Burma | GELIEBTE KATZE Magazin

Burma

Die Burma gilt als eine der langlebigsten Katzenrassen. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse Burma.
 
Burma © animals-digital.de
Die Burma kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Steckbrief

  • Größe: klein bis mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 4 - 4,5 kg; Kater: 5 - 6 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme, Braun, Braun-Tortie, Blau-Tortie, Chocolate- Tortie, Lila-Tortie
  • Augenfarbe: Grün, Bernstein
  • Ursprungsland: Myanmar

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: hoch
  • Lautstärke: hoch
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die Burma sieht ein wenig aus wie eine Siam des früheren Typs, die noch nicht so extrem schlank war wie die heute verbreitete Siamkatze. Der mittelschlanke Körper, der kräftigen, jedoch eher kleinen Katze ist muskulös und kompakt, aber elegant. Der Kopf bildet einen kurzen Keil und zeigt breite Backenknochen. Zwischen den Ohren ist er breit und leicht gerundet. Die Ohren selbst sind bzw. wirken gerade bei jungen Katzen besonders groß, bei adulten mittelgroß. Die Beine sind relativ schlank, der Schwanz mittellang und gerade mit gerundeter Spitze. Bei der Burma sind zehn verschiedene Fellfarben anerkannt: Neben einfarbigem Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme und Blau sind auch die zweifarbigen Kombinationen Braun-Tortie, Blau-Tortie, Chocolate-Tortie und Lilac-Tortie in ihrer Farbpalette aufgeführt. Das Fell ist sehr Kurz und fein, eng anliegend, seidig und glänzend.

Wesen und Charakter

Die Burma gilt als sehr temperamentvolle, lebhafte, verspielte, unternehmungslustige und intelligente Rasse, die sich viel bewegen muss. Sie ist sehr menschenfixiert, selbstbewusst, gesellig und freundlich. Sie bleibt bis ins hohe Alter kindlich verspielt und weiß ihre Wünsche lauthals einzufordern. Ihre Stimmgewalt steht der der Siam in nichts nach.

Haltung und Pflege

Die bewegungsfreudige Burma braucht viel Platz. In einer kleinen Wohnung wird sie nicht glücklich. Für ein gutes Katzenleben sollte mindestens ein gesicherter Balkon, besser noch ein großes Gehege her. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung sorgt zudem dafür, dass die Katze sich rundum wohl fühlt. Die gesellige Katze eignet sich gut für das Leben in einer Familie mit Kindern. Alleine bleiben mag sie gar nicht gerne. Sind ihre Menschen viel außer Haus braucht sie eine Artgenossin zum spielen. Das Fell der Burma gilt als äußert pflegeleicht. Die relativ anspruchslose Fellpflege reduziert sich auf gelegentliches Bürsten mit anschließendem „Nachpolieren“ mit einem Ledertuch.

Am besten gleich zwei

Einzelgänger sind Katzen nicht, nur Einzeljäger, d.h., sie gehen zwar allein auf die Jagd, aber sie haben zu Hause am liebsten Gesellschaft. Bei einer so aktiven und lebhaften Katze wie der Burma muss ein Mensch schon sehr viel Zeit für sie haben, um ihr die Gesellschaft von anderen Katzen zu ersetzen. Und wer nicht jeden Morgen beim ersten Dämmerlicht zu einer Spielrunde geweckt werden will, sorgt lieber gleich dafür, dass seine Burma noch einen Katzen-Spielgefährten hat. Überdurchschnittlich ist sicher die Fähigkeit der Burma, sich an eine neue Umgebung, neue Menschen anzupassen. Man sagt ihr auch nach, dass sie es sogar liebt zu verreisen! Aber wie jede Katze verschenkt sie ihr Herz nicht nur als Baby und nur einmal im Leben an einen Menschen. Wer das glaubt, liegt total falsch. Natürlich passen sich auch erwachsene Katzen noch an ein neues Zuhause an. Wer eine erwachsene Katze adoptiert, die vielleicht sogar den Schock des Tierheimes erleben musste, wird wahrscheinlich viel stärker von ihr geliebt und bedeutet ihr viel mehr als einem Baby.

Krankheitsanfälligkeiten

Die Burma gilt als eine der langlebigsten Katzenrassen. Dennoch tritt bei dieser Rasse das Kongenitale Vestibularsyndrom gehäuft auf. Das Kongenitale Vestibularsyndrom ist eine Erbkrankheit des Innenohrs, die Gleichgewichtsstörungen hervorruft und zur Taubheit führen kann. Alternde Burmas erkranken oftmals an Nephritis, einer Entzündung der Niere. Symptome dieser Krankheit sind erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und Appetitlosigkeit. Meistens führt diese Erkrankung durch Nierenversagen zum Tod.

Herkunft und Geschichte

Die Burma kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits im 15. Jahrhundert sollen Vertreter ihrer Rasse in buddhistischen Tempeln gelebt haben und als Glückskatzen verehrt worden sein. Ob nun die äußere Ähnlichkeit mit der begehrten Siamkatze des alten Typs, ihre einzigartige Fellbeschaffenheit oder ihr warmer Blick aus optimistisch strahlenden Augen Grund dafür waren, dass Katzenfans der Burma scharenweise verfielen – wer mag das schon wissen. Die heute verbreiteten Burmakatzen sollen von einer braunen Kätzin aus Burma abstammen, die auf den klangvollen Wong Mau hörte und Ende der 1920er-Jahre nach Amerika importiert wurde. Der pensionierten Schiffsarzt Dr. Joseph C. Thompson brachte dies Katzendame in die USA und verlieh der neuen Rasse den Namen „Burma. Mit der Verpaarung Wong Maus mit einem Siamkater nahm die abendländische Zuchtgeschichte der Burma ihren Anfang. 

Hätten Sie's gewusst?

Laut Experten war Wong Mau gar kein Burma, deren Vorfahren schon seit hunderten von Jahren durch die Tempel streiften, sondern eine Tonkanese, d.h. eine Mischung aus Burma und Siam und keine reinrassige Burma. Die heutigen Burmas würden dann viel mehr von der Siam als von der ursprünglichen Burma abstammen.

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