Cashmere / Pardino | GELIEBTE KATZE Magazin

Cashmere / Pardino

Als die Bengal entstand, gab es noch keine Gentests, mit deren Hilfe man bei den verwendeten Zuchttieren bestimmte rezessive Merkmale hätte erkennen können. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Cashmere / Pardino.
 
© NuruShantay
Das Gen für Langhaarigkeit verhält sich rezessiv zu dem für Kurzhaar.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 3,5 - 5 kg; Kater: 4,0 - 6 kg
  • Felllänge: Halblanghaar
  • Fellfarben: Kategorien sind bei Tabby, braun und blau spotted und braun und blau marbled (marmoriert). Kategorie Sepia Tabby: Es sind derzeit nur Seal Sepia spotted und Seal Sepia marbled erlaubt. Kategorie Mink Tabby: Es sind derzeit nur Seal Mink spotted und Seal Mink marbled erlaubt. Kategorie Point Tabby: Es sind derzeit nur Seal Lynx Point (Lux), / spotted oder marbled erlaubt.
  • Augenfarbe: golden bis grün, blaugrün und blau
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: hoch
  • Lautstärke: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: gering

Aussehen

Eine Cashmere/Pardino ist nichts anderes als eine langhaarige Bengal. Sie muss also aussehen wie ihre kurzhaarige Schwester (zum Rasseporträt Bengal) allerdings in halblangem Kleid.

Wesen und Charakter

Die Cashmere/Pardino gehört zu den Hybridrassen. Der Ursprung der Rasse liegt, wie bei der Bengal auch bei Kreuzungen aus Felis Bengalensis (auch Asian Leopard Cat  oder kurz ALC genannt) mit getupften Haus- und Rassekatzen. Diese Rasse ist aktiv, gesellig, intelligent und verspielt bis inds hohe Alter. Sie benötigen Platz um sich wohl zu fühlen und natürlich viel Beschäftigung. Da sie wirklich viel Temperament haben, sollte man auf einen ebenfalls sehr aktiven Artgenossen nicht verzichten. Eine Ausstattung mit großen stabilen Kratzbäumen, die zum Klettern und toben einladen wird empfohlen.

Eine gut ausgelastete Cashmere/Pardino ist gut im Haus zu halten, sie freut sich aber auch über einen gesicherten Balkon oder ein kleines Freigehege. An ihren Menschen hängt sie sehr, da sie sehr neugierig ist, werden Besucher meist schnell mit Beschlag belegt. Zuchtkater markieren in der Regel stark, auch bei unkastrierten Damen tritt teilweise, zumindest während der Rolligkeiten, Markierverhalten auf, weshalb für den Liebhaber eine frühzeitige Kastration angeraten wird.

Haltung und Pflege

Die Cashmere/Pardino hat zwar halblanges Fell, doch ist dies nicht besonders pflegeaufwändig. Manche Züchter sagen sogar, Kämmen und Bürsten sei völlig überflüssig, doch genießen die Tiere diese zusätzlichen Streicheleinheiten sehr. Zudem hat eine wöchentliche Fellpflege durch den Menschen auch den Vorteil einer „Ganzkörperkontrolle“, bei der Veränderungen, die unter dem Fell verborgen sind, auffallen. Das Fell dieser Rasse liegt nah am Körper an und ist unglaublich seidig und glänzt verführerisch.
 

Krankheitsanfälligkeiten

Bei der Bengal wird häufig auf HCM getestet, da diese in manchen Zuchtlinien auftrat. Ansonsten ist die Cashmere/Pardino bislang eine erfrischend gesunde und vitale Katzenrasse.

Herkunft und Geschichte

Als die Bengal entstand, gab es noch keine Gentests, mit deren Hilfe man bei den verwendeten Zuchttieren bestimmte rezessive Merkmale hätte erkennen können. So trugen manche dieser Katzen das Gen für Einfarbigkeit, für Verdünnung (Blau), oder auch das Maskengen (Point). Wieder andere waren Langhaarträger. Treffen sich nun bei einer Verpaarung zwei Langhaarträger, können auch langhaarige Kitten im Wurf liegen. Ursprünglich wurden diese wuscheligen Babys als Makel angesehen und ohne viel Aufhebens um sie zu machen an Liebhaber abgegeben. Mittlerweile werden sie aber gezielt als Cashmere, bzw. Pardino – in den unterschiedlichen Zuchtverbänden, hat die Rasse – den einen oder den anderen Namen – gezüchtet. Dabei ist bei der Cashmere/Pardino auch die Farbe Blau-Tabby zugelassen, die bei der Bengal nicht erwünscht ist. Wer die ersten Cashmere/Pardino Kitten hervorgebracht hat, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, da die langhaarigen Kitten in den Bengalwürfen früher verschwiegen wurden.

Hätten Sie's gewusst?

Das Gen für Langhaarigkeit verhält sich rezessiv zu dem für Kurzhaar. In dem Wurf von zwei kurzhaarigen Bengal Katzen, kann durchaus ein langhaariges Cashmere/Pardino Baby liegen. Umgekehrt ist das nicht möglich. Langhaar verpaart mit Langhaar ergibt immer nur langhaarige Katzenkinder. Bei der Zucht von Cashmere/Pardino Katzen werden sowohl langhaarige Tiere als auch Bengalen, die Langhaarträger sind, verwendet.
 

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