Mieze sucht aus, Mensch macht mit | GELIEBTE KATZE Magazin
Katzen und Menschen passen zusammen

Mieze sucht aus, Mensch macht mit

Die meisten Menschen kommen eher zufällig zu ihrer Katze. Glauben sie jedenfalls. Aber Zufall, so heißt es auch, ist das, was einem vom Schicksal zufällt.
 
Katze sucht sich Mensch aus © Patrizia Tilly / Fotolia
Wenn sich Katze und Mensch gefunden haben, ist das Glück perfekt!
Ein „Z“ wie „Zufall“ oder „Zugelaufen“ steht am Anfang der meisten innigen Freundschaften zwischen einer Katze und „ihrem“ Menschen. Da kauft sich z.B. jemand eine Tageszeitung, die er sonst nicht liest, sieht das Foto einer Tierheimkatze, die er dann nicht bekommt, aber im Tierheim wartet schon die Richtige: „Ich rief spontan aus: DEN nicht, der ist so hässlich. Aber das Katerchen sprang mit einem Riesensatz auf meinen Arm, schnurrte wie ein Lkw-Motor, rieb sein Köpfchen an meinem Kinn und wälzte sich vor Behagen in meinen Armen. Da schmolz mein Schönheitssinn wie Schnee in der Sonne.“

Es gibt Katzenliebe auf den ersten Blick

Wenn eine Katze sich spontan und auf den ersten Blick in einen Menschen verliebt, irrt sie sich (anders als wir Menschen) so gut wie nie. Und sie verfolgt ihr Ziel mit der Hartnäckigkeit eines FBI-Agenten. Miezen belagern notfalls bei Schnee und Regen hartnäckig Terrassen- und Haustüren, bis sie hereingebeten werden, oder bitten laut jammernd um Hilfe oder sie lassen sich von einem Familienmitglied unter Vorspielung falscher Tatsachen einschmuggeln („Der Bauer will den Kater ertränken, wenn wir ihn nicht nehmen“). Als wir vor gut einem Jahr unsere Leser baten, uns zu berichten, wie sie zu ihrer Katze kamen, hörten wir immer wieder Geschichten, die den alten Spruch bestätigen: Einen Hund kann man kaufen, von einer Katze wird man ausgewählt. Selbst wer bewusst zu einem Züchter geht, um sich eine Rassekatze ins Haus zu holen (was etwa 20 Prozent aller Katzenhalter tun), wird dort von kritischen Baby-Katzen getestet und eventuell ausgewählt. Sogar Menschen, die von sich behaupten, mit Katzen „nix am Hut“ zu haben oder dass eine Katze nicht in ihr Leben passt („... die kleine Wohnung, die Kinder und wir beide voll berufstätig“), überzeugt eine Katze sozusagen im Pfotenumdrehen vom Gegenteil. Und dann davon, dass ihr Leben harmonischer, reicher, glücklicher ist, als es je ohne Katze war. „DAS Glück, genau DIE Katze zu erwischen, die ich mir in charakterlicher Hinsicht wünschte, ist wie ein halber Lottogewinn.“

Wer erzieht hier eigentlich wen?

Und noch in einem weiteren Punkt scheinen Katzen uns weit überlegen zu sein: in der Erziehung . Während Katzenneulinge zum Schrecken aller Tierschützer immer nur Katzenbabys aufnehmen wollen, weil sie glauben, die noch formen und erziehen zu können, wissen Katzenkenner, dass die Chancen dazu sowieso nur begrenzt sind. Katzen sind Erziehungsresistenz in Hingabe verpackt. Ja, aus einigen Leserberichten geht eindeutig hervor, dass so manche Katze die Erziehungsversuche ihrer Menschen ganz gezielt nutzte, um zu bekommen, was sie von Anfang an wollte. (Jutta Aurahs)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren