Einer Katze ein Zuhause schenken – welche Quellen sind sinnvoll? | GELIEBTE KATZE Magazin

Einer Katze ein Zuhause schenken – welche Quellen sind sinnvoll?

Sie möchten einer Katze ein neues, liebevolles Zuhause schenken? Um nicht auf Scharlatane hereinzufallen, ist es wichtig, den Herkunftsort genauer zu betrachten. Hier erhalten Sie eine Übersicht verschiedener Varianten
 
Eine neue Katze zieht ein © Pixabay: Pexels
Ist die Katze in ihrem neuen Heim, sucht sie sich schnell einen Lieblingsplatz - z.B. auf der Couch

Einer Katze ein Zuhause schenken – welche Quellen sind sinnvoll?

Katzen sind äußerst liebevolle, zugleich aber auch sehr eigensinnige und achtsame Tiere. Sie reagieren sehr sensibel auf ihre Umwelt und erfordern daher eine tiergerechte Haltung, die ihrem Charakter und ihrer Rasse entspricht. Gut gepflegte Haustiere können durchaus 15 oder auch 20 Jahre alt werden – sie sind also alles andere als „Haustiere für nebenbei“, sie werden vielmehr Teil der Familie. Bevor es also darum geht, sich mit den Eigenheiten verschiedener Katzenrassen zu beschäftigen, sollte die eigene Einstellung in Verbindung mit den tatsächlichen Möglichkeiten zu Pflege und Co. überdacht werden.

Im Folgenden werden die verschiedenen Bezugsquellen für Katzen dargestellt und informativ so aufbereitet, dass auch Neulinge die wichtigsten Fragen beantworten können .


Abbildung 1: Wenn eine Katze zum ersten Mal ins Haus kommt, gibt es für sie einiges zu entdecken. Für die neuen Katzenhalter wird sich das Leben in Zukunft jedoch ebenfalls ändern.


Variante I: Onlineportale in die Suche nach einer Katze einbinden

Katzen sind oftmals eigenwillig und haben einen speziellen Sinn für ihre Umwelt, der sie sich erst annähern müssen. So ist es nachvollziehbar, dass eine mehr oder minder lange Eingewöhnungszeit notwendig ist. Doch nicht jedes junge Katzenbaby bringt ideale Voraussetzungen mit, denn über die Lebensbedingungen im Umfeld des Verkäufers ist nur wenig bekannt. Trotz allem spielt die Kontaktaufnahme über spezielle Onlineportale wie www.deine-tierwelt.de eine gewichtige Rolle, sie ist zumeist erste Anlaufstelle. Hier kommt es darauf an, möglichst viel vom Lebensumfeld des Tieres zu erfahren und sie womöglich selbst ein Bild davon zu machen.
Aufgeweckte, verspielte Jungtiere sind ein gutes Indiz für artgerechte und fürsorgliche Pflege. Immer mal wieder sind die Bedingungen aber alles andere als gut, was auch zum Teil im Verhalten der Katzen erkennbar ist. Sie wirken verschreckt, haben nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und tragen womöglich sogar Verletzungen aus kleinen Rangeleien innerhalb des eigenen Wurfes mit sich. Diese Tiere brauchen besonders viel Pflege und Entgegenkommen. Sinnvoll kann es sein, sie als zweites Tier zu einer adulten Katze zu geben. Diese kann sich Ihrer annehmen und so die Übergangszeit gut gestalten.
Hinweis: Je ausführlicher die Informationen zum Stammbaum der Katze sind und je mehr Bilder es gibt, desto wahrscheinlicher ist ein authentisches Bild gegeben. Sofern möglich, empfiehlt sich aber die kurze Begutachtung der Lebensverhältnisse beim Verkäufer.


Variante II: Der Weg zum Züchter

Der Vorteil beim Kauf einer Rassekatze liegt eindeutig darin, dass über diese Zucht eine gesicherte Weitergabe bestimmter Eigenschaften und Merkmale sichergestellt wird. In international angewandten Begleitwerken finden sich Beschreibungen und Typisierungen zu vielen einzelnen Katzenrassen. Sie bieten Hilfestellung und Orientierung zugleich, denn auf diese Weise lassen sich komplett gegensätzliche Haltungsbedingungen vermeiden.
 
