Was steckt in der Maus? | GELIEBTE KATZE Magazin
Ernährung

Was steckt in der Maus?

Was würden Katzen kaufen? Klar, Mäuse! Sie sind ihre bevorzugten Beutetiere. Und nebenbei gesagt, die natürlichste und artgerechteste Mahlzeit überhaupt. Aber auch Ratten, kleinere Vögel, Eidechsen, Lurche, Insekten und Spinnen stehen gelegentlich auf dem Speiseplan
 
Maus-Ersatz für Katzen © Pixabay/meineresterampe
Was macht eine Maus so schmackhaft für eine Katze?
Wie sieht die Zusammensetzung natürlicher Beute aus? Was steckt in so einer Maus eigentlich alles drin? Zunächst fällt der hohe Wassergehalt auf, der bei etwa 62 % liegt. Weitere Mengenanteile sind vor allem Eiweiße mit 19 % sowie Fette mit 11 %. Mineralstoffe sind zu circa 4,3 % enthalten. Kohlenhydrate kommen nur zu 3,7 % im Magen-Darm-Inhalt der erlegten Tiere vor. Unser Katzen-Experte Dr. med. vet. Michael Streicher erklärt unter Berücksichtigung dieser Inhaltssto e die Futterverwertung unserer Hauskatzen:


Die Futter-Inhalte

Das Verdauungssystem unserer Hauskatzen hat sich im Zuge der Domestikation nur unwesentlich verändert. Damit sollte ihre Ration ähnlich zusammengesetzt sein wie die ihrer wild lebenden Verwandten. Unsere Hauskatze ist auf tierisches Eiweiß in der Nahrung zwingend angewiesen. Da sie die Aktivität entsprechender Verdauungsenzyme nicht drosseln kann, werden bei unzureichender Proteinzufuhr körpereigene Reserven abgebaut. Es ist bei der Ernährung der Katze darauf zu achten, dass immer tierisches Eiweiß verfüttert wird. Solches ist vor allem in Fleisch und Fisch und in geringen Mengen in Innereien, Milchprodukten und Eiern vorhanden. Sofern ausreichend Proteine aufgenommen werden können, brauchen ausgewachsene Katzen keine Kohlenhydrate als Energiequelle. Katzen sind darüber hinaus nicht die größten Fans von Reis & Co. Am ehesten noch kann man ihnen Kartoffeln, Nudeln und Mais anbieten. Tierische Fette können deutlich besser verwertet werden als pfanzliche Öle, außerdem erhöhen sie die Akzeptanz des Futters. Klar, Fett ist immer Geschmacksträger. Beim Katzen-Menü zu bevorzugen sind Fischöl und Schmalz. Auch Hauskatzen trinken wenig. Sie nehmen Wasser zum größten Teil über ihr Futter auf. Darum sollte hauptsächlich Nahrung mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 70 % verfüttert werden. Beim Selberkochen kann man entweder Wasser verwenden oder aber Brühen und Fonds jeglicher Art. Aber Achtung: Verwenden Sie nur selbst gekochte ohne Zusätze wie Salz, Gewürze oder andere für die Katze unverträgliche Zutaten. Was die Geschmacksrichtung angeht, sind Sie flexibel. Ihre Katze wird sich über Huhn, Rind sowie Fisch freuen.


Das Maus- Rezept

Nun kommen aber lediglich unsere Freigänger in den Genuss einer schmackhaften Maus. Dass sich eine Maus in unsere Wohnung verirrt, ist zwar nicht undenkbar, aber selten und macht unsere Indoor-Katze mit Sicherheit nicht satt. Damit aber auch die Stubenhocker unter den Katzen einen Hauch von Maus genießen können, haben wir uns ein Rezept der besonderen Art ausgedacht, das Sie leicht nachkochen können. Analog zur Zusammensetzung einer Maus aus Feuchtigkeit, Eiweißen, Fetten, Mineralsto en und Kohlenhydraten, können Sie mit folgenden Zutaten Ihrer Katze ihr ganz persönliches Maus-Rezept zaubern. 

Text: Valerié Augustin
 

Zutaten für ein Maus-Rezept

  • 100 g Hühnerherzen (roh abgewogen)
  • 40 g frisches Rinderhackfleisch (roh abgewogen)
  • 1 Stückchen Möhre
  • 1 EL weich gekochte Kartoffelwürfelchen oder Kartoffelpüree (mit Wasser zubereitet)
  • ½ TL Fischöl oder Schmalz
  • 1 Msp. zerriebene Eierschale (entspricht in etwa 0,4 g)
  • 0,7 g Mineralfutter
  • 2–3 EL selbst gemachte Hühnerbrühe (ohne jegliche Zusätze)
  • Fein gehackte Petersilie


Zubereitung

Die Hühnerherzen in kleine Stücke schneiden. Falls Ihre Katze kein Fan zu harter Häppchen ist, drehen Sie die Herzen durch den Fleischwolf. Mischen Sie das Hühnerklein nun mit dem frischen Rinderhackfleisch. Schälen Sie die Möhre und reiben Sie sie durch eine Muskatreibe. Übergießen Sie die Raspel mit heißem Wasser und lassen sie alles zehn Minuten ziehen. Mengen Sie die Möhre nun unter den Fleisch-Mix. Dann fügen Sie das abgekühlte Kartoffelpüree hinzu. Wenn Sie kleine (weich gekochte) Kartoffelwürfel verwenden, dann achten Sie auf mundgerechte Stückchen oder zerdrücken Sie sie ein wenig mit einer Gabel. Anschließend mischen Sie das Fett, die zerriebene Eierschale und das Mineralfutter unter. Je nach Konsistenz fügen Sie mehr oder weniger Brühe hinzu und streuen ein wenig gehackte Petersilie darüber. Bitte servieren Sie das Gericht sofort oder bewahren es im Kühlschrank auf. Länger als eine halbe Stunde sollte es bei Zimmertemperatur nicht im Napf liegen. Am besten Sie verfüttern die „Maus“ noch am selben Tag!
 

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Fotos: 
Pixabay/meineresterampe
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