Singapura

In Malaysia wird sie auch "Kucinta" genannt, was übersetzt "Liebeskatze" bedeutet. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Singapura.
 
© Iris Laufs
Die Singapura ist eine Rekordhalterin: Sie ist nicht nur sehr klein, sie ist sogar die kleinste Rassekatze weltweit.

Steckbrief

  • Größe: klein
  • Gewicht: Katze: 2 kg; Kater: 2,5 - 3 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: Sepia Agouti
  • Augenfarbe: Grün, Braun, Gelb
  • Ursprungsland: Singapur/USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die Singapura ist eine Exotin mit guter Figur. Trotz ihrer kleinen, zierlichen Statur sind die Singapuras eher stämmige, kräftige und kompakte Erscheinungen. In ihrer Kleinheit sind sie alle gut proportioniert. Die Augen, groß und leicht schräggestellt, unterstreichen den orientalischen Touch. Ihre Farbe ist Grün, Goldgelb oder Haselnussbraun mit dunkler Umrandung. Die Ohren stehen groß am runden Kopf ab. Die Singapura steht auf kurzen, mittellangen, stämmigen und muskulösen Beinen, die in ovalen Pfoten enden. Der Schwanz sollte lang und stumpf zugespitzt sein und ein dunkles Ende aufweisen. Das Fell der Singapura ist kurzhaarig, fein, eng anliegend und strahlt in seidigem Glanz. Die einzige Farbe, in der die Singapura anerkannt ist, ist Sepia Agouti, also ein braunes Ticking auf elfenbeinfarbenem Grund.

Wesen und Charakter

Singapuras gelten als gesellige und aktive Katzen, ebenso verspielt wie intelligent, ebenso furchtlos wie freundlich. Sie sind anhänglich und treu. Die Singapura liebt ausgedehnte Schmusestunden ebenso wie wildes Herumtollen. Ihren Menschen schließt sie schnell ins Herz, und dort bleibt er dann auch für den Rest ihres Lebens. Bisweilen kann die Singapura ein wenig eigensinnig sein, was man ihr aber schnell verzeiht, da sie es meisterhaft versteht, ihren Halter um die Pfote zu wickeln.

Haltung und Pflege

Die Singapura verträgt sich mit allen gut, egal ob Katzen, Hunde oder Kindern. Dadurch ist sie eine tolle Familienkatze. Trotz ihrer Lebhaftigkeit kommt diese Rasse gut mit einer Wohnungshaltung zurecht, wenn sie viel Platz und Klettermöglichkeiten bekommt. Die Gesellschaft von Menschen und Katzen braucht die Singapura wie die Luft zum Atmen. Gerade für Berufstätige ist daher eine Mehrkatzenhaltung unbedingt zu empfehlen. Das Fell der Singapura ist sehr pflegeleicht. Alte Haare sollten gelegentlich mit einem weichen Tuch oder einer Bürste entfernt werden.

Krankheitsanfälligkeit

Leider haben Singapura aufgrund des relativ hohen Inzuchtfaktors oftmals ein schwaches Immunsystem. Besonders Jungtiere sind relativ krankheitsanfällig. Daher sollte das Immunsystem erst langsam aufgebaut werden, bevor sie geimpft werden.
Natürlich kann diese Katze, wie jede andere Rasse auch, an Infektionskrankheiten erkranken. Damit sie gesund bleibt, muss sie jedes Jahr gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft werden. Wenn die Singapura Freilauf hat, braucht sie auch einen Impfschutz gegen Tollwut und Leukose.

Herkunft und Geschichte

Der Ursprung dieser Rasse ist bis heute umstritten. Im Jahr 1974 sollen Tommy und Hal Meadow eine Katze in die USA importiert haben, die in ihrem Heimatland Singapur in Abflussrohren (Drains) zu Hause war. Die gezielte Zucht der früher unter dem Spitznamen „Drain Cat“ bekannten und als Nationalkatze Singapurs bewunderten Rasse konnte ihren Anfang nehmen. Ob die 1975 erstmals auf Ausstellungen gezeigte und 1982 vom amerikanischen Zuchtverband CFA anerkannte Singapura nun tatsächlich aus südostasiatischen Straßenkatzen entstand oder ob sie, was sehr viel wahrscheinlicher ist, aus Kreuzungen zwischen Burma und Abessinier resultierte, darüber herrscht nach wie vor Unklarheit. Tommy und Hal Meadow, die diese Frage hätten klären können, hüllten sich lange in Schweigen und verstrickten sich dann in immer wieder neue Widersprüche. So entstand ein Mythos um die Rasse. Nach Europa, genauer gesagt nach Großbritannien, kam das erste trächtige Muttertier 1988, eine schweizerische Katzenzüchterin konnte sich 1989 über den ersten Nachwuchs freuen. Bis heute ist die Anzahl ihrer Züchter im deutschsprachigen Raum noch relativ gering.

Hätten Sie's gewusst?

Die Singapura ist eine Rekordhalterin: Sie ist nicht nur sehr klein, sie ist sogar die kleinste Rassekatze weltweit. Übrigens: In Malaysia wird sie auch „Kucinta“ genannt, was übersetzt „Liebeskatze“ bedeutet.
 

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