Vorteile Nachteile
  • Die Zucht bietet, unabhängig von der Größe, eine gezielte Vermischung einzelner Wesensmerkmale und Charakteristika.
  • Die Mitgliedschaft in einem Zuchtverein deutet auf eine sachkundige, methodische Vorgehensweise bei der Zucht hin. Zum anderen stellt dies aber auch einen regelmäßigen Austausch innerhalb der Züchterschaft dar, sodass ganz detaillierte Beschreibungen über aktuelle Würfe gegeben sind.
  • Die Wurffrequenz gibt Auskunft darüber, wie stark das Miteinander in der Familie des Züchters auch von wirtschaftlichen Aspekten geprägt ist.
  • Die Abgabe in seriösen Zuchthaushalten wird zumeist nicht vor der zwölften Lebenswoche vorgenommen, was positiven Einfluss auf die Bindungsfähigkeit des Tieres nimmt.
  • Eine gute Zucht verlangt umfangreiches Wissen, viel Zeitaufwand und Interesse für die Rasse. Entsprechend „teuer“ ist der Bezug über einen Züchter.

Insbesondere von Relevanz ist und bleibt die Thematik, wann das Jungtier von der Mutter getrennt wird. In der Literatur wird intensiv darüber diskutiert, wichtig scheint vor allem ein gewisses Maß an Selbständigkeit und die Ausbildung eines eigenständigen Charakters. Je älter ein Kitten ist, desto besser stehen die Chancen auf eine ausreichende und artgerechte Sozialisation. Empfehlenswert sind daher Abgaben ab der 13. Woche, in keinem Fall aber vor Ablauf der ersten zehn Wochen. Anderenfalls besteht immer auch die Gefahr, dass grundlegende Verhaltensweisen nur zum Teil selbständig gegeben sind. Das erschwert die Eingewöhnung gerade in Haushalten ohne Erfahrung mit Tieren und zugleich das Miteinander mit bereits dort lebenden adulten Katzen.


Variante III: Das Tierheim und seine Besonderheiten

Tiere, die mitunter schon eine lange Leidensgeschichte hinter sich haben, sind zumeist im Tierheim anzufinden. Es bietet allen Tieren Schutz und Pflege, die aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen wurden und in der Gemeinschaft so etwas wie Sozialisation erfahren müssen. Aus welchen Gründen auch immer, zeigen sich in der Praxis aber durchaus bestimmte Herausforderungen für die neuen Eigner. Katzen aus dem Tierheim sind meist scheu und müssen den vertrauensvollen Umgang mit Menschen erst wieder erlernen. Teils tragen sie Traumata in sich, die nur anhand der Symptome behandelt werden können. Hier kann es sinnvoll sein, sie in eine bereits gewachsene und etablierte Gemeinschaft von Haustieren daheim zu integrieren.
Wichtig ist für Interessenten vor allem, dass sie sich vorab vielfältige Gedanken oder was „Wie“ und „Warum“ machen. Die hier aufgenommenen Katzen haben ohnehin schon eine lange Abfolge stetiger Wechsel und Ungereimtheiten in Kauf genommen. Eine „Rückgabe“ in dem Fall, wenn es nicht mehr gefällt oder anderweitig nicht genehm ist, wäre äußerst tragisch. Empfehlenswert ist daher eine Vorabauswahl hinsichtlich Alter, Geschlecht und Rasse. Grundsätzlich fallen bei Übernahme einer Katze aus dem Tierheim sogenannte Schutzgebühren an. Darin enthalten sind die Kosten für Impfungen und Kastration, mitunter gibt es für Jungtiere einen Coupon für diese Maßnahme.


Abbildung 2: Kleine Katzen schauen sich in ihrem neuen Zuhause erst einmal so richtig um. Es gibt verschiedene Bezugsquellen für Katzen, so dass letztlich jeder einen vierbeinigen Gefährten finden.


Fazit

Katzen sind sehr vielfältige Charaktere , durchaus mit Sinn für Spaß und Spiel. Sie können regelrecht Zuneigung entwickeln und bleiben ein Leben lang treu. Die Liebe, die Katzen ihren Haltern schenken, dürfen sie zurecht im Umkehrschluss von ihnen erwarten. Wichtig ist deshalb, sich konkrete Vorstellungen über das Zusammenleben mit dem Tier zu machen und zu überlegen, welche Schwierigkeiten es geben kann. Sind Kinder im Spiel, kommen zudem nur bestimmte Rassen in Betracht. Wer alle Fragen entsprechend klärt, kann sich letztlich jedoch auf eine Bereicherung für das eigene Leben freuen. 


 
Fotos: 
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