Muttermilch und Futterbrei für Kätzchen | GELIEBTE KATZE Magazin

Muttermilch und Futterbrei für Kätzchen

Nun kommen die Kätzchen langsam auf den Geschmack. Die erste Hürde ist genommen, wenn sie lernen, die tierischen Kostproben zu schlucken statt zu saugen – mit Ihrer Hilfe.
 
Katzenkinder © Foto: www.animals-digital.de
Während der ersten vier Wochen ist Muttermilch der Lebensquell für Katzenkinder. Die Milchmahlzeit steckt voller Nährstoffe, enthält wichtige Abwehrstoffe und schmeckt köstlich. In dieser Zeit benötigen die Säuglinge keine zusätzliche Nahrung. Danach aber heißt’s: Ran an die Fleischtöpfe. Die ersten getöteten Beutetiere bringt eine frei laufende Bauernhofkatze ihren Kleinen, sobald sie etwa vier Wochen alt sind, und lässt sie darauf herumkauen. Für die Versorgung der Hauskätzchen ist der Dosenöffner zuständig: Selbst wenn die Milch der Katzenmutter noch reichlich fließt, bieten Sie dem Nachwuchs ab der vierten bis fünften Woche Zusatzkost an.

Futterbrei ans Mäulchen

Zwar kommen die Kätzchen meist ganz allein auf den Geschmack, wenn sie der Mutter beim Fressen zugucken und neugierig ihre Nase in den Napf stecken. Doch müssen sie erst lernen zu schlucken statt zu saugen. Zum Üben servieren Sie jedem Katzenkind etwas Jogurt oder Sahne auf dem Finger. Ebenso gut können Sie dem Kätzchen etwas Futterbrei ans Mäulchen streichen, um es zum Schlecken zu animieren. Zuvor wird das Breifutter (am besten eignet sich Dosenfutter für Welpen) mit einer Gabel zerdrückt und mit etwas Milch zu einem weichen Brei verrührt und auf Körpertemperatur erwärmt.

Standfestes Kindergeschirr

Doch Vorsicht, dass ihm bei den ersten Versuchen kein Futterbrei ins Näschen gerät oder die Nasenlöcher verstopft. Wer seinen Miezen gerne selber etwas zubereitet, kann als Einstieg in die tierische Kost Miniportionen von mit rohem Eigelb und warmem Wasser verquirltem Sahnequark auftischen. Als Behältnis für die Kinderkost eignen sich besonders Keramikschüsseln mit 3 cm hohem Rand und 19 cm Durchmesser. Groß und standfest ermöglichen sie gemeinsame Mahlzeiten und lassen sich dabei nicht so leicht umkippen. Drei bis vier Mal täglich gibt’s Beikost. Futtern dürfen die Welpen, so viel sie wollen. Nach einer Stunde werden die Futterreste entsorgt (sie dürfen nicht noch einmal angeboten werden) und die Schüsseln gründlich mit heißem Wasser gereinigt. Kätzchen bekommen immer alles frisch angeboten, aber bitte nie kalt aus dem Kühlschrank. Sonst sind Magen-Darm-Probleme vorprogrammiert. Mit Beginn der Beikost wird auch Trinkwasser serviert. In der Regel setzt die Katzenmutter ihre Jungen ab, wenn sie sechs oder acht Wochen alt sind. Mittlerweile haben sich die Kleinen an das Fressen fester Nahrung gewöhnt und decken nun so vollständig ihren Nährstoffbedarf.

Kalorienverbrauch von Katzenkindern

Das Welpenfutter bleibt jetzt unzerkleinert. Auch mit dem Anmischen mit Milch sollten Sie aufhören, denn nach dem Absetzen von der Muttermilch können die Katzenkinder den Milchzucker immer schlechter verdauen. Die Zugabe von Milch kann darum Durchfall bewirken. Wichtig ist, dass die heranwachsenden Kätzchen auch ausreichend mit Mineralstoffen und Vitaminen versorgt werden. Mangel an Calcium beispielsweise würde schnell zu Störungen im Knochenwachstum führen. Ein gutes Welpen-Fertigfutter muss alles enthalten. Ergänzungen sind darum zu viel des Guten. Solange sie nicht zu schwer werden, dürfen die Kätzchen nach Herzenslust fressen. Im Alter von acht oder neun Monaten sind die Katzenkids dann reif für die Erwachsenenkost.
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