Machen Sie Ihre Wohnung zur "störfaktorfreien" Zone für Katzen | GELIEBTE KATZE Magazin
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Machen Sie Ihre Wohnung zur "störfaktorfreien" Zone für Katzen

Machen Sie Ihre Wohnung zur „störfaktorfreien“ Zone für Ihre Katze und schenken Sie ihr ein Zuhause, in dem sie sich rundum wohlfühlt – ohne Stress, Angst und Ärger. Lesen Sie, was Stubentiger im Alltag nervt und wie Sie es abstellen.
 
So vermeiden Sie Störfaktoren im Katzenhaushalt © animals-digital.de
Mit ein paar Tricks wird sich Ihre Katze rundum in der Wohnung wohl fühlen
Haben Sie folgende Situation schon erlebt? Sie kommen von einem stressigen Arbeitstag nach Hause und wollen mit ihrer Katze auf der Couch kuscheln und entspannen. Kaum haben Sie sich hingesetzt, fällt ihnen jedoch auf, dass die Wohnung dringend aufgeräumt werden muss, und nun fängt ihr Nachbar auch noch an zu bohren – es ist aus mit der Ruhe. Sie beginnen sich zu ärgern. Ähnlich dem physikalischen Prinzip von Actio (lat. Aktion) und Reactio (lat. Reaktion) zieht hier der Reiz der Umwelt eine Reaktion nach sich. ein Verhalten, das in der Psychologie als reaktives Verhalten bezeichnet wird und das von Menschen wie Tieren gezeigt wird. auch im Alltag von Katzen gibt es manchmal etwas, das sie stört. Sie weisen darauf meistens mit angelegten Ohren und einem unsicheren blick hin oder versuchen zu gehen. Nimmt der Katzenhalter diese Anzeichen über längere Zeit aber nicht wahr, kann das im schlimmsten Fall zu „Problemverhalten“ bei der Katze führen. Wir Menschen würden im oben genannten Fall aufräumen und den Nachbarn bitten, seine Bohrarbeiten zu beenden, um Ruhe zu haben. Doch unsere Katzen können das nicht. So ist es an uns, den Störfaktor aus ihrer Katzen-Welt zu schaffen – oder ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Lesen Sie, was Katzen im Alltag nervt und wie Sie es abstellen.


Unsauberes Katzenklo

Die Katzentoilette sollte jederzeit sauber und geruchsfrei sein. ist das nicht der Fall, kann es sein, dass die Katze das Klo verweigert und ihr Geschäft direkt daneben verrichtet. Tipp: Befreien Sie das Katzenklo mindestens zwei Mal am Tag von kleinen und großen Klumpen. Reinigen Sie zudem regelmäßig die Toilettenschale.


Veränderungen

Ob Zuwachs in der Familie, ein neuer Partner oder ein anderer Kratzbaum – Veränderungen erfordern bei Katzen immer eine Umstellung. Und gerade sensible Katzen sind darüber oft nicht erfreut. Tipp: Üben Sie sich in Geduld. Gewöhnen Sie ihre Katze Schritt für Schritt an die neue Situation und bieten Sie ihr gegebenenfalls eine Übergangs-Alternative. lassen Sie zum Beispiel den alten Kratzbaum stehen, bis ihre Katze sich auf den neuen Baum traut.


Innere Konflikte

Katzen tun uns gut. Das beweist auch eine Studie des Psychologen Professor Dr. Reinhold Bergler. Er fand heraus, dass Katzenhalter in schlimmen Krisen wie Arbeitslosigkeit oder dem Verlust des Partners weniger psychotherapeutische Hilfe benötigen und besser mit der Bewältigung des Problems klarkommen als Menschen ohne Katze. trotzdem gilt: ein Katzenhalter, der ständig traurig und verzweifelt ist, kann seine Katze damit belasten. Tipp: Nehmen Sie die Hilfe ihrer Katze an – lassen Sie sich trösten und beginnen Sie mit Unterstützung ihrer Katze positiv in die Zukunft zu sehen.


Anhaltende Langeweile

Auch wer zwei Katzen hat und viel unterwegs oder berufstätig ist, sollte sich jeden Tag mindestens eine Stunde Zeit für seine Katze nehmen. Unterforderung und langeweile machen nicht nur unglücklich, sie bringen Katzen auch auf dumme Gedanken. Tipp: Wer länger nicht zu Hause ist, sollte sich um einen Catsitter kümmern oder Nachbarn sowie Freunde bitten, die Katze zu besuchen.
 

Lärm

Psst, nicht so laut! Katzenohren sind sehr empfindlich. Die Tiere nehmen weitaus leisere und höhere Töne als Menschen wahr. So vernehmen sie selbst hochfrequente Geräusche mit bis zu 65.000 Hertz. Menschen hören hingegen nur bis zu einer Frequenz von 18.000 Hertz. Vermeiden Sie deshalb so viel Lärm wie möglich. Tipp: Wer laut Musik hören will, der sollte zum Kopfhörer greifen.
 

