Zimmerbrunnen für Katzen | GELIEBTE KATZE Magazin

Zimmerbrunnen für Katzen

Trinken ist lebenswichtig. Um die Katze zum Trinken zu animieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Besonders wirksam ist das Aufstellen eines stabilen, Trinkwasser-gefüllten Zimmerbrunnens – er macht das Wasser für Mieze richtig schmackhaft.
 
Wasser für Katzen © Foto: www.animals-digital.de
Zimmerbrunnen animieren Katzen zum Trinken
Das sanfte Plätschern beruhigt die Nerven. Die ansprechenden Formen erfreuen das Auge. Zimmerbrunnen liegen voll im Trend. Dass man sie häufig in den Wohnräumen von Katzenhaltern findet, hat allerdings noch einen ganz anderen Hintergrund: Die meisten Stubentiger reagieren beim Anblick der hübschen Accessoires geradezu verzückt. Stundenlang beobachten sie mit gebanntem Blick den Fluss des Wassers und versuchen, kleine Tröpfchen mit der Pfote zu fangen. Und wenn plötzlich der große Durst kommt, schnellt einfach die rosafarbene Zunge hervor. Damit erreicht der Zimmerbrunnen, was der Katzenhalter oft nicht schafft: Er animiert den Stubentiger zum Trinken.

Ob Sie lieber einen Zimmerbrunnen mit einer drehenden Steinkugel wählen, sich für einen bewässerten Miniatur-Zen-Garten entscheiden oder aber schlichte Schiefer-Kreationen bevorzugen, ist Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Ihrer Katze kommt es weniger auf die Optik als denn auf ein möglichst interessantes Wasserspiel an. Ein sanfter, gleichmäßiger Wasserfluss ist ganz in ihrem Sinn. Reißende Ströme mit hohem Spritzpotenzial kommen hingegen weniger gut an. Ganz wichtig ist auch, dass der Vierbeiner problemlos an das Wasser kommt. Manche Brunnen sind einfach zu groß oder so konstruiert, dass geradezu akrobatische Fähigkeiten erforderlich wären, um einen erfrischenden Schluck zu erhaschen.
Wenn Sie Ihren Mäusefänger nicht enttäuschen wollen, sollten Sie ein katzenfreundliches Modell wählen, das handlich und darüber hinaus leicht zu reinigen ist. Denn eine gleich bleibende Wasserqualität ist eine weitere wichtige Voraussetzung für einen stubentigergerechten Zimmerbrunnen mit hohem Spaßfaktor.


Wasserqualität muss stimmen

Da die schnurrende Zunft Zimmerbrunnen nur allzu gerne zur Lieblings-Trinkquelle erklärt, muss natürlich die Wasserqualität stimmen. Ansonsten drohen gesundheitliche Störungen wie Magengrummeln, Durchfall und Erbrechen. Während der Sommermonate ist dieses Thema – aufgrund der hohen Temperaturen und erhöhter Erregerzahl – von besonders großer Brisanz. Aber auch in der restlichen Zeit des Jahres ist auf hygienische Bedingungen zu achten. Ganz banales Leitungswasser, das täglich durch frisches ersetzt wird, ist für Katzen absolut bekömmlich, sorgt allerdings bei den Herstellern mancher Zimmerbrunnen für sorgenvolles Stirnrunzeln. Sie raten zu destilliertem Wasser, damit die kleinen Leitungsrohre des Brunnens nicht verkalken. Dieses ist aber wiederum nicht als Trinkwasser für Katzen geeignet. Was also tun?


Entkalken nicht vergessen

Der praktisch veranlagte Katzenhalter umgeht das Ganze, indem er einfach von Zeit zu Zeit einen ungiftigen, biologischen Entkalker verwendet, wie er auch in Fisch-Aquarien zum Einsatz kommt. Anschließend füllt man frisches Leitungswasser nach, lässt den Brunnen einige Minuten lang kräftig durchlaufen, entleert ihn und gibt nochmals neues Wasser hinein. Auf diese Weise werden auch kleine Restbestände des Entkalkers ausgespült und können nicht versehentlich von der Katze aufgenommen werden. Sollte dies trotzdem geschehen, ist bei einem ungiftigen, biologischen Entkalker nicht mit Gesundheitsstörungen zu rechnen.


