RagaMuffin

Die Ursprungskatze der RagaMuffin, die Ragdoll, entstand Anfang der 1960er-Jahre in Kaliforniern. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse RagaMuffin.
 
Ragamuffin © Thomas Brodmann / animals-digital.de
"RagaMuffin" ist eigentlich der Name für ein Straßenkind ("ein Kind in Lumpen").

Steckbrief

  • Größe: groß
  • Gewicht: Katze: 5 - 6 kg; Kater: max. 10 kg
  • Felllänge: Halblanghaar
  • Fellfarben: alle Farben
  • Augenfarbe: alle Farben
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: gering
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die RagaMuffin ist eine große, muskulöse Katze. Kater sollen deutlich größer sein als weibliche Tiere. Der Körper ist rechteckig mit breiter Brust und breiten Schultern. Die Beine der RagaMuffin sind mittellang mit im Vergleich zu den Vorderbeinen etwas längeren Hinterbeinen. Große, runde Pfoten müssen das Gewicht tragen können. Ein Fettpolster im Bauchbereich ist erwünscht. Der Körper ist muskulös, die Wirbelsäule und die Rippen sollten nicht sichtbar sein. Der Schwanz ist lang und buschig. Der Kopf ist groß, trägt eine runde Schnauze und ein gerundetes Kinn. Die Augen sind entscheidend für den lieben Gesichtsausdruck, die die RagaMuffin auszeichnet. Sie sind groß und ausdrucksvoll, und auch hier gilt: je mehr Farbe, desto besser. Eine intensive Färbung der Augen ist erwünscht, eine leichte Schrägstellung erlaubt. Der charakteristische, „süße“ Ausdruck der RagaMuffin wird auch durch volle und gerundete Schnurrhaarkissen unterstrichen. Das Fell ist halblang und pflegeleicht. Besonders auffällig ist die Farbenvielfalt der RagaMuffin. Alle Farben (zum Beispiel Mink, Sepia, Smoke, Tabby, Calico) und Muster (Flecken, Punkte) sind erlaubt.

Wesen und Charakter

RagaMuffins sind sehr anhänglich und suchen stets die Aufmerksamkeit „ihres“ Menschen. Nicht selten folgen sie diesem auf Schritt und Tritt und lassen ihn nicht aus dem Sichtfeld ihrer großen, ausdrucksstarken Augen entweichen. Ihr ruhiges, ausgeglichenes und äußerst freundliches Wesen ist gepaart mit einem kindlichen Spielvergnügen und einer Verschmustheit, die das niedliche optische Erscheinungsbild perfekt ergänzt. Wie die Ragdolls sind auch die RagaMuffins äußerst intelligente und gelehrige Tiere, denen sogar nachgesagt wird, menschliche Kommandos, die ihnen einmal beigebracht worden sind, brav zu befolgen.

Haltung und Pflege

Die ruhige RagaMuffin eignet sich gut zur Wohnungshaltung. Einen großen Kratzbaum zum Klettern und Spielen brauchen sie jedoch schon. Auch ein gesicherter Balkon wird sehr gerne angenommen. RagaMuffins schätzen Katzengesellschaft sehr. Am wohlsten fühlen sie sich in einer kleinen Gruppe, zwei Katzen sollten es mindestens sein. Das halblange Haar ist pflegeleicht und beinahe unverfilzbar. Regelmäßiges Bürsten genießt diese Katze jedoch sehr.

Krankheitsanfälligkeit

Die RagaMuffin ist eine sehr robuste Katze, die selten krank wird. Durch die enge Verwandtschaft mit der Ragdoll besteht auch bei dieser Katze ein gewisses Risiko der Erkrankung an HCM (hypertropher Kardiomyopathie). Bei dieser Krankheit kommt es zu einer Verdickung des Herzmuskels und einer Vergrößerung der linken Herzkammer. Die Krankheit ist erblich und verläuft immer tödlich. Es gibt einen Gentest, der darüber Auskunft gibt, ob ein Tier die Veranlagung hat, an HCM zu erkranken.

Herkunft und Geschichte

Die Ursprungskatze der RagaMuffin, die Ragdoll, entstand Anfang der 1960er-Jahre in Kaliforniern. Um ihre Entstehungsgeschichte ranken sich wohl ebenso viele Mythen wie um den Namen Ann Baker, eine in Züchterkreisen nicht unumstrittene Persönlichkeit, die eng mit der Geschichte der Ragdoll verknüpft ist. Sie gründete 1971 „The International Ragdoll Cat Association“ (IRAC) und ließ den Namen Ragdoll 1985 erstmals patentieren. 1994 spaltete sich von ihrer Vereinigung eine kleine Gruppe ab, die ihre Tiere in allen nur erdenklichen Farben züchtete und unter anderem auch deshalb in der zweiten großen Ragdoll-Vereinigung Amerikas, dem 1975 unter dem Namen „Ragdoll Society“ gegründeten heutigen „Ragdoll Fanciers Club International“ (RFCI), nicht akzeptiert werden konnte. Da diese kleine Gruppe von Züchtern ihre Tiere wegen des von Ann Baker verhängten Namensschutzes von da an nicht mehr Ragdolls nennen durften, benannten sie ihre Tiere kurzerhand um, aus der Ragdoll wurde die RagaMuffin. Seitdem wird die RagaMuffin nicht nur in Amerika als eigene Rasse gezüchtet, auch Europa hat sie bereits erobert. Dennoch ist sie hierzulande noch sehr selten.  

Hätten Sie's gewusst?

„RagaMuffin“ ist eigentlich der Name für ein Straßenkind („ein Kind in Lumpen“). Ursprünglich boshafter gedacht, weil manche Züchter die neu entstehende Rasse verächtlich als „Staßenkatzen“ bezeichneten, zeigten die Begründer der Rasse ihren eigenen Humor und übernahmen den Namen offiziell.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren