Das Kommando "Nein" für Katzen | GELIEBTE KATZE Magazin

Das Kommando "Nein" für Katzen

Wie in der Kindererziehung oder auch der von Hunden gibt es ein „Zauberwort", das man sich wirklich ganz klar vor Augenführen sollte. Es heißt "Konsequenz". Konsequenz gepaart mit Geduld vollbringt Wunder bei der Erziehung.
 
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Bevor man sich eine Katze anschafft, sollte man mit dem Familienrat überlegen, was die Katze künftig darf und was nicht toleriert werden kann. Verbotenes ist vom ersten Tag an verboten, und man tut gut daran, ein Kommando einzuführen, das immer dann benutzt wird, wenn die Katze etwas Verbotenes tut. Ist vereinbart, dass die Katze nicht im Bett schlafen darf, sollte das Schlafzimmer von Anfang an zur Tabuzone erklärt werden. Ist man inkonsequent und erlaubt dem Neuankömmling für die ersten Nächte den Aufenthalt in den gemütlichen Federkissen und Decken, wird die Katze daraus ein Gewohnheitsrecht ableiten und sich nur sehr schwer damit zufrieden geben, dass sie aus diesem gemütlichen Nachtlager wieder ausziehen muss.

Runter vom Tisch

Katzen erspüren sehr gut unsere Stimmungen, sie beobachten uns und unser Verhalten und ziehen ihre Schlüsse daraus. Viele Katzen liegen gerne auf erhöhten Plätzen, dazu gehören natürlich auch Tische. Katzenhaare im Kaffee sind selbst eingefleischten Katzenfans ebenso ein Gräuel wie Haare im Essen. Deshalb ist der Esstisch in vielen Katzenhaushalten eine Tabuzone. Möchte die Katze auf den Tisch springen, unterbrechen wir den Vorgang sofort mit einem bestimmten: „Nein!“. Bleibt sie unten, hat also unser Kommando befolgt, erhält sie ein Leckerchen und wird mit einem kurzen Spiel abgelenkt.
Ignoriert sie das „Nein!“, schnappen wir den kleinen „Missetäter“, wiederholen dabei das „Nein!“ und tragen die Katze zu einem erwünschten Liegeplatz, zum Beispiel zum Katzbaum, wo wir sie loben und ihr ein Spielangebot unterbreiten.
Wichtig ist, dass wir die Katze immer sofort, wenn wir es bemerken, vom Tisch nehmen. Ansonsten wird sie die Tabuzone nicht respektieren.

Das richtige Kommando

Manche Katzen reagieren prima auf das „Nein!“, wenn es in einem strengen, möglichst immer gleichen Tonfall angewandt wird. Andere Katzen reagieren besser auf Zischlaute, die sie vermutlich an das Fauchen eines Artgenossen erinnern. Für sie könnte man beispielsweise ein auf dem „S“ betontes „Lass das!“ verwenden.

Hilfsmittel

Hat man es mit einem etwas halsstarrigen Jungtier in der Sturm-und-Drang-Zeit zu tun, das eben einfach aus Übermut ständig etwas anstellt, käme man abends auf dem Sofa gar nicht mehr zur Ruhe vor lauter „Lass Das!“. Insbesondere wenn es für die Katze gefährlich werden könnte, weil sie beispielsweise versucht, ein noch nicht gesichertes Kabel anzunagen, kann eine mit Wasser gefüllte Blumenspritze, deren Düse man auf präzisen Strahl eingestellt hat, Wunder wirken.

Ignoriert die Katze geflissentlich das „Nein!“, trifft sie ein Wasserstrahl aus der Blumenspritze. Fast alle Katzen hassen solche unvorhergesehenen Duschen und lassen vom Objekt der Begierde ab. Der Vorteil an der Methode: Man muss nicht zwingend aufstehen, und die Katze bringt diese „Bestrafung“ nicht mit dem Menschen in Verbindung. Hat man es mit einem besonders wasserverrückten Tier zu tun, wird diese Methode allerdings wenig helfen.
Gerade Jungtiere stellen oft etwas an, weil sie sich langweilen. Sorgt der Mensch für vielfältige Ablenkung durch Spielzeuge und gibt es einen Artgenossen zum Toben und Kuscheln, kommen kleine Missetaten viel seltener vor. (Monika Binder)
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