Krallenschneiden bei Katzen | GELIEBTE KATZE Magazin

Krallenschneiden bei Katzen

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Krallenschneiden bei Katzen - klappt das?
Cornelia Philippis Kater hat sich um seine „Krallenpflege“ immer selbst gekümmert. Seit einiger Zeit lässt er aber seine Krallen wachsen, ohne sie wie sonst abzukauen. Frau Philippi ist nun verunsichert, weil sie sich mit dem Krallenschneiden nicht auskennt und überlegt, ob sie deshalb besser zum Tierarzt gehen sollte.

Hier einige der Antworten

Der allererste Weg führt zum Tierarzt zwecks praktischem Anschauungsunterricht. Zum Krallenschneiden benötigt man: Einen Zwicker (keine Schere). Gutes Licht, denn speziell bei dunkelhaarigen Katzen sind die Blutgefäße nur gegen das Licht sichtbar. Wichtig ist, dass Sie nicht zaudern. Ich nehme meine Katze auf den Schoß, lege sie mir halb sitzend, halb liegend in meine linke Armbeuge, klemme sie mit dem Oberarm an meine Rippen; mit der linken Hand drücke ich auf die Zehenballen, damit die Krallen ausfahren, und dann kappe ich mit dem Zwicker die Krallenspitzen weg. Wichtig: vorher gut zureden „Wir maniküren jetzt deine Krallen, die werden nun auf Hochglanz gebracht!“ Auf diese Art habe ich auch schon den bei mir „Urlaub“ machenden Katzen von Freunden die Krallen geschnitten; die waren so perplex, wie schnell das ging, dass sie sich tatsächlich nach der Prozedur ihre Pfoten betrachteten, um zu realisieren, was denn da nun passiert ist ...
(L. Höflinger, A-Preßbaum)

Um Übung zu bekommen, ist es sicherlich ratsam, den Tierarzt einmal vormachen zu lassen, wie Sie es am besten machen. Lassen Sie sich grundsätzlich nicht zu sehr verunsichern, ich persönlich halte das Kürzen der Krallenspitzen manchmal für überflüssig, da sie ohnehin innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder nachwachsen. Wichtig ist, dass Sie die Krallen immer wieder kontrollieren und bei einem Nachhelfen mit der Schere kritisch fragen, ob die Krallen nicht nur für Sie selbst zu scharf sind. Die Katze verlässt sich beim Klettern und Springen auf ihr „Werkzeug“ und Sie werden es sicherlich mitbekommen, wenn sie dabei in Bedrängnis kommt. Dann ist wieder Zeit zum Kürzen.
(Helga Braun, per E-Mail)

Normalerweise sorgt die Katze selbst dafür, dass ihre Krallen nicht zu lang werden. Durch das Wetzen an Baumstämmen – oder (zu unserem Leidwesen) auch Polstermöbeln – hält sie ihre Krallen auf optimaler Länge. Das müsste Ihre Katze doch auch noch tun? Vielleicht sind dem Kater die Krallen nicht zu lang. Das sind sie nämlich nur, wenn sie auch eingefahren hervorstehen oder wenn er beim Herumtollen öfter in Teppichen oder Polstermöbeln hängenbleibt. Dann schlage ich Ihnen vor, mit einem Nagelknipser vorsichtig die äußersten Spitzen abzuschneiden, denn nur die transparente Hornschicht ist tot. Gleich dahinter befinden sich Nerven und Blutgefässe. Das geht am besten zu zweit: Einer hält den Kater, der andere schneidet.
(Elisabeth Schneider, Köln)

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