Fellpflege bei Katzen ist ein Muss | GELIEBTE KATZE Magazin
Pflege

Fellpflege bei Katzen ist ein Muss

Regelmäßiges Bürsten ist bei der Fellpflege das A & O. Denn ohne Pflege kann es früher oder später zu Problemen kommen. Wie unsere Samtpfoten das zu genießen lernen, lesen Sie hier
 
So Pflegen Sie das Fell ihrer Katze © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Durch regelmäßige Fellpflege gibt es kein Verfilzen und das Fell bleibt schön glänzend
Kennen Sie das auch? Sie fassen den Entschluss, das Fell Ihrer Katze zu kämmen, und schon ist Ihre geliebte Mieze unauffindbar. Denn sie hasst einfach jegliche Fellpflege und vor allem das ach so lästige Bürsten. Doch aufgrund der vielen dichten Haare unserer Vierbeiner ist das eben ein Muss. Denn ohne kann es zu echten Problemen kommen. So jucken lockere Härchen zum Beispiel und fallen oft überhaupt nicht so einfach aus. Und ist das Fell einmal verklebt, hilft auch das ständige Lecken und Putzen nichts mehr. Auch kleine Teile von Pflanzen sind unangenehme „Anhängsel“ im Haarkleid, und unsere Katzen werden diese nur schwer wieder los. Entstehen Verknotungen, kann das unseren Samtpfoten sogar ernstzunehmende Schmerzen bereiten. Dabei muss das ganz und gar nicht so sein. Denn das Haar-Chaos kann meist durch regelmäßiges Kämmen ganz einfach gelöst werden. Zudem muss nicht jede Katze die Pflegestunde verabscheuen. Ganz im Gegenteil, wird alles richtig gemacht, genießen die meisten unserer Samtpfoten diese Art der Massage sogar sehr.

Der tierische Putzfimmel

Unsere Samtpfoten zählen zu den reinlichsten Tieren überhaupt. Denn sorgfältige Hygiene ist in ihrem Urinstinkt fest verankert. Das ist ein Grund, weshalb ihnen auch ein sauberes Fell äußerst wichtig ist. Nicht umsonst putzen sie sich mehrere Stunden am Tag. Außerdem geben sie durch das Lecken bei Wärme vermehrt Feuchtigkeit ab. Auch ein für die Katze unangenehmer Geruch wird durch die Putzorgien neutralisiert. Vorsicht: Sollte Ihre Katze die eigene Körperpflege vernachlässigen, kann das auf Erkrankungen oder psychische Probleme hinweisen.


Unerwünschte Besucher

Oftmals würden unsere Katzen alles geben, um Pflanzenteile oder Parasiten wieder loszuwerden. Denn haben diese sich einmal im Fell festgehängt, lassen sie nicht mehr so schnell los. Helfen Sie Ihrer Katze unbedingt, sich die unerwünschten „Anhängsel“ schnell wieder vom Hals zu schaffen. Außerdem behalten Sie beim Kämmen im Auge, ob Ihre Katze von Flöhen oder Läusen befallen ist. Diese können sich genauso bei Hauskatzen wie auch bei Freigängern einnisten.


Sommerkleid und Winterjacke

Zwar ist die Fellpflege das ganze Jahr über wichtig, doch gerade im Fellwechsel sollten Sie Ihre Katze ein wenig unterstützen. Denn in der Zeit um den Herbst und den Frühling erreicht das Haar-Chaos seinen Höhepunkt. Es ster- ben vermehrt Haare ab, und deshalb muss auch vermehrt gebürstet werden. Befreien Sie zudem die Lieblingsplätze Ihrer Katze einmal pro Woche von herumfliegenden Fellsträhnchen. Sollte der Wechsel von Juckreiz und kreisrundem Haarausfall begleitet wer- den, sollten Sie unbedingt den Tierarzt mit Ihrer Mieze aufsuchen.


Gibt es Unterschiede?

Sicherlich ist die Pflege eines Kurzhaarfells leichter als die eines langhaarigen. Zwar ist jede Haarstruktur anders, doch im Allgemeinen kann man sich nach der Faustregel richten, dass Langhaarkatzen mindestens einmal pro Tag gekämmt werden müssen. Aber auch kurzhaarige Miezen müssen regelmäßig gebürstet werden. Nicht zuletzt deshalb, weil Sie Ihre Katze dabei genau ansehen und Verletzungen schnell erkennen können.


Katzensalon im Freien

Während des Freigangs suchen Katzen gerne den natürlichen Helfer in Sachen Fellpflege auf. Beim Vorbeistreifen an Gebüschen und Bäumen bleiben lose Haare hängen, und schon erspart sich die Katze ein bisschen Putzarbeit. Hauskatzen haben diese Unterstützung nicht. Weshalb wir öfter den Job des Haarpflegers übernehmen müssen.


Das tut wirklich weh

Im schlimmsten Fall kann eine Vernachlässigung des Fells dazu führen, dass unsere Samtpfote Schmerzen hat. Das Fell verfilzt so stark, dass man selbst keine Chance hat, die Knoten wieder zu lösen. Bitte suchen Sie in so einem Fall den Tierarzt auf.3


Gewohnheitssache

Das Putzen mit der Zunge sind Kitten von der ersten Stunde an gewohnt, jedoch nicht das Putzen mit der Bürste oder dem Kamm. Deshalb ist es wichtig, die Kätzchen früh damit vertraut zu machen. So lernen sie, dass die Pflegestunde angenehm ist und nicht lange dauert, denn noch ist das Fell kurz und geschmeidig. Wird die Katze zwischendurch mit ein paar Streichlern verwöhnt, entspannt sie schneller. Vergessen Sie nicht, die Katze nach der Bürsten-Streichel-Einheit mit einem Leckerchen oder einer Spielstunde für das Stillhalten zu belohnen.


Bürste raus, Katze weg!

Die Bürste ist der größte Feind vieler Katzen. Es ziept, ist unangenehm und macht keinen Spaß. Die Katzen versuchen, das Weite zu suchen. Gelingt ihnen das nicht, wehren sie sich, bis der Besitzer aufgibt. Das darf jedoch nicht passieren, denn so erkennt die Mieze, dass sie mit ihrem Verhalten davonkommt. Und dann muss sie erneut lernen, dass es nur eine tolle Massage ist. Dabei helfen positive Verknüpfungen mit der Bürste. Anfangs legt man sie nur daneben und schmust ausgiebig mit der Katze. Danach wird abwechselnd eine Zeit lang mit der Hand und dann mit der Bürste gestreichelt. Klappt das gut, kann die Phase des Kämmens verlängert werden. Ausschlaggebend ist: Streicheln, loben, knuddeln und ab und zu ein Leckerli. Die Katze sollte sich eben wie bei einer Wellnessbehandlung fühlen.


So bürsten Sie richtig

Viele Katzen entwickeln nicht nur wegen der falschen Bürste eine Abneigung gegen die Fellpflege, sondern auch, weil der Vorgang nicht auf die richtige Art und Weise ausgeführt wird. Starten Sie immer an den Beinen. Danach geht es an den Flanken und dem Rücken weiter. Zum Schluss wird das Fell des Bauches bearbeitet. Ein Streichler zwischendurch wirkt entspannend. Achten Sie darauf: Unsere Katzen wollen niemals gegen den Fellstrich gekämmt werden. Je weniger gerupft wird, desto besser. Halten Sie das Haar vor allem bei Langhaarkatzen mit der einen Hand fest. So ist es nicht unangenehm, wenn der Kamm hängen bleibt.

Text: Sabrina Reinsch 
 
Fotos: 
Thomas Brodmann / animals-digital.de
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren