American Wirehair | GELIEBTE KATZE Magazin

American Wirehair

Wie so viele Katzenrassen entstand auch die American Wirehair durch reinen Zufall. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Herkunft, Charakter, Wesen, Haltung und Pflege der Katzenrasse American Wirehair.
 
© Oliver Graf
Die besondere Kräuselung des Fells beruht auf einer Mutation des Rauhaar-Fell Gens mit dem klangvollen Namen „Wh“.

Steckbrief

  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze: 2,5 - 4 kg; Kater: 3,5 - 5 kg
  • Felllänge: Kurzhaar
  • Fellfarben: alle Farben außer Chocolate, Cinnamon, Fawn und Lilac
  • Augenfarbe: alle Farben
  • Ursprungsland: USA

Charakteristika

  • Bewegungsdrang: mittel
  • Lautstärke: gering
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: mittel

Aussehen

Die American Wirehair – oder auch amerikanische Drahthaarkatze – ist mittelgroß und muskulös, der Brustkorb ist rund und gut entwickelt, die Katze wirkt geschmeidig. Sie steht auf gut bemuskelten mittellangen Beinen die in kräftigen Pfoten enden. Der Schwanz passt proportional zum Körper. Er hat einen breiten Ansatz und ist an der Spitze abgerundet. Im runden Gesicht trägt sie eine massive Schnauze und hohe Backenknochen. Der Abstand der mittelgroßen Ohren ist breit. An der Spitze sind sie abgerundet und oftmals mit einem Haarpinsel versehen. Die ausdrucksvollen Augen stehen weit auseinander und sind leicht schräg. Die Augen dürfen alle Farben haben, bei silberner Fellfarbe ist jedoch nur Grün zugelassen, bei Brown Tabby nur Gold.

Das auffälligste Körpermerkmal der American Wirehair ist das Fell. Es ist elastisch, gelocht und dicht. Die Deckhaare sind an de rSpitze gekrümmt. Anders als bei den Rex-Katzen beispielsweise, ist das Fell der Amerikanerin nicht weich sonder rau. Es fühl sich wie das Fell eines Lammes an. Alle Fellfarben sind zugelassen, außer Chocolate und Chinnamon und deren Verdünnungen Lilac und Fawn.

Wesen und Charakter

Die American Wirehair ist liebevoll, zutraulich, freundlich, intelligent und gutmütig. Sie liebt Gesellschaft und kommt auch mit Kindern, Hunden und anderen Heimtieren problemlos aus. Sie ist aktiv und bis ins hohe Alter verspielt. Sie will sich jeden Tag austoben können, schätzt ein ruhiges Schlafplätzchen für Zwischendurch jedoch ebenso. Ihrem Halter gegenüber ist sie anhänglich und treu.

Haltung und Pflege

Die bewegungsfreudige Amerikanische Drahthaarkatze braucht viel Platz und Abwechslung. In einer kleinen Wohnung fühlt sie sich nicht wohl. Es müssen auf jeden Fall ein großer Kratzbaum und viele Spielmöglichkeiten vorhanden sein, besser noch ein gesicherter Balkon oder ein großes Gehege. Auch Freilauf würde diese Katze sehr genießen. Allerdings ist bei den helleren Exemplaren Vorsicht geboten, da sie empfindlich auf UV-Strahlung reagieren. Die gesellige Amerikanerin hasste es alleine zu bleiben. Sie hat ihre Menschen gerne um sich und dazu bestenfalls noch die ein oder andere Artgenossin. Das gekräuselte Fell ist nicht ganz pflegeleicht. Es muss mehrmals wöchentlich gebürstet werden.

Krankheitsanfälligkeiten

Die American Wirehair ist eine äußerst robuste Katze. Dennoch ist fraglich, ob diese Züchtung artgerecht ist. Durch die UV-Empfindlichkeit gerade bei hellen Exemplaren und die manchmal sehr stark gekräuselten Schnurrhaare können die Tiere in einem normalen leben einschränken. Natürlich kann diese Katze wie jede andere Rasse auch, an Infektionskrankheiten erkranken. Damit die Katze gesund bleibt muss sie jedes Jahr gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft werden. Wenn die American Wirehair Freilauf hat muss sie auch gegen Tollwut und Leukose geimpft werden.

Herkunft und Geschichte

Wie so viele Katzenrassen entstand auch die American Wirehair durch reinen Zufall. Im Jahre 1966 erblickte in Verona, im Bundesstaat New York, ein kleiner Kater das Licht der Welt, der seiner American-Shorthair-Mama so gar nicht glich. Sein rot-weißes Fell nicht weich und flauschig, sonder seltsam drahtig. Der Farmer präsentierte seinen kleinen Kater der befreundeten Katzenexpertin Joan O’Shea, welche ihn sogleich für 50 Dollar erstand und auf den Namen „Adam“ taufte. Joan nahm auch noch ein Schwesterchen von „Adam“ mit nach Hause und begründete mit diesen beiden Exemplaren die Zucht der American Wirehair. Immer wieder wurden American Shorthairs eingekreuzt um den Genpool zu erweitern und immer wieder kamen kleine gekräuselte Kätzchen zur Welt. 1977 wurde die Rasse offiziell anerkannt. Heute ist sie besonders in den USA und Kanada beliebt. Außerhalb dieser Länder ist sie sehr selten, doch es gibt auch Züchter in Japan und Deutschland.

Hätten Sie's gewusst?

Die besondere Kräuselung des Fells beruht auf einer Mutation des Rauhaar-Fell Gens mit dem klangvollen Namen „Wh“. Dieses Gen wird dominant vererbt. Bei Katern ist das besondere, raue Fell oft stärker ausgeprägt als bei Katzen.
 
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