Narkose - Ein Risiko für die Katze? | GELIEBTE KATZE Magazin

Narkose - Ein Risiko für die Katze?

Wenn Tiere doch nur verstehen würden, was man ihnen sagt: „Jetzt mal bitte kurz stillhalten!" – und schon wäre die Röntgenaufnahme gemacht, der Zahnstein entfernt oder der Glassplitter aus dem Auge gezogen.
 
© Tioloco / iStockphoto
Die Nachsorge fängt bereits in der Vorbereitung an.
Da die Patienten aber nicht wissen, dass man ihnen helfen will, reagieren sie unkontrollierbar. Selbst bei vielen kleineren Eingriffen ist eine Vollnarkose nötig. Wie beim Menschen ist auch beim Tier ein gewisses Risiko damit verbunden, das durch neueste Medikamente und Narkosegeräte jedoch sehr gering ist. Darüber hinaus kann man als Tierhalter einiges dazu beitragen, dass der Tiefschlaf möglichst unbeschadet überstanden wird.

Gut vorbereitet in die OP

Das fängt schon bei der Vorbereitung an: Katzen sollten mindestens zwölf Stunden vor der Narkose nicht gefüttert werden. Besonders unruhige Tiere profitieren von einem Beruhigungsmittel, das schon vor der Fahrt zum Tierarzt gegeben werden kann. Dann kann mitunter auch das Narkosemittel sparsamer eingesetzt werden. Vor einer Narkose sollte das Tier auf Herz und Nieren geprüft werden, zum Beispiel durch Blutuntersuchungen. Vor allem bei älteren Patienten können versteckte Hormon- oder Organstörungen das Narkoserisiko erhöhen. Dann lässt sich der Eingriff entweder verschieben, bis das Problem behoben ist, oder es wird eine besonders schonende und gut überwachbare Narkoseform gewählt. Studien haben zudem gezeigt, dass selbst kleinere Eingriffe wie eine Kastration besser vertragen werden, wenn mit der Narkose Schmerzmittel, zum Beispiel Morphine, gegeben werden.

Sehr wichtig ist die Aufwachphase

Die Tiere dürfen auf keinen Fall auskühlen. Gerade Nager sind besonders empfindlich und brauchen eine genau temperierte Wärmflasche oder ein niedrig eingestelltes Heizkissen. Hunde und Katzen bringt man am besten in einen ruhigen, abgedunkelten, nicht zu kühlen Raum. Solange die Tiere noch schlafen, sollten sie unter Beobachtung bleiben und erst nach dem Aufwachen Wasser bekommen. Futter gibt man Hunden und Katzen erst am nächsten Tag, Nagern schon nach dem Aufwachen, und hält sie für einige Tage getrennt von anderen Tieren. Sicher wird der Tierarzt je nach Fall noch einige Tipps zur Wundpflege und -kontrolle geben und gegebenenfalls die Tiere zum Fädenziehen wieder einbestellen.

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