Katze und Hund | GELIEBTE KATZE Magazin

Katze und Hund

Es gibt keine angeborene Feindschaft zwischen Hund und Katze. Nur ein massives Verständigungsproblem. Wenn der eine sagt: „Schön, dich zu sehen", versteht der andere: „Verschwinde hier".
 
© Michael Pettgrew / Dreamstime
Hund und Katze sprechen unterschiedliche Sprachen, oder?
Wenn Europäer in Indien auf eine Frage ein Kopfschütteln als Antwort erhalten, dann verstehen sie das anfangs immer falsch: Unser Nein-Kopfschütteln bedeutet in Indien „ja“. Katzen und Hunde haben bei ihrer Verständigung mittels Körpersprache genau das gleiche Problem. Sie missverstehen sich ständig! Freundliches Schwanzwedeln vom Hund z.B. wird von Mini-Tigern als Drohung verstanden, ein entspannt hochgetragener Katzenschwanz vom Hund als Imponiergehabe. Eine warnend erhobene Katzentatze ist in der Hundesprache eine Bettelgeste, und ein „Gleich passiert was“-Schwanzwedeln der Katze kommt leicht als Friedenszeichen an. Es gibt für Katze und Hund eine Menge Möglichkeiten, sich falsch zu verstehen. Welpen, wie alle Kinder, haben damit selten ein Problem, wenn sie zusammen aufwachsen. Sie werden ganz selbstverständlich „zweisprachig“ und die dicksten Freunde.

Hund und Katze sprechen unterschiedliche Sprachen

Etwas komplizierter wird es, wenn eine erwachsene Katze / ein erwachsener Hund mit einem Welpen/Erwachsenen der anderen Art zusammenziehen soll. Da ist Fingerspitzengefühl, etwas Nervenstärke und Geduld von den beteiligten Menschen gefragt. Das Schlimmste, was Sie tun können, ist, die Tiere zwangsweise zusammenzubringen, etwa einen temperamentvollen Hund mit einer Katze ohne/oder mit schlechter Hundeerfahrung in ein Zimmer einzusperren oder eine Katze einem Hund vor die Schnauze zu halten. Das Ergebnis ist in der Regel Todesangst bei der Katze, Schreck bis Trauma beim Hund und im zweiten Fall zusätzlich zerkratzte Hände für den Menschen.

Am besten einfach ignorieren

Vertrauen und Freundschaft kann nur entstehen, wenn kein Druck ausgeübt wird. Die Katze muss bei den ersten Begegnungen immer die Möglichkeit haben, das Zimmer zu verlassen oder sich auf einen Schrank zu „retten“, und der Hund darf sie auf gar keinen Fall jagen. Egal, ob er spielen will oder Krieg führen: Die Katze ist für ihn „Nein, Pfui, Wehe!“, auch wenn es ihm schwerfällt. Wenn der Hund ruhig bleibt, sie scheinbar ignoriert, dann wird eine Katze sich schneller entspannen, sich eher und öfter in die Nähe dieses unheimlichen Fremden wagen, ihn neugieriger beobachten (auch wenn sie ihn scheinbar ignoriert), den ersten Kontakt wagen. Sanfte Bestechung von Menschenhand hilft den beiden, eine Brücke zueinander zu bauen. Streicheln und extra Leckerli helfen sowohl Hund als auch Katze, geduldig zu bleiben und die Anwesenheit des anderen als durchaus angenehm einzustufen.

Alarmstufe Rot

Es gibt Hund-und-Katze-Duos, bei denen das Zusammenleben auch auf Dauer nicht funktioniert. Wir sagen Ihnen, woran Sie ein unverträgliches Paar erkennen. Nicht jede Katze ist bereit, mit einem Hund zu leben und umgekehrt. Sie sollten die beiden wieder trennen, wenn:
  • die Katze nur noch unter dem Bett sitzt, ein Zimmer nicht mehr verlässt, das Fressen verweigert
  • die Katze nicht mehr nach Hause/ins Haus kommt
  • der Hund und die Katze auf Dauer ihre Feindschaft pflegen, sich bei jeder Gelegenheit bekriegen
  • ein großer Hund die Katze nicht ausstehen kann und ihr ernsthaft nachstellt
  • ein kleiner Hund nichts mehr zu sagen hat im Haus und unter der Katze leidet (Jutta Aurahs)

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