Katzen-Stammbaum

Der Stammbaum dokumentiert die Abstammung einer Rassekatze. Er umfasst je nach ausstellender Organisation drei, vier oder fünf Generationen. Bei deutschen Vereinen ist der Vier-Generationen-Stammbaum die Regel.
 
Um einen Stammbaum für seine Jungtiere zu bekommen, muss der Züchter Mitglied in einem Katzenzuchtverein sein. Die Vereine bestimmen Zuchtrichtlinien, an die sich der Züchter halten muss. So wird in diesen Richtlinien beispielsweise geregelt, wie alt eine Katze mindestens sein muss, bis sie zum ersten Mal zur Zucht eingesetzt werden darf, wie viele Würfe sie höchstens pro Jahr bekommen darf und welche Impfungen vorgeschrieben sind, sowohl für die Zuchttiere als auch für die Jungtiere bei der Abgabe an die neuen Katzenbesitzer. Ebenso wird das Mindestalter für die Abgabe der Kitten geregelt. und auch die Haltungsbedingungen für die Zuchtkatzen und -kater werden in diesen Zuchtrichtlinien geregelt.

Regelungen von Verein zu Verein unterschiedlich

Manche Vereine schreiben vor, dass die Katze mindestens einmal ausgestellt werden und dabei ein vorzügliches Ergebnis erreichen muss, um zur Zucht zugelassen zu werden. Verstößt ein Katzenzüchter gegen die Zuchtrichtlinien des Verbandes, kann eine Geldstrafe oder eine Zwingersperre verhängt werden. Bei mehrmaligem verstoß sehen die meisten Katzenzuchtverbände auch einen Ausschluss des Züchters aus dem Zuchtverband vor.

Auch für einen Liebhaber ohne Zucht und Ausstellungsambitionen ist ein Stammbaum wichtig

Er garantiert, dass der Züchter die Zuchtrichtlinien seines Zuchtvereins eingehalten hat, und gibt Aufschluss über den Grad einer etwaigen Inzucht. Eine Zwingerkontrolle oder Wurfabnahme durch einen Zuchtwart, wie man es aus der Hundezucht kennt, ist bei den meisten Katzenzuchtvereinen nicht üblich. (Monika Binder)
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