Katzen zur Zeckenzeit | GELIEBTE KATZE Magazin

Katzen zur Zeckenzeit

Nicht nur Mensch und Freilaufkatze freuen sich auf die warme Jahreszeit. Auch Zecken können es kaum erwarten. Sie lauern an Gräsern und im Gebüsch, allzeit bereit, sich auf den nächstbesten Warmblüter fallen zu lassen und ihm Blut abzuzapfen.
 
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Es bleibt nicht beim Saugen allein. Der gemeine Holzbock überträgt auch Krankheiten und löst Allergien aus. Oft findet man den anfangs nur stecknadelkopfgroßen Parasiten beim Streicheln des Katzenfells. Hat er sich festgesaugt, heißt es rasch handeln: Der Zeck muss schleunigst weg. Früher riet man dazu, den Blutsauger mit Alkohol, Klebstoff oder Öl zu begießen, um ihn zum Loslassen zu bewegen. Heute weiß man, dass die durch solche Mittel bedrohte Zecke eine beträchtliche Menge Magensaft in die „Zapfstelle“ ausstößt. Das erhöht die Gefahr der Übertragung zum Beispiel von Borreliose (führt u.a. zu Entzündungen der Gelenke und Nieren), Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME ist eine durch Viren verursachte Entzündung von Gehirn und Gehirnhaut) und Babesiose (verursacht u.a. schwere Anämie).

Zecke sofort entfernen

Darum wird die Zecke gleich entfernt, nachdem man sie aufgespürt hat. Dazu benutzt man am besten eine Zeckenzange, die man möglichst direkt an der Haut ansetzt und dann die Zecke herausdreht. Die Drehrichtung ist egal, denn Zecken haben (entgegen der landläufigen Meinung) kein Gewinde. Wer in einem Risikogebiet wohnt, kann seine Freilaufkatze mit Spot-on-Präparaten (vom Tierarzt) vor Zeckenbefall schützen.
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