Trächtigkeit der Katze | GELIEBTE KATZE Magazin

Trächtigkeit der Katze

Ein Baby kommt selten allein: Sechs, sieben und sogar noch mehr Junge können im Leib einer Mutterkatze heranwachsen. Was braucht die Katze während der neun Wochen andauernden Trächtigkeit?
 
Zucht und Nachwuchs bei Katzen © Elena Blokhina / Fotolia
Das Gefühl von Sicherheit vermitteln Sie ihr am besten, wenn alles beim Alten bleibt.

Gefühl von Sicherheit

Am besten ist es, wenn Sie nicht so viel Rummel um die werdende Mutter machen. Katzen in anderen Umständen mögen es nicht, wenn man besondere Umstände um sie macht. Das Gefühl von Sicherheit vermitteln Sie ihr am besten, wenn alles beim Alten bleibt. In der ersten Woche nach der Deckung kann die Katze noch rollig sein. Wenn Sie mit einer Rassekatze züchten, sollten Sie keinen weiteren Kontakt zu einem potenten Kater zulassen. Denn so könnten weitere Eier befruchtet werden. Wenn die Jungtiere eines Wurfes erkennbar von unterschiedlichen Vätern sind, gibt es auch für die Rassetiere keine Ahnentafel. Einige Wochen vor der Geburt können Sie Ihrer Katze mehrere Wurfnester anbieten. Ob sie jedoch eines davon annimmt, ist ihre Entscheidung. Wenn sie doch den Wäschekorb oder den offenen Schrank wählt, sollten Sie es Ihrer Samtpfote zuliebe akzeptieren.


Woran merke ich, dass meine Katze trächtig ist?

In den ersten zwei Wochen nach dem Deckakt lässt sich eine Schwangerschaft noch nicht sicher feststellen. Wie bereits erwähnt, kann noch die Rolligkeit andauern. Erst in der dritten Woche nach der Befruchtung kann der Tierarzt die Winzlinge ertasten. Versuchen Sie besser nicht selbst zu fühlen, ob ihre Katze Babys im Bauch hat. Ein falscher oder zu harter Griff bei dieser Untersuchung kann die Katze und ihren Nachwuchs schwer, ja sogar lebensgefährlich verletzen. Ein gutes Erkennungszeichen für die Trächtigkeit ist es, wenn sich in der vierten Woche die Zitzen rosa färben und allmählich stärker hervortreten. Eine weitere Methode, die Tierärzte anwenden, ist die Ultraschalluntersuchung. Auch hiermit lässt sich bereits in der dritten Woche mit Sicherheit feststellen, ob die Samtpfote Nachwuchs erwartet oder nicht.


Die richtige Ernährung einer trächtigen Katze

Eine werdende Katzenmutter hat einen größeren Hunger, der gestillt werden will. Sie sollte dennoch maximal die Hälfte mehr Futter bekommen als bisher. Denn auch eine trächtige Katze kann zu dick werden. Besser ist es die Menge nur wenig zu erhöhen, dafür auf qualitativ hochwertige Nahrung Wert zu legen. Kalziumreiches Futter ist während der Trächtigkeit besonders zu empfehlen. Kalzium ist nicht nur gut für den Knochenbau des Nachwuchses, sondern auch für die Milchbildung. Für eine gesunde Entwicklung der Kleinen sind außerdem Vitamin A, Taurin, Arachidonsäure, Kupfer und Eisen wichtig. Optimal zur  Ernährung  werdender und auch säugender Katzenmütter ist gute Katzenwelpenfutter geeignet. Es gibt aber auch spezielle Nahrung für trächtige Katzen, die Sie vom Tierarzt beziehen können.


Was passiert im Mutterleib während der Trächtigkeit?

Etwa zweieinhalb Tage nachdem die Samenzelle des Katers mit der Eizelle der Katze verschmolzen ist, teilt sich diese „Superzelle“ das erste Mal. Ihre Tochterzellen teilen sich schon wesentlich schneller, so dass nach etwa einer Woche über hundert Zellen entstanden sind. Nach zwei Wochen beginnt die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter. Zu diesem Zeitpunkt ist der Embryo noch sehr klein und bemisst gerade einmal 2 x 3 mm. Doch nur wenige Tage später lassen sich schon Kopf-, Schwanz- und Herzanlage erkennen. Um den 23. Tag kann man die Pfoten der Kleinen erkennen. Nach vier Wochen sind alle Organe und Körperteile der Kätzchen zumindest in ihrer Anlage vorhanden und der Embryo wird jetzt als Fetus bezeichnet. Ab dem Zeitpunkt beginnt ein rasantes Wachstum: bis zur Geburt vervierfacht sich die Größe der Kleinen. (Ewelina Zmyslowska)
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