Kanaani | GELIEBTE KATZE Magazin

Kanaani

Die bewegungsfreudige Kanaani braucht unbedingt viel Platz zum Klettern und Toben. In einer zu kleinen Wohnung fühlt sie sich deshalb nicht wohl. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Kanaani.
 
Kanaani © animals-digital.de
Ausgangsort der noch sehr jungen Rassegeschichte der Kanaani ist Jerusalem.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß bis groß
  • Gewicht: Katze: 3 - 4 kg; Kater: max. 5 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: Beige bis Zimtfarben mit Tupfen
  • Augenfarbe: Grün
  • Ursprungsland: Israel

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: hoch
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die Kanaani ist groß, lang gestreckt und schlank. Mit langem Hals, langem Schwanz, hohen und gut bemuskelten Beinen ist sie ideal zum Klettern und Springen ausgerüstet. Sie trägt große, spitze Ohren, die ebenso weit auseinander stehen wie die Augen. Diese sind groß und mandelförmig, aber nicht orientalisch und leuchten in Apfel- oder Stachelbeergrün. Die Kanaani trägt kurzes anliegendes Haar, das von der Struktur her eher der, auf jeden Fall aber nicht so weich wie das von Siamkatzen ist. Auf beige- bis zimtfarbenem Untergrund trägt sie Tupfen in Seal, Chocolate oder Cinnamon, die durch das Ticking weicher gezeichnet sein können. Der Schwanz trägt eine schwarze Spitze und mindestens drei schwarze Ringe. Fußballen und Sohlenstreifen sind bevorzugt ebenfalls schwarz. Die Tupfen liegen in waagerechter oder diagonaler Reihung, die Beine sind getupft oder geringt. Am Hals zeigen sich zwei bis drei, teilweise geschlossene Halsringe. Der Aalstrich am Rücken ist in Tupfen aufgelöst. Der Bauch ist immer weiß bis hellbeige und getupft, das Kinn hellbeige.

Wesen und Charakter

Kanaanis sind sehr menschenbezogen, anhänglich, verschmust und verspielt, zudem gelehrig und klug. Die temperamentvolle, aktive Rasse ist sehr sprunggewaltig und klettert äußerst gerne – im Zimmer eben auf Möbel, Kratzbäume und was sich sonst noch dafür eignet. Die sportliche Katze ist sehr menschenfreundlich und anhänglich.

Haltung und Pflege

Die bewegungsfreudige Kanaani braucht unbedingt viel Platz zum Klettern und Toben. In einer zu kleinen Wohnung fühlt sie sich deshalb nicht wohl. Die Kanaani ist zwar freundlich und verschmust, kann aber auch ein richtiger kleiner Wildfang sein und ist deshalb nicht für Familien mit Kleinkindern geeignet. Diese Katze ist nicht gerne alleine, eine Mehrkatzenhaltung ist sehr zu empfehlen. Das kurze Fell der Kanaani ist pflegeleicht. Dennoch müssen alte Haare regelmäßig ausgebürstet werden.

Krankheitsanfälligkeiten

Da die Kanaani eine sehr junge Rasse ist, in die noch immer Katzen anderer Rassen eingekreuzt werden, kann man bei dieser Katze noch keine Erbkrankheiten feststellen. Natürlich kann diese Katze wie jede andere Rasse auch, an Infektionskrankheiten erkranken. Damit die Katze gesund bleibt muss sie jedes Jahr gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft werden. Wenn die Kanaani Freilauf hat muss sie auch gegen Tollwut und Leukose geimpft werden.

Herkunft und Geschichte

Ausgangsort der noch sehr jungen Rassegeschichte der Kanaani ist Jerusalem. Was auch ihren Namen erklärt, denn schließlich handelt es sich bei Kanaan um den biblischen Namen für Palästina. In der Nähe der menschlichen Siedlungen kommt es häufiger vor, dass natürlicherweise das passiert, was Artenschutzgesetze streng verbieten: dass sich reinrassige Wildkatzen mit streunenden Hauskatzen vermischen. Doch die Natur hält sich eben selten an Vorgaben, und so geschah es, dass 1990 einer in Israel lebenden, deutschen Bildhauerin bei einem Spaziergang ein solcher auf natürliche Weise entstandener Hybrid über den Weg lief. Doris Pollatschek, so hieß die Tierliebhaberin, rettete den verletzten Mischling – und war fasziniert von seinem Aussehen. Bis heute weiß man jedoch nicht, welche Hauskatzenrasse an Simmys Entstehung beteiligt war. Nach ersten Zuchtschwierigkeiten mit zu wilden Nachkommen und weiteren Einkreuzungen verschiedener Hauskatzenrassen war der Grundstein für die Entstehung einer wundervollen Rasse gelegt. 1998 kam Doris Pollatschek mit ihren Katzen zurück nach Deutschland, wo sie den Aufbau ihrer Zucht weiter förderte und engagierte Anhänger gewann, die sich nach ihrem Tod um Fortbestand und Ausbau der Zucht kümmerten.

Hätten Sie's gewusst?

Wer den wilden Kanaani-Urahn, die Oman-Falbkatze, in natura sehen möchte, sollte den Zoo Wuppertal, Tierpark Chemnitz, Tierpark Berlin oder Zoo Leipzig besuchen, wo die Arabische Wildkatze gehalten wird. Wer sich dann vom geschmeidigen Gang und dem Blick in die grünen Augen am liebsten gar nicht mehr losreißen möchte, dem kann geholfen werden: Eine Kanaani im eigenen Wohnzimmer.
 

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