Grober Umgang

Niemand mag es, wenn grob oder ungeschickt mit ihm umgegangen wird – auch Katzen nicht. Sollte es ihrem Besuch jedoch an Übung im Umgang mit einer Katze fehlen, können Sie als Vorbild fungieren. Tipp: Vermitteln Sie stets, dass man so sanft zu einer Katze sein muss, wie sie es selbst ist.


Überforderung

Es gibt Situationen, die Katzen überfordern – auch wenn es für uns in diesem Moment keinen „sichtbaren Grund“ dafür gibt. So kann eine Katze beispielsweise Angst bekommen, wenn aufgeweckte Kinder zu Besuch sind. Hier liegt die Ursache oft in der fehlenden Erfahrung. Jetzt gilt es, Fingerspitzengefühl zu beweisen: Setzten Sie Ihre Katze keinesfalls unter Druck. Tipp: Wecken Sie auch bei Dritten Verständnis. Erklären Sie den Kindern, dass die Katze bestimmt zu ihnen kommt, sobald und wenn sie das möchte. 


Störenfriede

Zugegeben, Katzen sind kleine Schlafmützen. Sie schlafen durchschnittlich 15 bis 20 Stunden pro Tag – Senioren und Kitten noch mehr. Vor allem in der Tiefschlafphase sollten sie nicht gestört oder geweckt werden. Denn jetzt schüttet ihr Körper Hormone aus, die für die Zellerneuerung von Bedeutung sind und das Immunsystem stützen. So bleibt Katze gesund und fit! Tipp: Nutzen Sie die Zeit und machen Sie selbst eine kleine Pause. 


Spiel ohne Erfolg

Spiel und Jagd stehen für Katzen in unmittelbarem Zusammenhang. Wie beim Jagen ist es für sie wichtig, beim Spielen Erfolg zu haben – etwas in den Pfoten halten zu können. Sonst wird der Katze schnell das Vergnügen am Spiel genommen. Tipp: Meiden Sie häufiges Spielen mit Laserpointer.


Schimpfen

Schimpfen führt zu nichts und ist oft ungerechtfertigt. Eine Katze hat schließlich nicht die Absicht, ihren Menschen zu ärgern, wenn etwas zu Bruch geht oder sie auf den Teppich pinkelt. Es gilt, einen kühlen Kopf zu bewahren und zu überlegen, was zu diesem Verhalten geführt haben kann. Tipp: Gehen Sie der Ursache auf den Grund und schaff en Sie sie für ihre Katze aus der Welt.


Laute Konflikte

Lärm und Disharmonie – beides mögen Katzen ganz und gar nicht. Doch ein lautstarker Streit bringt genau das mit sich. er verunsichert Katzen und macht ihnen angst. Schlimmer noch: Manchmal fühlen sich Katzen angesprochen und meinen, mit ihnen würde geschimpft. tipp: ab und zu ist ein Streit nicht zu vermeiden. Denken Sie trotzdem immer an ihre Katze. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben. Oder verlassen Sie den Raum. 
 

Neue Regeln

Heute so und morgen so – wie soll ich das verstehen? Eine Frage, die Katzen ihren Menschen sicherlich stellen würden, wenn es um neue Regeln geht. Beschränken Sie sich bei Verboten auf das, was ihre Katze einhalten kann und was ihnen wirklich wichtig ist. Verbote, die natürliche Bedürfnisse betreffen, sollte es nicht geben. So darf einer Katze das Herumtollen zur körperlichen Auslastung beispielsweise nicht verwehrt werden. Tipp: Legen Sie Regeln von vornherein fest – und bleiben Sie dann auch dabei. 


Gerüche

Empfinden Sie jeden Duft als angenehm? Nein? Katzen auch nicht. Vor allem penetrante Gerüche wie frisch aufgetragenes Parfum, Essig, Rauch oder stark riechende Raumerfrischer können sie nicht leiden. Verständlich, wenn man bedenkt, dass ihre Nase zehn Mal mehr geruchsempfindliche Zellen besitzt als die Menschliche. Tipp: Wer unbedingt Raumduft verwenden will, sollte auf einen dezenten Geruch setzen. Hierfür eignen sich unter anderem Raumduft-Stäbchen. Aber Vorsicht: Bitte stellen sie den Diffuser an einen Platz, der für ihre Samtpfote auf keinen Fall zu erreichen ist.


Sterile Wohnung

Katzen lieben es zwar sauber, aber „sterile“ Wohnungen, in denen wenige Möbel sind und nichts herumsteht, empfinden sie als langweilig. Hier gibt es nichts zu entdecken und es sind keine guten Versteckmöglichkeiten vorhanden. Tipp: Lassen Sie doch auch mal einen schmutzigen Socken liegen.
Artikel aus Geliebte Katze Ausgabe 02/2016. Jetzt abonnieren!
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