Essigwasser schadet Marmor

Abhängig vom Material des Zimmerbrunnens kann man zum Entkalken auch Essigwasser verwenden. Geben Sie einfach einen Schuss Essig in einen Messbecher mit Wasser, mischen Sie es gründlich durch und geben Sie es in den Zimmerbrunnen. Dann lassen Sie den Brunnen einige Minuten lang laufen. Zum Schluss schütten Sie das Essigwasser weg und füllen frisches Leitungswasser ein. Allerdings sollten Sie sich zuvor beim Hersteller oder Verkäufer des Zimmerbrunnens erkundigen, ob das im Brunnen verarbeitete Material durch Essig angegriffen werden könnte. Bei Marmor und einigen anderen Natursteinen hinterlassen Säuren unter Umständen Flecken und stumpfe Stellen. In solchen Fällen bieten die Hersteller der Brunnen meistens materialfreundliche Reiniger an. Fragen Sie nach, ob diese Reiniger auch wirklich für Haustiere ungiftig sind. Im Zweifelsfall ist davon Abstand zu nehmen und vielleicht einfach ein anderes Modell zu wählen.

Wie oft man einen Brunnen entkalken oder anderweitig reinigen muss, hängt ganz vom Modell, den verarbeiteten Materialien und natürlich auch der Häufigkeit der Benutzung ab. Gut gepflegte Zimmerbrunnen sind eine tolle Ergänzung für den Katzenhaushalt und steigern nachweislich die Wasseraufnahme des Stubentigers. Und das ist gut, denn meistens trinken Katzen viel zu wenig – nicht umsonst sind Nierenprobleme stark verbreitet. Warum ist Wasser eigentlich so wichtig? Weil Katzen ohne ausreichend Flüssigkeit nicht überleben können. Circa 70 Prozent ihres Gewichts setzen sich aus Wasser zusammen. Der Verdurstungsprozess setzt sogar wesentlich schneller ein als das Verhungern. Bereits der Verlust von nur zehn Prozent des Körperwassers führt zum Tode.

Wasser ist ein Lösungsmittel, das zelluläre Reaktionen fördert und Nährstoffe transportiert. Auch wärmeerzeugende Reaktionen des Körpers werden erst durch Wasser ermöglicht. Die Temperaturregelung des Organismus hängt direkt vom Wasserhaushalt ab. Während Menschen bei großer Hitze Schweiß bilden, was zu einer Abkühlung des Körpers beiträgt, spielt das Schwitzen bei Katzen keine bedeutende Rolle. Sie regulieren ihre Temperatur durch Hecheln und über die Verdunstung im Bereich der Schleimhäute. Letztendlich hängen auch der Verdauungsprozess und die Entgiftung des Katzenkörpers vom Wasser ab.


Lust auf Wasser wecken

Darum sollte man als Besitzer eines von Natur aus nicht gerade durstigen Hausgenossen alles tun, damit der Vierbeiner mehr trinkt. Abgesehen von der Tatsache, dass man Wassernäpfe mindestens zwei Meter weit von den Futternäpfen entfernt aufstellen sollte, hilft es, im gesamten Wohnraum mehrere Wasserstellen anzubieten. Zimmerbrunnen gehören diesbezüglich sicherlich zu den attraktivsten Varianten. Einfache Wasserschalen – wie zum Beispiel standfeste Glasgefäße, die die Katze nicht umwerfen und zerbrechen kann – tun es jedoch auch. Da der Zimmerbrunnen ohnehin nicht 24 Stunden lang ununterbrochen im Einsatz ist, ergänzt man am besten beides miteinander, damit die Samtpfote immer frisches Wasser findet. (Gabriele Metz)


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