Vitamine A bis H für Katzen | GELIEBTE KATZE Magazin

Vitamine A bis H für Katzen

Die einzelnen Vitamine können sich gegenseitig nicht ersetzen. Die Funktionen dieser organischen Substanzen aus tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln sind ganz spezifisch.
 
© Tony Campbell / Fotolia
Gesund oder giftig – die Menge macht’s
Fünfmal täglich Obst und Gemüse: Für unsere Gesundheit sind die Vitaminbomben unentbehrlich. Katzen jedoch können damit nichts anfangen: Vitamin C brauchen sie nicht mit der Nahrung aufzunehmen, da sie es in ihrer Leber selbst aufbauen können. Das Karotin aus Karotten oder Spinat, das Provitamin A, das der Mensch in der Darmschleimhaut zu Vitamin A umwandeln kann, können Katzen nicht verwerten. Die Mäusejäger sind auf die Zufuhr von Vitamin A angewiesen, das ausschließlich in tierischer Nahrung, wie etwa der Mäuseleber, enthalten ist. Der Vitaminbedarf von Mensch und Katze ist also ganz unterschiedlich.

Gesund oder giftig – die Menge macht’s

Vitamine sind organische Substanzen aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Sie steuern, beschleunigen und beeinflussen unzählige Körperfunktionen. Dabei spielt die richtige Dosis eine entscheidende Rolle. Sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig an den fettlöslichen Vitaminen kann Schaden anrichten. Da handelsübliche Alleinfutter auf die Bedürfnisse der Katzen abgestimmt sind, sind zusätzliche Vitamingaben für gesunde Tiere überflüssig. Fettlöslich sind die Vitamine A, D und E. Vitamin A ist wichtig für die Gesunderhaltung von Haut, Schleimhäuten und Augen. Wegen seiner Fettlöslichkeit kann es nicht einfach über den Harn ausgeschieden werden, sondern wird in Leber und Niere gespeichert. Darum kann eine Überversorgung mit Vitamin-A-reicher Nahrung oder Vitaminpräparaten zu Vergiftungserscheinungen führen. Vorsicht also beim Verfüttern roher Rinderleber, da sie eine wahre Vitamin-A-Bombe ist. Erhält die Katze andererseits zu wenig Vitamin A, können u.a. Hautprobleme, Fruchtbarkeits- sowie Sehstörungen auftreten.

Selbstversorger bezüglich Vitamin D

Vitamin D ist für gesunde Zähne und Knochen unentbehrlich. Ein Mangel ist höchst selten, denn Alleinfutter enthält genug davon. Eine Überdosierung durch zusätzliche Vitaminpräparate ist wahrscheinlicher und kann zu Verkalkungen in Nieren und Gefäßwänden führen. Reich an Vitamin D sind insbesondere Leber, Lebertran und Fisch. Vitamin E ist ein Antioxidans mit Zellschutz-Wirkung, das vor allem in Getreide und Nüssen enthalten ist, nur wenig in tierischen Nahrungsmitteln.

Gut zu wissen

Der Bedarf steigt bei fettreichem Fisch mit hohem Gehalt ungesättigter Fettsäuren. Der regelmäßig übermäßige Genuss von Tunfisch in Öl ist also nicht ratsam. Anders als bei den fettlöslichen besteht für die wasserlöslichen Vitamine C, H und des B-Komplexes keine Gefahr der Überdosierung. Gleichzeitig bedeutet das, dass keine größeren Vitamin-Vorräte im Körper gespeichert werden können. Ein Defizit an den verschiedenen B-Vitaminen, die unterschiedliche Funktionen im Stoffwechsel erfüllen, zeigt sich schon innerhalb weniger Wochen. So hat die andauernde Unterversorgung mit Vitamin B1 Bewegungsstörungen zur Folge. Reichhaltig an B-Vitaminen sind besonders Leber, Fleisch und Hefe. Der höchst seltene Mangel an Vitamin H, auch unter dem Namen Biotin bekannt, führt zu glanzlosem Fell und Schuppen. 
(Nina Blersch)
 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren