German Rex | GELIEBTE KATZE Magazin

German Rex

Die German Rex ist keine Einzelgängerin. Egal wie viel Zeit ihr Mensch für sie hat, eine Artgenossin ist nicht zu ersetzen. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse German Rex.
 
© R. Richter
Schon lange vor „Lämmchen“ gab es Katzen, die wie eine German Rex aussahen.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 3 - 4 kg; Kater: 4 - 5 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: alle Farben
  • Augenfarbe: alle Farben
  • Ursprungsland: Deutschland

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Der Körper der German Rex ist mittelgroß und mittellang, kräftig und muskulös, aber nicht massiv oder gar plump. Der Kopf ist rund, die Ohren haben einen breiten Ansatz und sind an den Spitzen leicht abgerundet. Die Beine sind verhältnismäßig fein und von mittlerer Länge, die Füße gut ausgeprägt. Der mittellange Schwanz läuft gegen Ende hin zu einer leicht gerundeten Spitze zu. In ihrem Persianer-Look ist die German Rex eine sehr auffällige Erscheinung. Das Fell ist zart, weich und samtig sowie regelmäßig gewellt, die Schnurrhaare sind gekrümmt. Die Lockenentwicklung ist oft erst mit zwei Jahren voll abgeschlossen. Erlaubt sind alle Fellfarben.

Wesen und Charakter

Als intelligent und etwas eigensinnig werden sie beschrieben, als pflegeleicht und ruhig gelobt. Die German Rex ist eine sehr gesellige Katze. Sie ist offen und menschenfreundlich, kann aber auch sensibel und empfindsam sein. Wenn sie sich mit ihrem Menschen angefreundet hat kann sie sehr anhänglich sein. Spielen, Toben und Klettern liebt diese Katze sehr, dennoch ist sie eine eher ruhige Katze und schmust gerne.

Haltung und Pflege

Die German Rex ist keine Einzelgängerin. Egal wie viel Zeit ihr Mensch für sie hat, eine Artgenossin ist nicht zu ersetzen. Daher wäre eine Mehrkatzenhaltung zum empfehlen. Obwohl diese Rasse gut für die Wohnungshaltung geeignet ist, würde sie sich auch über einen Balkon oder ein Freigehege sehr freuen. Das lockige Fell der German Rex haart kaum und ist somit relativ pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten genießt die Katze jedoch sehr.

Krankheitsanfälligkeiten

Es sind noch keine rassespezifischen Krankheiten der German Rex bekannt. Natürlich kann diese Katze, wie jede andere Rasse auch, an Infektionskrankheiten erkranken. Damit die Katze gesund bleibt muss sie jedes Jahr gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft werden. Wenn die German Rex Freilauf genießen darf oder sich im Garten aufhält, muss sie auch gegen Tollwut und Leukose geimpft werden.

Herkunft und Geschichte

Als Dr. Rose Scheuer-Karpin, German-Rex-Züchterin der ersten Stunde, im Holland-Krankenhausgarten von Berlin-Buch auf das schwarz gelockte „Lämmchen“ aufmerksam wurde, wusste sie noch nicht, dass das Ende der 1940er-Jahre geborene Kätzchen die Urmutter einer neuen Rasse mit deutschem Ursprung und lockigem Fell werden sollte. Bald jedoch wuchs in der Ärztin der Wunsch, eine gezielte Zucht der gelockten Schönheit aufzubauen – und mehr über die Vererbung des Locken-Gens zu erfahren. Der schwarze Hauskater Blacki I., Lämmchens ständiger Begleiter, sollte Partner für das große Vorhaben werden. Doch da es sich bei der Vererbung des Locken-Gens um eine rezessive Vererbung handelt, waren alle Nachkommen der beiden glatthaarig. Nach Blackis Tod kam 1957 die große Stunde: Die Verpaarung der ersten deutschen Zucht-Rex-Katze „Lämmchen“ mit ihrem Sohn „Fridolin“ brachte vier schwarze Junge auf die Welt: zwei gelockte Kater und zwei normalhaarige Kätzchen. Der Beweis für eine rezessive Vererbung war erbracht!

Hätten Sie's gewusst?

Schon lange vor „Lämmchen“ gab es Katzen, die wie eine German Rex aussahen. Die weltweit erste von der Weltöffentlichkeit beachtete und mit Fotos dokumentierte Katze im Rex-Katzen-Look, der blaugraue Kater „Munk“, lebte bis 1945 in Königsberg/Ostpreußen – und kam erst postum zu Berühmtheit, als seine frühere Besitzerin 1978 einen Artikel über die Rex-Katze las. Später stellte sich heraus, dass „Lämmchen“ ebenfalls aus Königsberg stammte. Ob sie wohl mit „Munk“ verwandt war?
 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren