.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Ein Wurf von Snowshoe-Kitten ist immer ein Überraschungspaket.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 2,5 - 4,5 kg; Kater: bis 5 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: alle Siam-Farben
  • Augenfarbe: Blau
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: hoch
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: hoch

Aussehen

Die Snowshoe ist eine mittelgroße, massive Katze mit dem schlanken, aber dennoch kräftigen Körper ihrer Siamesen-Ahnen. Die geschmeidigen Muskeln sind sehr gut ausgeprägt, der Rücken ist leicht gekrümmt. Der Kopf der Snowshoe sitzt keilförmig auf dem Körper, ihre Ohren sind groß und spitz, die großen, mandelförmigen Augen ziert ein kräftiges Blau. Im Gesicht trägt sie ein weißes umgekehrt V-förmiges Abzeichen. Mit einem zum Ende hin verjüngten Schwanz unterstreicht die Snowshoe ihren eleganten und geschmeidigen Auftritt. Der Schwanz ist am Ansatz dick ausgebildet. Die Snowshoe steht auf langen und geraden Beinen. Die typischen „Schneeschuhe“ an den Pfoten sind an den Vorderbeinen kürzer als an den Hinterbeinen. Die Snowshoe trägt die Fellfarbe der Siamesen mit weißen Abzeichen im Gesicht, auf der Brust sowie an den Füßen und an einigen Stellen der Beine. Bevorzugte Farben sind Seal und Blue. Die Snowshoe ist eine Kurzhaar-Point-Katze mit Weißscheckung, deren Fell dicht und eng am Körper anliegt.

Wesen und Charakter

Die Snowshoe vereint mehrere Seelen hinter ihrem weißen Brustlatz: Zum einen ist sie eine sensible Katze, die viel Ruhe benötig, zum anderen ist sie sehr lebhaft und gesellig und verträgt das Alleinsein nur sehr schwer. Sie gilt als vorwitzig, neugierig und intelligent. Wie fast alle Katzen hat auch die Snowshoe ihren eigenen Kopf. Dem Siam-Erbe entsprechend sind Snowshoes außerdem redselig und plappern gerne.

Haltung und Pflege

Mit ihrem angenehmen und ausgeglichenen Wesen eignet sich die Snowshoe sehr gut als Wohnungskatze. Ein lautes Umfeld verträgt diese sensible Katze gar nicht. Da sie jedoch sehr gesellig ist, sollten ihre zweibeinigen Mitbewohner viel Zeit für die menschenbezogene Rasse einplanen und ihre Bewegungsfreude durch ein reichliches Angebot von Spiel- und Klettermöglichkeiten unterstützen. Das Fell der Snowshoe ist pflegeleicht, sollte aber dennoch mehrmals wöchentlich gebürstet werden.

Krankheitsanfälligkeit

Erbkrankheiten wie bei der Siamkatze sind bei der Snowshoe nicht bekannt. Da die Rasse noch relativ jung und sehr selten ist, konnten mit ihr nur kleinere Untersuchungen durchgeführt werden. Die Züchter berichteten hier nur von den typischen Katzenkrankheiten und nicht von rassetypischen Erkrankungen.

Herkunft und Geschichte

Wie bei vielen anderen Rassenentstehungsgeschichten stand auch am Anfang der Snowshoe eine Fügung des Zufalls – und natürlich auch ein Quäntchen Glück. Denn als Ende der 1960er-Jahre eine Katzenzüchterin der amerikanischen Stadt Philadelphia im Wurf einer Siam-Katze Kitten mit „Schneeschuhen“ an den Füßen erhielt, wurde dieses Ereignis anfangs als unerwünschter und unliebsamer Fehlgriff der Natur betrachtet. Die weißen Söckchen an den Beinen standen schließlich völlig im Gegensatz zu den bei der Siam geforderten dunkel gezeichneten Beinen. Doch aus der Not wurde schnell eine Tugend und durch gezieltes Einkreuzen von Kurzhaarrassen (in den USA der American Shorthair) in den Siam-Stamm eine neue Rasse kreiert, die vor allem ihrer markanten weißen Pfoten und der charakteristischen Gesichtsmaske wegen auffiel und schnell, wenn auch erst nur innerhalb der USA, heiß begehrt wurde. In Deutschland ist die kurzhaarige Katzenrasse immer noch ziemlich selten.

Hätten Sie's gewusst?

Ein Wurf von Snowshoe-Kitten ist immer ein Überraschungspaket. Die jungen Kätzchen nämlich werden weiß geboren und entwickeln die verschiedenen Ausfärbungen erst im Lauf ihrer weiteren Entwicklung – gut Ding muss eben auch hier Weile haben. Nach etwa zehn Tagen kann man die Färbungen der Kätzchen erkennen.
 

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