LaPerm

Es begann im Jahre 1982, im amerikanischen The Dalles, Oregon. Unter dem sechsköpfigen Wurf einer normalen Hauskatze befand sich ein Kitten, das selbst nach acht Wochen noch völlig nackt war, dann aber ein sehr weiches, lockiges Fell entwickelte. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse LaPerm.
 
© Linn Currie / Fotolia
Bei der LaPerm unterscheidet man nicht nur in Kurzhaar und Langhaar, sondern auch in die Haararten BC, BS und BB.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 2,5 - 4 kg; Kater: 3 - 5 kg
  • Felllänge: Kurz-/Langhaar
  • Fellfarben: alle Farben
  • Augenfarbe: alle Farben
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die LaPerm ist eine mittelgroße, muskulöse Katze. Sie steht auf mittellangen Beinen, wobei die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine sein können. Sie hat runde Pfoten und einen buschigen Schwanz, der proportional zum Körper passt. Der Kopf ist keilförmig mit ausgeprägten runden Schnurrhaarkissen. Die Augen sind mittelgroß und ausdrucksstark. Sie sind mandelförmig und können alle Farben aufweisen. Die Ohren der LaPerm sind relativ groß und dürfen wie bei einem Luchs behaart sein. Das Kinn ist stark und fest, die Nase breit und gerade. Die LaPerm gibt es in der Kurzhaar- und in der Langhaarvariante. Das Fell ist gelockt oder gewellt, wobei Locken den Wellen vorgezogen werden. Es ist locker, leicht, weich und seidig und steht vom Körper ab. Alle Farben sind erlaubt.

Wesen und Charakter

Die LaPerm ist freundlich, gesellig, verschmust und verspielt. Sie ist sehr menschenbezogen und sucht sich ihren Menschen innerhalb einer Familie selbst aus. Diesem folgt sie dann auf Schritt und Tritt. Anders als die meisten Katzen zeigt sie kaum Interesse für Artgenossen, auch wenn sie diese meist problemlos akzeptiert. Gemeinsame Schmusestunden genießt die LaPerm sehr, aber auch das Spielen darf nicht zu kurz kommen. Besonders Jungtiere klettern, toben und spielen gerne.

Haltung und Pflege

Aufgrund ihres ruhigen und menschenbezogenen Wesens ist diese Katze gut für die Wohnungshaltung geeignet, zumindest ein gesicherter Balkon sollte ihr aber schon zur Verfügung stehen. Da diese gesellige Katze ungern alleine bleibt, ist sie nicht für Menschen geeignet, die wenig zu Hause sind. Auch eine Zweitkatze kann ihr die Bezugsperson oftmals nicht ausreichend ersetzen. Das Fell der LaPerm, auch das der Langhaarvariante, ist sehr pflegeleicht. Es neigt kaum zu Verfilzung und haart nicht. Gelegentliches Bürsten ist dennoch empfehlenswert und wird von der verschmusten LaPerm sehr genossen.

Krankheitsanfälligkeit

Da die LaPerm unmittelbar von der Hauskatze abstammt und eine noch recht junge Rasse ist, ist sie nicht anfälliger für bestimmte Krankheiten als die Hauskatze. Wie diese kann natürlich auch sie an regulären Krankheiten erkranken. Dazu gehören Erkrankungen der oberen Atemwege und bakterielle Infektionen in Magen und Darm. Um das Risiko einzuschränken, sollte die LaPerm gegen Krankheiten wie Katzenschnupfen und -seuche geimpft werden. Bekommt die Katze Freilauf, besteht ein erhöhtes Risiko von Parasitenbefall. Hier gibt es jedoch spezielle Mittel (der Tierarzt weiß Rat). Wenn die LaPerm Freilauf hat, muss sie auch gegen Tollwut und Leukose geimpft werden.

Herkunft und Geschichte

Es begann im Jahre 1982, im amerikanischen The Dalles, Oregon. Unter dem sechsköpfigen Wurf einer normalen Hauskatze befand sich ein Kitten, das selbst nach acht Wochen noch völlig nackt war, dann aber ein sehr weiches, lockiges Fell entwickelte. Linda Koehl war sehr angetan von ihrem kleinen Sonderling, den sie auf den Namen „Curly“ taufte. Nicht nur das Erscheinungsbild dieser Katze war ungewöhnlich, sie unterschied sich auch im Wesen von ihren Geschwistern. Während diese – typisch kätzisch – unabhängig waren und die Freiheit liebten, genoss Curly gerade die Gesellschaft von Menschen sehr. Anfangs war Linda Koehl noch nicht an einer gezielten Zucht interessiert. Curly vermehrte sich wie die anderen Farmkatzen auf natürliche Weise. Fast alle ihre Kitten waren wie sie erst kahl und bekamen dann ein lockiges Fell. Schließlich holte Linda Curly und ihre Nachkommen doch ins Haus und begann, mit ihnen und ausgewählten Hauskatzen gezielt zu züchten. 1992 stellte Linda ihre Katzen unter dem Namen LaPerm das erste Mal auf einer Ausstellung vor und baute ihre Zucht dann mithilfe der Zuchtrichterin Kim Everett weiter aus. 2004 wurde die LaPerm von der TICA offiziell anerkannt.

Hätten Sie's gewusst?

Bei der LaPerm unterscheidet man nicht nur in Kurzhaar und Langhaar, sondern auch in die Haararten BC, BS und BB. BC ist die Abkürzung für „born curled“, also „mit Locken geboren“. Diese Haarart ist am meisten erwünscht. BS steht für „born straigt“ und ist die Bezeichnung für Kätzchen, die mit einem glatten Fell zu Welt kommen, und BB bedeutet „born bald“ und bezeichnet die Katzenbabys, die wie Curly erst nach etwa acht Wochen ihr Fell entwickeln.
 

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